Daily Disaster

"I am under no obligation 

to make sense to you."

 

 

*BLOG*

 

Mittwoch, 29.05.19   The reason


I finally found the reason for all this mess and solved the riddle:


I am stupid AF.


That's all.


The End.


Silver




Mittwoch, 8.05.19  Kapitulation

 

Einmal nicht die Bodenhaftung verlieren.

Einmal nicht plötzlich das Wort vergessen oder wie man einen ganzen Satz formuliert.

Einmal nicht den Kopf in den Wolken haben.

Einmal nur nicht das Gefühl haben, langsam zu ersticken.
Das Gefühl haben, weg zu wollen.
Ich möchte einmal nicht einfach verschwinden müssen weil ich in Gesichter sehe, die mir in keinster Weise vertraut sind (weil ich dort nichts vertrautes finde)
Ich möchte einmal nur bleiben können.


Während der ganzen Heimfahrt muss ich mich zusammenreißen.
Tausend Gedanken rasen durch meinen Kopf, keinen einzigen kann ich verstehen.
Mir ist kalt und ich schwitze, ich sehe überhaupt nichts klar, bewege mich fort wie auf Wolken.
Während ich mich blindlings auf den Weg gemacht (die Flucht angetreten) habe, suchst du nach mir.
Fragst herum.
Weiß nicht, wer? Keine Ahnung ist doch egal die war eh komisch lass doch komm jetzt feiern 
Du bist verwirrt und machst dir Gedanken.
Du steigst ins Auto während ich in der Bahn durch die Nacht gondle und jeder Nerv so angespannt ist, dass jede Sicherung durchbrennen würde wenn irgendetwas unvorhergesehenes passieren würde.
Du fährst erst zweimal um den Block, vielleicht bin ich aus irgendeinem Grund ja nach draußen gegangen.
Ich bin nach draußen gegangen denn ich war unter Wasser, es war dumpf und verschwommen und ich bin fast ertrunken, mitten im Wohnzimmer.
Witzige Vorstellung und während ich vor Lachen gurgeln muss weil ich hier gerade absaufe, ringe ich nach Luft also gehe ich einfach. Es ist nie einfach.
Ich gehe aus der Wohnung und ins Treppenhaus und allein da ist es schon so viel besser.
Es ist so viel kühler hier und das Atmen fällt etwas leichter.
Ich gehe die Treppen hinunter und zähle aus Gewohnheit die Stufen.
Ich habe vergessen wie viele Stufen es waren und auch, wie viele Stockwerke.
Mit jedem Schritt läuft das Wasser ab
und draußen angekommen ist es ganz frisch und ich friere kurz und sauge die Luft ein.
Und da ich schon mal draußen bin kann ich auch weiter gehen.
Plötzlich bin ich an der Ecke und ziemlich sicher, dass ich vorhin aus dieser Richtung gekommen bin.
Und da ich schon bis hier gelaufen bin kann doch auch noch weiter gehen und ich schlängle mich vorbei an irgendwelchen Leuten, laut, betrunken, lachend, zu zweit, in Gruppen, Arm in Arm, Hand in Hand, reden, normal sein.
Warum kann ich das nicht?
Ich höre die Bahn einfahren und ich liebe das Geräusch wenn die Bahn einfährt. Es klingt nach Heimkommen und Aufbruch. Aber heute klingt es schmerzerfüllt.
Jetzt kann ich sowieso nicht mehr umdrehen und das ich weg bin, fällt vermutlich gar nicht auf.
All deine Freunde schienen nett zu sein, so freundlich, doch zwischen den Zeilen da lief die vertraute schiefe Musik. Was willst DU hier? Und ich merke, ich gehöre da nicht hin, ein Zirkel, der nicht durchbrochen werden soll.
Du bist zum zweiten Mal die Straße um den Wohnblock abgefahren.
Ich bin wohl tatsächlich nicht da.
Weil ich längst auf dem Weg nach Hause bin.
In mein Zuhause.
Sicherheit.
Du bist verwirrt.
Wahrscheinlich mehr als ich.
Verstehst nicht, was los ist.
Bist du nach Hause gefahren?!
Was sollst du tun?
Du bist erschrocken und enttäuscht oder wütend oder besorgt oder alles.
Und du gibst Gas.
Die Ampeln sind hellrot aber du bretterst drüber.
Was.ist.los.?.!.

Diese Bahn ist eine Eselskarre heute, sie schiebt sich träge durch die Landschaft, scheint richtig zu ächzen. 
Endlose Minuten um Minuten kriecht sie dahin.
Mir ist übel, ich will endlich hier raus.
Du jagst durch die Nacht, das Handy am Ohr.
Ich höre es nicht weil permanent auf lautlos.
Wäre eh nicht drangegangen.
Was soll ich sagen, ich kann nichts sagen, es klingt doch sowieso alles leer.
Endlich da, ich gehe aus dem Bahnhof, gehe immer schneller, ich renne und renne die Straßen entlang und irgendwann ist mir so schlecht von der Anstrengung, dem Abend, mir.
Ich schliesse die Tür auf und falle fast in meine Wohnung, Tür zu.
Und endlich--Ruhe.
Ich atme tief aus und gehe ins Bad.
Du verdammt nochmal blöde dumme Nuss
Mein abgehetztes Gesicht starrt mich an.
Ich sehe aus als hätte ich einen Schock.
Scham überwältigt mich.
Ich würde zu gern mein Spiegelbild zertrümmern.
Ich würde gern meinen Kopf gegen die Fliesen schlagen um irgendwas da drinnen gerade zu rütteln. 
Ich würde gern meinen Kopf so lange unter Wasser tauchen bis ich wieder klar werde.
Ich würde gern mein Gesicht ins Kissen drücken und so laut schreien, einfach schreien, den Schmerz und alles einfach ins Kissen schreien weil es dem Kissen scheißegal ist ob ich es anbrülle oder vollheule oder friedlich darauf träume.
Keine Ahnung, wie schnell du gefahren bist oder über welchen Acker du gepflügt sein musst.
Aber als ich da stehe und urplötzlich so todmüde werde, eine totale Erschöpfung mich packt, als hätte ich gerade den Himalaya bestiegen, mich fühle, als hätte ich kapituliert, endgültig, nicht mal mehr die Fahne schwenken mag, meine Jeansjacke ausziehe und mich aus dem Hoodie schäle und die Boots in die Ecke fliegen, da hämmerst du an meine Tür.
Du hämmerst und hämmerst und klingelst nicht.
Das hat eine ganz andere Dringlichkeit wenn es an der Tür hämmert mit Fäusten.
Es wird kein Finger ausgestreckt und kurz gedrückt, damit es oben summt, es werden Fäuste eingesetzt und warum war überhaupt die Haustür auf.
Hast du Angst um mich oder bist du wütend, regnet es gleich Vorwürfe und Unverständnis, dann brauche ich morgen einen neuen Badezimmerspiegel und du niemals wiederzukommen. 
Sagst du nichts und bist nur da, dann könnte ich aufmachen aber ein einziges falsches Wort von dir oder mir und wir werden uns so oder so nie mehr wiedersehen.
Oh, du sagst meinen Namen.
Wärme durchflutet mich.
Wie du meinen Namen sagst.
Rufst.
Klopfst.
Ich wollte das nicht. Ich wollte es versuchen, wirklich.
Klopfst.
Rufst.
Was soll ich nur tun?
Bitte mach auf
Bitte mach
Auf

 

Silver

 

 

 

Montag, 22.04.19 Belladonna

 

Ich blinzle unauffällig zu dir rüber und lausche uneingeladen deinen Worten.

Ich mag deine Stimme und eigentlich alles, was du von dir gegeben hast, seit ich dich das erste mal wahrgenommen habe.

Und seitdem taumle ich in der schmerzhaften Überzeugung umher, wir könnten super gute Freunde sein.

In deiner Zartheit liegt eine unfassbar beeindruckende Stärke und deine Gesichtszüge sind weich und maskulin zugleich.

Leider habe ich den Zeitpunkt verpasst, an dem es vielleicht möglich gewesen wäre aber nun bin ich längst darüber hinaus und die unsichtbare und ziemlich einseitige Schwebebrücke, die ich in deine Richtung gebaut habe, ist in eine bedenkliche Schieflage geraten.

Sie ist eh nur eine Traumkonstruktion aus Seil, dünn wie Seide, die sich bereits aufdröselt als hinge sie schon fünfzig Jahre irgendwo in den Anden.
Je öfter ich dich ansehe und höre, denke ich, ich bin deiner nicht würdig, ich bin nur eine stumme Zeugin deiner Wunderbarkeit und zudem unter einer zwar okayen menschlichen Fassade eben doch eine unnormale Anhäufung von eigentümlichen Chaos und einer grundlegenden Melancholie, die so gar nicht in dein absolut lebendiges und warmes Wesen passen wollen.
Ich könnte absolut nichts dazu beitragen, dich von mir zu überzeugen oder gar zu widerlegen, was du mit deinem Blick neulich schon gezeigt hast; nämlich dass du ganz genau weißt, was für ein Creep ich bin.
Alles, was ich ab jetzt sagen und alles, was ich ab jetzt auch tun würde, hätte bereits den unabwaschbaren Anstrich des Sonderbaren, diesen bitteren Beigeschmack, der in solchen Momenten auf meiner Zunge liegt.
Ich bin es. Ich bin die schlechte Traube an der Rebe, ich wirke schlecht, egal, wie ich es anstelle, wie tief und ehrlich, es verwandelt sich erstmal freigesetzt, auf wundersame Weise zu etwas Fauligem.

Etwas, das man nicht einatmen möchte, was man abwaschen will, dem man lieber aus dem Weg geht.

Wie eine chemische Reaktion. Oder wie eine Krankheit. Oder Gift. Was folgt, ist eine natürliche und chronische Abstoßreaktion.

Scheint so, als wäre ich das verdammte Gift.

Silver

 

 

Donnerstag, 18.04.19  Bilder

 

Aber ja.
Dir gefällt die helle Seite.
Die dunkle ignorierst du.
Ich soll damit aufhören.
Womit aufhören?
Du kannst nicht aufhören zu sein, wie du bist.
Es gibt nicht nur die helle, fröhliche, freundliche Seite.
Es gibt auch die wütende, erschöpfte, hoffnungslose Seite.
Aber du nimmst mich, quetschst mich in den viel zu engen Rahmen, verschliesst ihn fest und hängst mich an die Wand.
Das Bild gefällt dir.
Das möchtest du sehen.
Keine Chance, aus diesem Rahmen zu fallen, hach, du freust dich über dieses Bild.
Die Rückseite kannst du nicht sehen.

Willst du auch nicht. 
Sie wird immer dunkler.
Die Dunkelheit breitet sich aus und irgendwann sickert sie durch und durch und durch und überschwemmt dein tolles Bild von mir.
Alles, was du ignorierst wird doppelt und dreifach zu dir zurückkommen.
Irgendwann wirst DU nur noch dieses schwarze Bild sehen und nie wieder die helle Seite, das lachende blonde Mädchen im Sonnenschein.
Es ist zum Schwarz-Weiß Bild geworden.
Es guckt dich nicht mal an.
Es schaut ganz woanders hin, in die Ferne.
Melancholie im Blick. 
Du kannst solange darauf glotzen wie du willst.

Es bleibt schwarz.
Und schaut dich nie wieder an.

 

Silver

 

 

 

 

Samstag, 13.04.19  Mauern


Lass es.
Fahr das Schutzschild hoch.
Schalte die Filter ein.
Hör auf zu quatschen.
Senke den Blick.
Wage es nicht, auch nur daran zu denken.


Die Mauer ist zu hoch.
Ganz gleich was du sagst.
Und völlig egal, was du tust.
Kein Panzer könnte sie zertrümmern.
Die Mauer ist zu stabil.

Unzerstörbar. 
Stocherst du auf der einen Seite ein paar Brocken heraus, werden auf der anderen Seite ein paar Ziegel dazugelegt.


Oh ja, mach einen cut, einen ganz tiefen, tiefer als je zuvor.

Findest du noch Platz? Nein? Dann schneid drüber.


Diese Mauern. Diese unendliche Geschichte.

Diese im Kopf kriegst du nicht zerstört.
Oder nimm unendlich viel Anlauf und spring endlich drüber.

 

Silver

 

 

 

 

Freitag, 29.03.19   Gift

 

Schämt euch, schämt euch, schämt euch

Ich gefalle euch nicht

Ich muss euch nicht gefallen

Ihr gefallt mir auch nicht

Ich kanns nicht mehr

Alles ist vergiftet

Jahr um Jahr haben wir das Gift eingeatmet

Es war überall, im Boden, in der Luft, im Essen, in euren Worten

Es hatte bei jedem eine andere Wirkung

Und es wirkte heftig, es wirkt noch immer und es wird vermutlich noch solange nachwirken bis wir sterben

Kein Raum mehr für Verständnis

Kein Platz mehr

Er wird immer enger und war immer viel zu eng

Der Raum schrumpft und schrumpft aber ich werde einfach immer weiter wachsen

Ich bin dem so weit entfernt, dass uns Welten trennen

Uns haben schon seit jeher Dimensionen unterschieden

Gleiche Zeit, völlig andere Ebene

Selbe Sprache, völlig unterschiedliche Bedeutung

Ihr habt meine Wurzeln zerschnitten

Aber ich bin einfach weiter gewachsen

Ohne euch, trotz euch

Gift..das Gift, ich kann es regelrecht schmecken

Es ist unsichtbar, geruchlos, gefährlich

Aber ich schmecke es auf meiner Zunge

Ich spüre es in meinen Eingeweiden

Es brennt

Es zersetzt

Es zerstört

Es ist langsam eingesickert, immer tiefer

Steter Tropfen höhlt den Stein

Hat sich abgelagert, hineingefressen

Ich wachse trotzdem weiter

Das ist meine kleine Rache

Dass euer Gift keine Wirkung mehr hat

Weil ich will dass es keine Wirkung mehr hat

Auch wenn es nach wie vor seine Wirkung entfaltet

 

Aber

Ich wachse weiter

Auch oder gerade weil: ohne euch

 

Silver

 

 

 

Dienstag, 26.03.19  Epochal

 

Ich finde ja, ein Wort wie epochal findet in unserem Alltag viel zu wenig Anklang. 

Epochal, Leute, epochal.

 

Silver

 

 

 

Nochmal Mittwoch, 20.03.19  Io

 

Nichts im Leben ist Für immer.

Der Tod ist für immer.

Vielleicht ist es für ein Leben lang aber daran kann ich nicht wirklich glauben.

Zu viele Steine im Weg und Unabwägbarkeiten und Wendungen und allgemeine Unberechenbarkeit.

Ich möchte es gern sagen und ich möchte es gern zeigen.

Aber all diese unvorhersehbaren Einflüsse halten mich davon ab.

Ich will mich nicht kopfüber in die Wellen stürzen, ohne zu wissen, was im Wasser, in der Tiefe auf mich lauert.

Ich will nicht meine verdammte Seele auf den Pokertisch werfen und alles setzen, was ich habe.

Alles oder Nichts ist die Devise, war sie schon immer und kann auch gar nicht anders sein.

Du bereust am Ende nur die Dinge, die du nicht getan hast.

Ne. Man bereut sie genauso wie Dinge, die man getan hat und die sich am Ende als totale Vollkatastrophe entpuppten.

Man bereut sie auch nur, weil man nicht weiß, was gewesen wäre. Weil man sich immer vorstellen kann, wie grandios dieses Ding gelaufen wäre und welch epische Erinnerung geblieben wäre.

Man bereut sie, weil man am Ende nichts zu bereuen hat, nur die Vorstellung hat, was hätte sein können, was oft im Nachhinein positiver gewertet wird als es möglicherweise war. Sonst hätte man es ja getan.

Bereuen an sich ist also eigentlich unnötig. 

 

Und ich kann mich nicht entblößen.

Ich kann nicht sagen, wie unauslöschbar du in jedem Stück von mir verankert bist.

Ich kann mich nicht offenbaren.

Wie jeder Gedanke immer auch ein kleines Bisschen Du bist.

Wie jeder Handschlag und jeder Schritt, den ich mache, Du bist.

Wie jeder Tag und jede Nacht Du bist.

Wie Du ein Segment in jedem Großen und Ganzen bist.

Wie jeder meiner Träume mit dir anfängt, genau wie jeder Morgen und dann wieder jede Nacht.

Wie einfach alles schmerzt.

Wie jeder Atemzug und jeder Schritt und jeder Traum und jedes Aufwachen immer wieder schmerzt.

Ich kann meine Schwäche nicht offenbaren.

Muss ich vielleicht auch nicht, wo sie doch nackt und hilflos vor den Augen aller, so sichtbar daliegt, dass es sehr verwunderlich wäre, sie zu übersehen.

Ich kann Glück nicht akzeptieren oder annehmen.

Ich habe keine Wahl. Es wird immer ein wenig am eigenen Ast gesägt und ein Bisschen Öl ins Feuer gekippt und der Sicherheitsgurt manipuliert. Es ist keine Wahl, ich kann es nicht ändern.

Weil das größte Glück auch immer die größte Schwachstelle ist.

Weil das Beste auch immer das Schlimmste werden kann.

Meine größte Schwäche bist Du. Meine allergrößte Schwäche bin ich.

Ich denke, das solltest du wissen.

 

Silver

 

 

 

Mittwoch, 20.03.19 Weltglückstag

 

Heute habe ich einem großen, fremden Hund den Kopf gestreichelt und ihm einen Snack organisiert.

Das hat mich glücklich gemacht, einfach so.

 

Silver

 

 



Samstag, 16.03.19   Birthday!


Happy Birthday to me

Happy Birthday to me 

Happy Birthday anderes, creepy Silver-Ich
Happy Birthday to me

Dieser Zitronenmuffin mit der Kerze oben drauf sieht wirklich lächerlich aus
Ich muss sicher nicht erwähnen, dass ich in Wahrheit gar keinen Zitronenmuffin habe, nichtmal einen Keks
Ich feier trotzdem, 5 Jährchen, da darf man mal die Korken knallen lassen 
Blubber, schlürf, aah..
Sollte eventuell dieses unnötige Gesetz durchkommen und dann bis  in die Untiefen des Neulands vordringen und mein kleines Eiland hier entdeckt werden (auf der Karte nichtmal zu sehen, nur nachdem man ordentlich rangezoomt hat sieht man so'n Punkt-aaah! Silver Island, Silbernes Ödland aber mit Wasserfall, abgespaltenes Stück Vulkangestein, weit weit abgetrieben und fern jedweden Festlands, dennoch oder korrekt gesagt, eben darum Alleinherrschaft weil, ist halt sonst keiner da und ich kann machen was ich will. Demokratische Anarchie, ich frage mich selbst und entscheide dann allein. Voll praktisch.
I am the King of my Castle, ich glaube, ich hab Käse da.
Jedenfalls sollte und wenn und im Falle der Fälle.. irgendwo findet diese Oase der Silbrigkeit ein neues Zuhause.
Das Silberlein ist zäh wie angebrannte Aubergine.
Aber abwarten und Tee auf der Veranda unter der Palme trinken.
Irgendwo muss die Klammer wieder zu.
Mein Kingdom hier. Die Türen sind aber trotzdem immer geöffnet.
) bittesehr.

Happy Birthday to me.

Silver



Donnerstag, 14.03.19   Ausgrabungen

 

Diesen Post habe ich in der Ablage entdeckt. Warum habe ich ihn da versteckt? Dieses Schmuckstück kann ich doch niemandem vorenthalten!

Die Antworten würde ich auch heute 1:1 so wiedergeben. Möglicherweise wäre ich ein anderer Planet. Aber ich weiß noch nicht genau, welcher.

Und ihr so?

 

Freitag, 8.04.16            Sinnlos

 

 

Gestern Abend war ich wieder mal am rastlos-in-der-Wohnung-umherlaufen.

Dabei wollte ich doch die Finger von Lakritzschnecken lassen, da zuviel von denen Herzrasen und Unruhe bei mir auslösen.

Und außerdem dachte ich wieder über allerlei sinnlose Dinge nach, wie meistens.

Letztens dachte ich vorm Einschlafen nach und kam auf eine echt witzige Idee. Ich fühlte mich echt genial, so als hätte ich gerade Monopoly erfunden.

Beim Googlen merkte ich aber schnell, dass es das, was mir so spontan einfiel, schon lange gibt, was mich nun nicht davon abhält, diese sinnlosen Fragen trotzdem zu beantworten. Die folgen unten.

Außerdem habe ich gestern einen Begriff für meinen offenbar immer zu ernsten/abwesenden Gesichtsausdruck gefunden: Resting-Bitch-Face.

Den begeisterten und aufmerksamen Lesern dieses Blogs wird nun auffallen, dass ich in einem älteren Post mal schrieb, ich 'kommentiere' jede Emotion mit einem Gesichtsausdruck.

Stimmt schon, das habe ich mir angewöhnt, nachdem ich ständig gefragt wurde, ob bei mir alles ok sei, ob ich schwerwiegende Probleme hätte oder jemand gestorben ist und warum ich so böse gucke.

Irgendwann wird das einem zu bunt. Wenigstens habe ich mir kein Dauergrinsen angewöhnt.

Ich finde es allgemein nervig, andere Leute auf ihre Angewohnheiten oder ihren Gesichtsausdruck anzusprechen. Es ist irgendwo respektlos; genauso wie jemanden auf seine Plauze aufmerksam zu machen (wird dem stolzen Plauzenträger auch noch gar nicht aufgefallen sein..) oder zu bemerken, jemandes Lache klingt wie ein Hirsch in der Brunftzeit. Muss man nicht machen.

Meine Gesichtsakrobatik beschränkt sich glücklicherweise auf die Momente, in denen ich gerade mit meinem Gegenüber interagiere, jetzt kann ich's mir abgewöhnen und mein altes Gesicht aufsetzen. Wenn wieder jemand fragt, was mit mir ist und ob mir eine Laus über die Leber gelaufen ist, kann ich wenigstens damit kommen, dass ich ein RBF habe..ha, google es doch!

Alle, die auch darunter 'leiden', entspannt euch also, ist nichts schlimmes, ist euer Gesicht und fertig.

Nun zu den Fragen.

Da ich keine Freunde habe die ich mit so sinnfreien Dingen belästigen kann, habe ich überlegt, kurz bei den Nachbarn zu klingeln und um 'Was wärst du wenn...'-Fragen zu bitten. Aber am Ende kommt noch sowas wie, Was wärst du wenn du ein Damenslip wärst oder so.

Ich wäre auf keinen Fall ein String-Tanga. Ich will überhaupt kein Slip sein. Aber es geht ja darum, was zu einem passen würde, charakterlich, nicht, was einem am besten gefällt.

Ich wäre dann wohl ein bequemer Baumwollschlüpper oder ein Rio Slip.

Nä, ich habe mir daher selber Fragen überlegt, was nicht einfach war, sich da Antworten zu überlegen, auch nicht.

Hier also ein paar Fragen&Antworten ..

'Was wärst du wenn ....'.

Viel Vergnügen.

 

 

 Was wärst du wenn...

 

-du eine Krankheit wärst?

Ich schwanke zwischen der Angststörung, gepaart mit gelegentlichen Panikattacken und dem Stalking, nicht davor zurückschreckend, in deine Wohnung einzubrechen und in deinem Bett zu schlafen. Und als Andenken ein Sweatshirt von dir zu klauen(..was ich selbstverständlich NIEmals tun würde!)

 

-du eine Uhrzeit wärst?

Ich wäre Mitternacht

 

-du ein Getränk wärst?

Cola Zero. Sieht echt aus, ist aber Fake und dennoch ein eigenes Getränk. Schmeckt trotzdem gut

 

-du eine Süßigkeit wärst?

Schokolade. Ist meist ganz süß und macht glücklich, von Zuviel davon bekommt man allerdings ein schlechtes Gewissen. Wie von jeder Süßigkeit

 

-du eine der sieben Todsünden wärst?

Warum stelle ich mir selbst Fragen, die ich nicht leicht beantworten kann?

Ok, ich wäre sogar drei.. 1.Zorn 2.Trägheit 3.Hochmut, wobei 1-3 nicht die Ausprägung darstellt

 

-du ein Tier wärst?

Eine Kreuzung aus Faultier, Chamäleon und einer Katze..O.o

 

-du ein Planet wärst?

Womöglich der Jupiter- nichts als heiße Luft.

Oder gar kein Planet sondern der Mond, ich brauche etwas, um das ich kreisen kann, was mich anzieht, sonst drifte ich in unendliche Weiten ab, such dir eins davon aus

 

-du eine Kunstrichtung wärst?

Ich wäre nur ein Bild, Sternennacht von Van Gogh

 

-du ein Wort wärst?

Vielleicht

 

-du ein Fremdwort wärst?

Kapriziös

 

-du Wetter wärst?

Wetter? Ich wäre ein lauwarmer Frühlingstag, an dem man noch leicht die Kälte des Winters spürt aber bereits erste Knospen spriessen, am Abend würde ein Sturm aufziehen, mit einem heftigen Regenschauer und Sturmböen

 

-du ein Gesichtsausdruck wärst?

Ich wäre ein zweifelnder und ziemlich forschender Blick

 

-du eine Farbe wärst?

Da Schwarz ja eigentlich keine Farbe ist (uneigentlich aber schon)..Lila/Violett

 

-du ein Kleidungsstück wärst?

Ein Kapuzenpulli

 

-du eine Blume/Pflanze/ein Baum wärst?

Immer noch ein Kaktus, witzig irgendwie, pflegeleicht und robust aber empfindlicher als man denkt, piekst wenn man nicht aufpasst, bei richtiger Haltung und intensiver Pflege blüht er sogar auf

 

-du eine Zahl wärst?

Eine 7 (Sieben) oder eine schlafende, auf der Seite liegende 8 (∞) ;)

 

 

Das war's. Mehr Ideen? Mehr Fragen?

 

Probiert es mal selber aus, ist witzig und gar nicht so einfach.

 

Silver

 

 

Dienstag, 12.03.19 Verwobene Träume

 

Wenn ich dich nur aufwecken könnte.

Und dir zeigen könnte, was ist.

Was aber ist, wenn ich die bin, die schläft?

Und ich bin gefangen in diesem komischen Traum. 

Ich warte darauf, endlich einzuschlafen und wandere umher und dabei träume ich bereits, die ganze Zeit?

Kannst du mich nicht wecken?

Du weckst mich auf und ich bin ganz verwirrt.

Du rutschst ganz nah an mich ran und nimmst mich in deine Arme. 

Du streichst über meine trockenen Lippen und lächelst dabei.

Das machst du jedes Mal und ich glaube, du merkst nichtmal, dass du lächelst.

Und manchmal lächelst du nur in dich hinein.

Du blinzelst einmal und atmest aus, kurz und tief, als wärst du überrascht.

Ein Lächeln innen drin, für dich aber ich sehe es.

Ob du auch nicht glauben kannst, dass ich wirklich hier bin?

Ob du auch glaubst, dass wir der Traum in einem Traum sind?

Ich würde dich gern fragen.

Nachdem ich dein Gesicht unendliche Male studiert habe und noch beim unendlichsten Mal lächeln muss, weil ich es einfach nicht glauben kann, da würde ich dir gern von diesem komischen Traum erzählen, in dem bunte Sterne vom Himmel fallen und wie Brandbomben in den Boden einschlagen und alle durcheinanderrennen und ich aufpassen muss, nicht von einem dieser wahnsinnig schönen und todbringenden Sterne getroffen zu werden.

Aber ich fürchte, es ist auch nur ein Traum in einem Traum und weder du noch ich sind dort real.

Kannst du auch nicht glauben, dass das alles passiert und was und dass das nur ein Fiebertraum sein kann?

Ich wache einfach nicht auf, also schlafe ich wieder ein, und träume von dem Traum in einem Traum und wenn ich dich dann finde, und du mich weckst, werde ich dich endlich danach fragen.

 

Silver

 


Sonntag, 3.03.19  Jup


Es stimmt, ich bin nicht Kritikfähig.

Einfach weil ich denke, dass die Dicke meiner Schuhsohlen, mein Hintern im Speziellen, mein Humor oder wie ich etwas empfinde, absolut nicht die Grundlage irgendeiner Form von Diskussion zu sein hat. Es ist lediglich deine Meinung, nicht das einzig mögliche, endgültige Urteil.


Silver




Mittwoch, 23.01.19  Auf Anfang


Auf dem Boden in meiner komplett leeren Wohnung sitzen 

So gut wie nichts da, das ist kein Minimalismus, das ist spartanisch für Fortgeschrittene
Weiße Farbsprenkel im Gesicht, Pizza essen
Ich spiele dir was von The Cure vor und wir lauschen Justus' altklugen Ausführungen im neuesten Fall
Du würdest es mögen 
Alles auf Anfang, gehe zurück zum Start, gehe sieben Felder zurück 

Ja bitte

Wir beschliessen mitten in der Nacht durch die Straßen zu streifen

Sich umsehen, was hier so los ist. Die Stadt ist eine andere bei Nacht.
Die Geräusche, die Atmosphäre 

Ah, das ist Liebe


Ich zeige dir den Nachthimmel und ich schweige über mein Halbwissen, doch du würdest nicht lachen und es mir vorhalten. Du würdest nichts dergleichen ausnutzen um dich wichtig zu machen und über mich zu stellen.

Du nicht.

Wir reden über alte Filme weil du sie auch magst und battlen uns mit Filmzitaten.
Dir muss ich nicht erklären, das unsere Erde rund ist
Und selbst wenn sie es nicht wäre
Es wäre mir scheißegal und du wüsstest es.
Es wäre trotzdem unsere Erde, unsere ganze Welt und sie wäre noch immer atemberaubend und lebenswert, denn es wäre noch immer und für alle Zeit unser Zuhause

Dir müsste ich nichts erklären
Du verstehst meine Widersprüche, diese endlose Aneinanderreihung von Widersprüchen und du fragst nicht nach dem Warum weil du nichts mehr fragen musst

Du wüsstest, dass nicht immer nur a,b oder c geht, sondern auch das ganze Alphabet auf einmal, in verkehrter Reihenfolge
Weil es so ist weil ich so bin
Und wärst du auch so
Das wäre perfekt


Wir sind Gegensätze

Gegensätze ziehen sich vielleicht an Magneten an

Aber wir sind keine Magneten

Wir stossen uns ab, Gegensätze ziehen endlose Kompromisse und unendlich belastende Geduld nach sich

Warum ich?


Alles was du an mir kritisierst fehlt dir selbst
Alles was dich ausmacht ist dein viel zu großes Ego
Ich kann dich ausziehen, deine Klamotten vom Leib reissen und glaub mir, das wäre alles andere als romantisch
Ich schäle dich ab, Schicht für Schicht, bis nur noch dein nacktes Skelett übrig ist
Und was hättest du dann noch
Was ist es, das dich ausmacht?
Dein Ego wird platzen wie ein Ballon, deine Fassade ist instabil, nur aufgeblasen mit heißer Luft
Den bunten Bandsalat und alles dazwischen, was du an mir nicht magst, ist all das, was mich ausmacht
Es ist zuviel was du niemals sehen wirst, nicht mit deinen Augen, nicht mit deinem Verstand
Wir sehen so viel und sind doch so blind

Gar nichts verstehst du
Du bist nur von außen bunt

Ich von innen

Ja, ich bin verrückt

Nicht blöd oder leichtsinnig oder hirnlos gackernd am Prosecco nuckeln und laut sein

Das ist nicht verrückt 

Das ist..nicht ich

Das ist nicht, was ich meine

Vielleicht ist das richtige Wort 

Leidenschaft

Aber psst..

Weißt du, was ich richtig gut kann?

Schauspielerei

Ich habe das Gefühl, ich spiele Theater

Ich habe einen Preis verdient

Immerhin improvisiere ich seit Jahren

Ohne vorgegebenen Text, ohne Drehbuch

Einfach in die Szene reingeschmissen und drauf losspielen


Ich gucke so unschuldig wie nötig und verhalte mich angepasst wie möglich, okay? Nicht, das dir am Ende nicht gefällt wie ich gucke oder wohin

Oder worüber ich lache oder das ich überhaupt lache

Wo kommen wir denn da hin?

Sonst explodiert wieder wer, und ich bin am Ende wieder verantwortlich weil irgendwer angepisst ist

Ich versuche, nicht glücklich zu sein weil du mit deiner Gesamtsituation unzufrieden bist

Logisch

Wie kann ich es wagen?!

Das witzige an einer Gehirnwäsche ist ja, dass der mit dem gewaschenen Gehirn gar nicht merkt, wie er durchgespült und durch die Mangel gedreht wurde

Schon, tief drinnen, da kribbelt was

Erstmal wieder klar zu werden, das Gift rauszuwaschen, dass ist schmerzhaft und der Druck zerquetscht dich beinahe


Verrücktheit, Leidenschaft
Vielleicht ist das der Grund warum du all das zerstören willst

Das du alles zertreten willst, was ich mag
Warum es dir egal ist, wenn sich die Nacht über meine Seele legt
Wenn alles Bunt wegradiert wird

Aber dann schlägt meine Stunde

Weil ich dann nicht mehr ich bin

Oder ist es genau anders herum?

Wenn ich den bis zum Bersten gespannten Ballon zerfetze und die letzten Schnipsel deines aufgeblasenen Egos hinweggefegt werden

Vielleicht dringt dann irgendwas zu dir durch
Vielleicht bist du auch nur zufrieden wenn es allein für dich hell genug ist
Während um dich herum alles in einem schwarzen Sumpf versinkt


Den Oscar, den bekomme ich

Kein Grund sich zu freuen


Silver




Mittwoch, 16.01.19 Zitrone oder Pudel


Und am Ende deiner grotesken Gedankengänge angelangt, wäre es doch egal...denn selbst wenn unser Universum ein rosa Pudel wäre, wäre es nicht von echter Bedeutung. Weil es keinen Unterschied macht, WO wir uns befinden oder wie wir es nennen.

Wir selbst sind der Unterschied, der Ursprung, der Grund.

Daher würde es doch keine Rolle spielen, für dich, mich und nahezu alle anderen Menschen auch nicht.

Am Ende ist es einfach genau so, wie es zu sein scheint.

Möglicherweise ist alles so, wie es ist.

Und das wäre wohl das schlimmste für dich- zu sehen, dass es dahinter gar keine Geschichte gibt.


Silver




Mittwoch, 9.01.19  2019


So, da wären wir also in einem weiteren neuen Jahr angekommen.

2019. Es sind fast 5 Jahre hier.

5 Jahre.
Ich habe eine leichte Aversion gegen ungerade Zahlen und doch ist meine Lieblingszahl die 7.
Es gibt keinen tieferen Grund für die Aversion und auch keinen, warum es die 7 ist.
Es muss nicht immer einen tieferen Grund haben und auch keinen Sinn.
Es wäre nur ganz schön wenn einmal eine Sache die mit mir zu tun hat, nicht paradox wäre.
Ich weiß noch, das ich immer versuchte, fast allem was ich tat, einen tieferen Sinn zu geben.
Eine Bedeutung.
Ich wollte um keinen Preis oberflächlich oder simpel erscheinen.
Vielleicht weil ich genau das war. Vielleicht aber auch, weil alles um mich herum oberflächlich war, niemand den ich kannte, Tiefe besaß oder ich nicht zu ihr durchdringen konnte und nichts von ehrlicher Bedeutung war.
Viel zu schnell ging Vertrauen und Nähe verloren wenn sie überhaupt vorhanden waren.
Für Menschen mit denen ich gestern noch sprach war ich heute unsichtbar und ich habe selten begriffen, warum.
Mir wurde nie etwas erklärt und auch nie zugetraut, (dennoch) zu verstehen.
Ich konnte also nur erahnen, nicht wissen.
Und es war kalt. Und es war still. 

Also wurde ich es auch.
Ich habe versucht, etwas mit Bedeutung zu finden und die Wärme zu sein, die ich immer vermisste.
Allem und jedem die Tiefe zu geben, die in mir selbst vereist war.
Ich selbst bin dabei langsam geschmolzen und musste dann erkennen, dass in nur wenigen Menschen, die mir begegnet sind, die Bedeutung zu finden war, die ich ihnen gab.
Ich hoffte auf die Zeit. Aber musste auch hier verstehen, dass das keinen Unterschied macht.
(Ich warte weiter.)
Ich wäre in der Kälte beinahe erfroren.
Ich wollte nie, dass das anderen passiert.

Aber sich aufs Glatteis zu begeben, kann gefährlich werden und wenn es ganz blöd läuft, brechen alle ein.

Manchmal muss man sich selbst retten und andere zurücklassen.

2019.
Man darf den Eindruck haben, es sei sehr unpersönlich hier.
Dabei habe ich diesen Eindruck gar nicht.

Aber, ich schaue auch nicht nur von außen auf ein paar Zeilen, oder werfe einen flüchtigen Blick auf schlichtes Schwarzweiß. 

Ich habe all die Worte hier geformt und manchmal, wenn mir danach ist, und ich in der Zeit zurück gehe und lese, was ich 2015 oder 16 schrieb, kommt mir das nicht vor, als wäre ich das gewesen.

Es scheint Ewigkeiten her.

Und vor meinem inneren Auge rasen Bilder vorbei, die Sonne, wie sie aufgeht und untergeht, den wirbelnden Nachthimmel, Tag, Nacht, alles rast vorbei und Zeit verfliegt und ich habe den Eindruck, jeder ist mit in der Zeit gerast, wurde mitgerissen und ich frage mich oft, wo sie aufgeschlagen sind. Nur ich stehe immer noch hier und bewege mich nicht fort.

Schnelligkeit scheint mich zu lähmen.

Vielleicht bin ich auch eine beruhigende Konstante.

Aus etwas Schlechtem etwas Gutes machen. 

Übung macht den Meister, oder?


Nein. Es ist alles andere als unpersönlich. Alles andere als oberflächlich.
Mit der Zeit habe ich mich getraut, über sehr persönliche Dinge zu schreiben. Nur vielleicht nicht mit der Klarheit und Direktheit, die auf den ersten Blick alles sagt und keine Zweifel oder Fragen offen lässt.
Das ist halt meine Sprache, meine Art mich auszudrücken.
Aber es ist das persönlichste überhaupt.

5 Jahre durch den Nebel irren.

Mal sehen, wie dicht der Nebel noch ist.

Wie lange ich hier noch herumgeistern werde.
2019.

Verrückt.

(Ich versuche weiterhin, etwas mit Tiefe und Wärme zu erschaffen.

Und wenn es nur für mich selbst ist.)

(Winzig klein und kaum zu verstehen.)

 

Silver




Freitag, 28.12.18  Impulse


Wenn du nur noch aus Instinkt bestehst

Dich leiten lässt

Deinen Impulsen folgst  

Nach dem handelst, was untrennbar in deiner DNA verwurzelt ist

Kann es doch nicht falsch sein

Selbst wenn es dich geradewegs in die Tiefe leitet, kann es doch nicht falsch sein?

Weil es keine Reue gibt und keine Schuld und kein Bedauern

Denn jeder Impuls bist Du, rein und unverfälscht

Und du lässt es einfach geschehen

Weil es keine Frage mehr ist

Weil es keine Wahl mehr ist

Ist das die Freiheit nach der du dich sehnst?

Ist das die Freiheit von der du sprichst?


Silver





Sonntag, 2.12.18  Herr K.



Wenn Du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind und was weiß ich von den Deinen.

Und wenn ich mich vor dir niederwerfen würde und weinen und erzählen, was wüsstest Du von mir mehr als von der Hölle, wenn Dir jemand erzählt, sie ist heiß und fürchterlich.

Schon darum sollten wir Menschen voreinander so ehrfürchtig, so nachdenklich, so liebend stehn wie vor dem Eingang zur Hölle.

Ich schreibe anders als ich rede,

ich rede anders als ich denke,

ich denke anders als ich denken soll und so geht es weiter, 

bis ins tiefste Dunkel.


Franz Kafka



Ach Herr Kafka, wie gern hätt ich Dir ein Eis spendiert.



Silver





 Samstag, 1.12.18   Äh..




"Grundsätzlich fast immer"


"Ganz sicher vielleicht"



Ich drehe mich im Kreis



Silver





Freitag, 16.11.18 Zerdenke die Gedanken

 

Egal wie ausgeklügelt, weitreichend und realistisch deine Gedankenspiele auch sind.

Du bist nie so darauf vorbereitet, wie du glaubst zu sein.

 

Positiv wie negativ.

 

 

Silver

 

 

 

Sonntag, 28.10.18  Inhoud waarschuwing?

 

Ich kann nicht einschätzen, wer im speziellen oder ob hier überhaupt jemand liest, und wenn, ob es verschiedene oder stets die selben Personen sind.

Und noch viel weniger kann ich einschätzen, wie meine Worte eigentlich wirken, wie sie ankommen.

Dass sie nicht immer ein Quell der Lebensfreude und Positivität sind, ist mir natürlich schon bewusst.

Falls es also einen sehr zart besaiteten Menschen getroffen hat oder ganz allgemein die Nase gerümpft wird bei Themen, fern von Blumenwiesen und Einhörnern, möchte ich einmal und dann nie wieder eine niedliche Inhaltswarnung aussprechen. Aber in putzigem niederländisch, das nimmt dem ganzen zwar die Ernsthaftigkeit aber mal ehrlich.

Ob das irgendwo steht oder nicht, jeder würde trotzdem lesen und als so verstörend empfinde ich den Kram hier nun wirklich nicht.

Da gibt es wesentlich krassere Sachen.

Aber dennoch.

Verwantwortungsbewusst wie ich bin..inhoud waarschuwing!! Voorzicht!!

So.

Die krassen Sachen stehen in den Startlöchern.

Aber heute ein kurzer Gedanke, den ich hatte. Den ich zwar immer wieder habe aber eben nur kurz.

Ich finde es wahnsinnig interessant, wie Trends entstehen.

Wo so etwas seinen Ursprung hat, wer sowas in die Welt setzt und wie es kommt, dass dann fast jeder das nachmacht. Wer überhaupt irgendwelche Pappnasen zu Influencern macht, ich will nicht influenciert werden, das klingt krank.

 

Ein Trend von vielen ist mir in letzter Zeit besonders aufgefallen, der mir, wie sollte es anders sein, wie so ziemlich jeder Trend auf die Nerven geht.

Pflanzen und Tieren unmoderne Namen geben.

Ach wie lustig.

Jetzt werden schon wehrlose Kakteen gemobbt.

Arme Hunde heißen plötzlich Norbert.

Eine Orchidee Kunigunde.

Mein Herz blutet.

Mein Hund heißt nicht Meierhans!

Hätte ich einen. Ich habe keinen. Das macht mich traurig.

Hätte, Wenn und Aber sollten ersatzlos aus unserem Wortschatz gestrichen werden.

Petition steht unten zum Download bereit.

Es gibt nur Ist, Wird und ein Pendant zu Aber fällt mir gerade nicht ein.

 

Das doofe an Trends: manchmal mag man leider genau das, was andere auch mögen, einfach, weil mans mag.

Schon ist man voll drin im Game.

Vor allem wenn man manchmal doch so leicht zu beeindrucken ist, wie ich.

Ich durchschaue das Spiel, ha! Ok, echt? Die Creme ist voll supertoll? Probiere ich doch mal aus. Der Pulli ist nice, wo gibt es den? Ach ja.

 

Da ich aber ein Rebell, ein kleines Anarchistenarschloch bin (weil Anarchisten ja soo scheiße sind), das sich gerne völlig sinnlos gegen den Uhrzeiger dreht, werde ich meine Pflanzen nicht mobben.

Ich werde mich an diesem unmenschlichen Treiben nicht beteiligen! 

Meine Pflanzen sind cool und Miss Jane Marple ist eine grossblättrige Grünpflanze (was denn sonst?) und ein Kaktus von beachtlicher Größe kann ja nur Jack London heißen.

Die stets fast verreckende Grünlilie (was davon übrig ist) heißt Alice. Mal groß, mal klein, bisschen irre aber liebenswert- halbtote Grünlilie.

Jetzt brauche ich noch Edgar Allan Poe.

Hab noch keine Idee. 

Vielleicht eine Kletterpflanze, irgendwas sprießendes.

Ideen?

Vielleicht nenne ich meinen Hund so. Meinen nicht existierenden Hund. Ich bin schon wieder traurig.

Nee, der heißt Vlad.

Vlad Dracula. Melodisch und schön und man braucht gar nicht im Boden zu versinken, wenn man den kleinen Scheißer beim Namen ruft.

Hm. Vielleicht heißt er dann doch lieber einfach Sirius B.

 

Ich influence jetzt auch, also die coolen Namen eurer Lieblings-was auch immer für Blatt und Fell ist jetzt Trend.

Ich seh' die Lawine schon rollen. 

 

Silver

 

 

 

 

 

Sonntag, 21.10.18   Nicht mehr  

 

Hab ich wirklich geglaubt, ewig so weitermachen zu können?
Hab ich geglaubt, es ewig vestecken und verdrängen zu können?
Ich frage mich immer, was andere wohl sehen, wenn sie mich ansehen und jedes Mal schäme ich mich wenn ich das Gefühl habe, dass jemand wirklich hinsieht.
Ich will nicht, dass sie es sehen,

dass sie es wissen.

Sie können es nicht sehen, ich lasse es sie nicht sehen.

 

Aber manchmal denke ich, manch einer schaut mich an als wüsste er es doch.

Schaut mitten in mich rein.

Das tut weh.
Ich schäme mich dafür, was dort zu sehen ist.

Ich fühle mich schlecht weil ich nicht so bin wie sie. Nicht so funktioniere wie es sein sollte.
Ich will so weitermachen weil alles andere einfach nicht geht.
Ich weiß, es ist womöglich nicht normal.

Streiche 'womöglich'.
Aber das ist, womit ich mich wohler fühle. Nur so kann ich irgendwie sein.
Aber ich kann schon lange nicht mehr und ich weiß nicht, wie lange ich noch so weitermachen kann.

Nichtmal das gelingt mir im Moment noch. Nichtmal diese Nische funktioniert noch, nichtmal dort kann ich mich noch verstecken, nichtmal dort fühle ich mich noch wohl.

Wie soll man sich vor sich selbst verstecken? Vor seinen Gedanken und Gefühlen und diesem Arschloch von Dämon, der in deinem Kopf und deinen Eingeweiden wütet und nicht zu verdrängen ist?

Es ist ein Tanz auf dem Drahtseil. 
Leben ist das nicht so wirklich.
Aber für mehr ist keine Kraft da und irgendwie auch keine Lust.
Ich weiß einfach oft nicht, wofür oder wozu.
Wenn es so sein sollte..wirklich so sein sollte..wäre es nicht schlimm.
Es wäre doch irgendwo eine Erlösung.
Aber es täte mir unfassbar leid.
Es tut mir leid. Es tut mir leid, dass ich so denke.
Aber ich glaube, es wäre okay für mich.
Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal wirklich so fühlen würde. So wirklich mit einer tiefen Überzeugung und in diesen Momenten zumindest, einem inneren Frieden.
Aber es ist so. Und ich könnte es sowieso nicht ändern. Das macht es etwas leichter. 

Nur das ihr das wisst.
Es wäre nicht schlimm. Es wäre okay.

Es wäre wie Schlafen.
Und das tut nicht weh. 

 

Silver

 

 

 

 

Donnerstag, 20.09.18        Letztendlich scheißegal     

 

Vor, ich glaube 2 Jahren, gab es hier die erste und einzige Buchvorstellung. 

Und zwar von David Levithans Letztendlich sind wir dem Universum egal (im Original: Every Day).

Nach den ersten Seiten war ich schon begeistert von der Geschichte, vor allem vom Hauptcharakter 'A', einem körperlosen Wesen, einer Seele, die von Körper zu Körper wandert um dort für einen Tag zu leben. 

Es wird nicht geklärt ob A ein ER oder eine SIE ist, er weiß es selbst nicht, vielmehr ist A also geschlechtslos, ich allerdings habe ihn von Beginn an als ein ER wahrgenommen.

Was genau mich so berührte, an ihm und seinen Gedanken und wie er die Welt sieht, kann ich nicht wirklich erklären. Aber vieles erschien mir so vertraut und möglicherweise lag es auch an meinem eigenen seelischen Zustand damals, was mir allerdings nicht bewusst war. Und in kaum einem anderen Buch kleben so viele Post-its auf einen Haufen, ein buntes Sammelsurium an Zitaten und Gedanken und Anmerkungen. Daher muss ich jetzt über die Verfilmung schreiben, die ich, muss ich zugeben, von vornherein kritisch gesehen habe und kaum in der Lage war, mir das anzusehen.

 

Es gibt Geschichten, die funktionieren einfach nur auf dem Papier.

Und meines Erachtens ist Letztendlich sind wir dem Universum egal eine davon.

Aber natürlich muss ein erfolgreiches Buch sogleich ausgeschlachtet und entsetzlich reduziert werden, auf eine absolut inhaltslose und austauschbare Teenie-Romanze.

Sicher, vordergründig ist die Geschichte das auch aber eben doch viel mehr.

 

Ich bin schon relativ überrascht, dass Rhiannon selbst im Film für mich seltsam farblos und eindimensional bleibt.

Im Buch wird alles positive und das Bisschen Sympathie das ich für sie aufbringen konnte, einzig und allein durch A's Gedanken über sie, wie er sie wahrnimmt und was er über sie denkt, produziert.

Das fällt im Film weg, da diese Gedanken im Film gar nicht vorkommen.

Was genau es eigentlich ist, das ihn sogleich in ihren Bann zieht und er nicht mehr von ihr loskommt, bleibt verborgen.

Sie verkörpert das typische All-American-Girl, das Mädchen von nebenan, rein und süß aber man fragt sich dennoch, was er in ihr findet und nicht in einer der unzähligen 'Rhiannons', die Musik und Kunst mögen und mehr als nur eine oberflächliche Beziehung wollen und neugierig sind auf Neues und das Leben an sich, mit ähnlichen Sorgen und Problemen, einer ähnlichen problematischen (aber auch nicht so wirklich doll problematischen) Familienstruktur, im Grunde auch hier eigentlich nichts besonderes, eben wie jene, die es doch nun zu Hauf gibt.

In all der Zeit, die er als Seele von Körper zu Körper switcht, gab es nicht eine einzige andere 'Rhiannon'?

Sicher, alle anderen Protagonisten im Film dümpeln nur so auf der Wasseroberfläche umher, noch farbloser als Rhiannnon selbst. Sie taucht wenigstens etwas in die Tiefe, jedoch nur bis kurz unter die Wasseroberfläche. Es wird wirklich alles versucht, ihre Figur sympathisch darzustellen, für mich ist und bleibt sie zu glatt und nicht wirklich greifbar.

 

Im Buch hat sie erhebliche Probleme A näher zu kommen, wenn A in Gestalt eines Mädchens oder eines Jungen erscheint, den man gemeinhin als 'nicht so attraktiv' bezeichnen würde.

Im Film fragt er sie einmal, als Mädchen, ob das ein Problem für sie ist, was sie verneint. Als sie das Wochenende im Ferienhaus verbringen, bemerkt er allerdings, dass ihr Enthusiasmus auf sein attraktives Äußeres (als Junge) zurückzuführen ist, was sie keck bestätigt.

Allgemein geht Rhiannon im Film wesentlich toleranter mit der Schwierigkeit um, A's Wesen zu lieben aber eben jeden Tag in einer anderen Erscheinung, auf die er keinen Einfluss hat.

Dass das ein ganz verständliches Problem ist, kann man ihr allerdings nicht wirklich vorwerfen. Im Film ist das alles gar kein Problem für sie, was mir einmal mehr so vorkommt, sie unbedingt makellos rüberbringen zu wollen.

Einmal wacht er sogar in Rhiannons Körper auf, näher kann man einem Menschen kaum kommen, als einen Tag lang als diese Person zu leben, in seine Gedanken einzutauchen und die Kontrolle zu übernehmen. Hier wäre die Gelegenheit gewesen, alles reinzuschmeißen, den einen aha-Moment zu kreieren, stattdessen folgt eine typische Dad-Geschichte und die Momente, in denen sie stark und witzig rüberkommt, legen daran, dass sie A ist, schräg.

Am Ende hat Rhiannon sogar noch einen Rat in Beziehungs/Ehefragen für ihre Mom parat..nicht auszuschließen aber in dem Zusammenhang eher anstrengend.

 

Im Film fehlt der nicht unwichtige Part mit diesem Prediger, eben einer der wesentlichen Gründe auch, weshalb A sich überhaupt ernsthaft überlegt, fortzugehen.

Was ich haarsträubend finde, in beiden Fällen, ist das Ende. Geht es doch eigentlich die ganze Zeit in der Geschichte darum, dass du das Wesen eines Menschen liebst, seine Seele, das, was du nicht erklären kannst. Genau das Gegenteil also von dem, was A am Ende Rhiannon als 'Lösung' präsentiert.

Hier, der Typ mag die gleichen Dinge, er ist witzig, echt und auch tiefsinnig und ist auch sonst voll 'dein Typ'. 

Mag sein. Aber er ist nicht A.

Und warum hat sie ihn nicht vorher wahrgenommen? Weil er vielleicht eben doch nicht so typisch ins Bild passte, wie ihr Ex-Freund Justin? Der hübsche, gut gebaute, sportliche, selbstbewusste und beliebte Typ, der aber gar nicht weiß, was er da doch für einen Schatz vor sich hat und sie sträflich als selbstverständlich sieht ohne sie jedoch wirklich kennen lernen zu wollen? Hier jagt dann doch ein Stereotyp das nächste.

Plötzlich meint Rhiannons Freudin, er (Nathan) hätte schon immer zu ihr gepasst, wo er doch aber vorher gar keine Rolle spielte, na wunderbar. Aber er ist immer noch nicht A.

Das Ende ist für mich nicht stimmig mit der Geschichte und ihrer Aussage an sich. 

Ist es am Ende doch so einfach, sich zu verlieben, spielt dann die Seele doch nicht die entscheidende Rolle, hauptsache die Rahmenbedingungen stimmen?

Ist es eben genau so nicht, weshalb A selbst plötzlich der Blitz traf, in Form von Rhiannon und nicht bei einer der unzähligen Mädchen, die er bis dato nun wirklich in und auswendig kennen lernen konnte?

Für mich ein Widerspruch aber gut. Für mich persönlich ein stimmiges Ende wäre, A hätte Rhiannon nicht den nächsten Freund an die Seite gestellt, sondern sie wäre erstmal allein geblieben, um herauszufinden, wer sie eigentlich ist und was sie will. A hat sie auf einen guten Weg gebracht, ein in der Hinsicht offenes Ende wäre mir lieber gewesen.

Allerdings-um noch einen versöhnlichen Abschluss zu finden- ist nicht wirklich klar ob Rhiannon und Nathan tatsächlich ein Paar werden oder zunächst einfach Freunde.

Und dass A sich überhaupt darum gekümmert hat, Rhiannon einen würdigen besten/festen Freund zur Seite zu stellen, spricht letztendlich ja wieder für ihn und seinen Charakter, den man einfach nur ins Herz schliessen kann.

 

Das Buch selbst bleibt für mich eines der schönsten überhaupt, was wohl mehr eine persönliche Sache ist, denn natürlich ist es kein Meisterwerk, welches in die Geschichte eingehen wird.

Ähnlich berührend in dieser Kategorie ist übrigens 'Der Märchenerzähler', das hat sich eingebrannt bis unter die Haut.

 

Ein anderer Teeniefilm der mich dezent aufregte, bzw. etwas enttäuschte, war Sierra Burgess is a loser.

Tatsächlich bin ich auch mittlerweile einfach kein Teenie mehr, meistens nicht mal  mehr im Kopf, weshalb ich solche Filme mit kritischeren Augen sehe aber es gibt wirklich wesentlich schönere Filme dieses Genres.

 

Anmerkungen? Ins Gästebuch.

 

 

Damals, 2015: Herzlichen Glückwunsch zum ersten Nervenzusammenbruch, der nicht so heißt aber viel passender ist als 'psychischer Ausnahmezustand'. 

Bei Ausnahmezustand denke ich an brennende Autos, fliegende Pflastersteine und schwarze Klamotten, gut, passt doch irgendwie.

Hier, warum auch immer, mein Nervenzusammenbruchsong (der Song ist nicht Schuld daran, erinnert mich nur immer daran- ich mag ihn trotzdem noch:))

 

The Wallflowers~Empire in my mind

 

 

Silver

 

 

      

 

Freitag, 24.08.18    Auf ein Wort

 

"Turn it into something beautiful"

 

Wenn man es nicht loswerden kann, muss man lernen, damit zu leben.

Und wie man damit umgeht, ist Sache des Betroffenen. 

Alles, was auch nur minimal hilft, sollte mehr als legitim sein.

Ich habe den Eindruck, bei keiner anderen Erkrankung wird so heftig und so negativ und so viel diskutiert, wie bei psychischen Erkrankungen.

Allen voran stehen sowieso erstmal Zweifel, ob dem eigentlich wirklich so ist.

Oder ob sich das jemand nur ausdenkt, und so tut, als ob.

So wie in unserer Gesellschaft mit Depressionen umgegangen wird, gleicht es doch einem gesellschaftlichen Selbstmord, so zu tun, als wäre man nicht gesellschaftsfähig. Wer sollte sich so etwas wünschen.

Wer sich wirklich ernsthaft eine Erkrankung wünscht, ist doch auch krank. 

 

Nirgendwo sonst haben so viele Leute eine Meinung zu etwas, von dem sie so wenig Ahnung haben, was sie so wenig verstehen.

Viel Meinung bei gleichzeitiger Ahnungslosigkeit ist nur dann sympathisch, wenn es nicht ernst gemeint ist.

Ansonsten ist es unangebracht, sich überhaupt eine Meinung zum Gesundheitszustand eines anderen Menschen zu erlauben.

Wir leben in einem freien Land, jeder kann jederzeit seine Meinung zu allem und jedem äußern. Wenn man keine Ahnung von Politik hat und sich alle 4 Jahre wieder fragt, wer eigentlich den Bundeskanzler wählt, kann natürlich trotzdem eine Meinung zum aktuellen Zustand Deutschlands haben.

Man kann eine Meinung zu nicht existenten Radwegen haben, obwohl man gar kein Fahrrad besitzt. Man kann sich über die Benzinpreise oder die Maut ärgern, obwohl man gar kein Auto fährt.

Wer allerdings noch nie eine Drachenfrucht in der Hand hatte und gegessen hat, kann auch einfach keine Meinung zum Geschmack dieser Frucht haben.

Es gibt Dinge, da ist die eigene Meinung einfach völlig irrelevant, weil man zum einen keine Ahnung hat und somit auch keine Meinung möglich ist und zum anderen muss man nicht ungefragt zu Problemen anderer seinen Senf dazu geben.

 

Man hat auch das Recht mal zu schweigen.

 

Bei keiner anderen Sache heizen sich Gemüter so auf, wie bei der Frage, wie z.B. mit einer Depression umzugehen ist.

Still vor sich hinleiden und die Fresse halten wäre wohl das, was den meisten gut in den Kram passen würde.

Aber warum darf man nicht so damit umgehen, wie einem beliebt?

Wenn sich eine krebskranke oder dem Krebs entkommene Person in eine Talkshow setzt, finden das alle stark und bewundernswert, was es ja auch ist.

Wenn sich jemand mit Glatze wegen der Chemo von einem Fotografen ablichten lässt, oder ästhetische Bilder mit Beinprothese macht, finden das auch alle stark. Wenn jemand ein Buch schreibt, über seinen Leidensweg, oder wie er den Drogen entsagte oder dem Alkohol, ist das völlig akzeptiert.

Niemand stellt sich ernsthaft hin und unterstellt einem Menschen, mit seiner Krankheit anzugeben und nur Geld damit machen zu wollen. Oder nur so zu tun.

Selbstverständlich will dann nur aufgerüttelt und aufmerksam gemacht werden.

Aber kommt ein psychisch Kranker daher und schreibt ein Gedicht über seine Depressionen oder malt Bilder oder verarbeitet es in Fotografien oder macht sich selbst darüber lustig, sind oft viele Leute seltsam angepisst.

DAS darf man doch nicht!

Man darf daraus keine Kunst machen! 

WARUM denn nicht?

Warum darf man es nicht verarbeiten, wie es für einen selbst am hilfreichsten erscheint?

Warum stören sich hier Menschen daran und wollen dir vorschreiben, was nun angebracht ist oder nicht? Nur weil es nach ihrem Empfinden unangemessen ist?

Sollte es nicht einfach akzeptiert sein, wenn es denn der betroffenen Person hilft?

 

Was auch auffällt ist, wie schnell zu Medikamenten geraten wird.

Das scheint die schnellste und einfachste Lösung.

Werf' dir ein paar Pillen ein, dann bist du wieder glücklich.

Das viele nicht verstehen, dass aber nicht jeder das möchte und auch nicht immer ratsam oder gar nötig ist, wird auch nicht verstanden.

Es sind keine TicTacs die man mal eben einwirft und dann ist alles gut.

Depression ist nicht gleich Depression.

Für den einen sind Medikamente der einzige Weg, um am Leben teilzunehmen.

Aber manch einer ist zu depressiv um sich das Leben zu nehmen. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem er Medikamente bekommt.

Endlich genug Motivation um sich vor den nächsten Zug zu werfen.

Ich weiß nicht, warum es so schwer fällt, seelische Erkrankungen zu akzeptieren.

Vielleicht weil sie nicht greifbar sind. Es ist kein Tumor, den man sichtbar machen und herausschneiden oder weglasern kann.

Sie ist nicht wirklich messbar, nicht wirklich nachweisbar, jedenfalls nicht im Labor, nicht auf einem Röntgenbild.

 

Ich verstehe, dass viele Menschen hilflos sind, nicht wissen, was sie sagen oder tun sollen, wenn sie einer erkrankten Person begegnen, bzw. sich jemand ihnen anvertraut.

Das ist auch vollkommen in Ordnung.

Aber gerade dann sollte man lieber gar nichts sagen.

Keine halbseidenen Aufmunterungsversuche. Keine Bemerkungen wie, Ach, jeder hat doch mal einen schlechten Tag!

Im schlimmsten Fall verschärft man das, was viele Betroffene auch haben.

Zumindest ist mir das aufgefallen.

Schuldgefühle. Zweifel. Das Gefühl nicht ernst genommen zu werden, dass die Probleme verharmlost oder klein geredet werden.

Schlaue Tipps wie:

Mach mal was Schönes! Tu' dir was Gutes! Geh mal raus.

Wow. Wir brauchen gar keine Pillen, wir brauchen keine Psychotherapeuten, keine Therapie!

Wir müssen einfach nur mal raus und uns was Gutes tun! Nicht immer so viel nachdenken, nicht zuhause einigeln.

Das da noch niemand drauf gekommen ist!

Mensch, das ist ja einfach.

 

Gott. Man kann nicht einfach mal raus. Man kann nicht mal aufstehen, geschweige denn sich anziehen oder sich die Haare kämmen.

Selbst wenn man das geschafft hat und sich was Schönes anschaut, ist da nichts in einem drin. Man ist innerlich tot.

Da ist nur Schwere und Schwärze und im schlimmsten Fall fühlt man sich noch viel schlechter, weil man so etwas Schönes gar nicht zu schätzen weiß, nicht fühlt.

Und dann sind da wieder die Schuldgefühle weil es anderen anderswo ja viel schlechter geht. Da geht es mir doch gleich besser weil ein Kind in Äthiopien Hunger leiden muss während ich hier jederzeit eine Banane essen könnte.

Was bringt es eigentlich zwei völlig unterschiedliche Dinge, die rein gar nichts miteinander zu tun haben, gegeneinander aufzuwiegen?

Dann kommen wieder Berichte über die Ärmsten der Armen, die ja angeblich so zufrieden sind und sogar mit dem fetten Europäer noch ihre letzte Ziege geschlachtet haben.

Der Europäer ist beeindruckt. Die Ärmsten der Armen haben nur keine Wahl weil ihnen ihre Kultur und ihre gute Kinderstube nun mal gebietet, Gastfreundlich zu sein auch wenn sie ab morgen wieder Sand fressen dürfen.

Hauptsache der fette Europäer ist satt und braucht sich kein schlechtes Gewissen mehr machen, schließlich gehen diese Menschen echt toll mit ihrer Situation um.

Ich weiß nur nicht, inwiefern das irgendeinem depressiven Menschen helfen soll.

Woher will man wissen, wie es in ihnen aussieht. Sie werden kaum einem wildfremden Typen in beigen Shorts erzählen, wie es ihnen wirklich geht.

Vielleicht sind psychische Erkrankungen aller Art auch hier und da verpönt und du musst höllisch aufpassen, sonst kommen die mit dem Exorzisten oder setzen dich in der Wüste aus.

Und manchmal, da machst du trotzdem alles. Du stehst morgens auf und erledigst deinen Kram, redest mit anderen Menschen und wirkst, als wäre alles gut und dabei ist gar nichts gut. Du funktionierst einfach.

Und wenn du dann versuchst, dich jemandem anzuvertrauen, und zu hören bekommst, 'Du siehst aber gar nicht depressiv aus?! Wo bist DU denn depressiv?', dann verstummst du ganz schnell wieder und hast ein ganz mieses Gefühl weil du wieder nicht ernst genommen wurdest.


Psychische Erkrankung gab es schon immer, sie kommen in jeder Ausprägung und Intensität vor und es kann jeden treffen, egal welchen Geschlechts oder gesellschaftlichen Stand. Und es gibt nicht DAS eine Gesicht.

Es gibt mannigfaltige Gründe und ebenso unterschiedliche Möglichkeiten, damit umzugehen oder zu behandeln.

Und darüber hat man als nicht betroffene Person einfach keine Meinung zu haben. Man hat keine Ferndiagnose zu stellen und darüber zu entscheiden, ob das nun stimmt oder nicht, egal ob man selbst betroffen ist oder nicht.

Man kann nicht jedem seine Meinung überstülpen und nur sich selbst im Recht sehen, über etwas, worüber eigentlich nicht zu diskutieren ist.

Man hat nicht nur das Recht auch mal zu schweigen, manchmal hat man einfach die Pflicht dazu und sollte sich und seine Sicht der Dinge mal hinten anstellen oder überdenken oder versuchen, einfach mal zu akzeptieren.

 

Silver

 

 

 

Freitag, 24.08.18     Schön schön

 

Es gibt Menschen, wenige, besondere Menschen, die so schön sind, innen wie außen, dass es einfach nur wehtut, sie überhaupt anzuschauen.

 

 

 

 

Freitag, 3.08.18  36 Grad und es wird noch heißer

 

"Lieber Freund, was für ein Sommer!

Ich denke Sie mir im Zimmer sitzend, mehr Omelette als Mensch."

~Nietzsche

 

Ein wenig beruhigt es mich ja schon, dass es schon 1887 Höllensommer gab.

Allerdings habe ich mir nun nicht die Mühe gemacht, herauszufinden, wie warm genau es an jenem 30.Juli 1887 tatsächlich war.

Vielleicht nur 25°C. 

Für damalige Wetterverhältnisse vielleicht unerträglich heiß.

Ich prophezeie dennoch, dass uns die Sonne eines Tages zu Tode grillen wird. Und selbst dann feiern das wahrscheinlich einige Sonnenanbeter und tanzen und hüpfen, während sie langsam zu Asche werden.

Mir kann auch keiner erzählen, dass die Sonne vor zehn Jahren genauso gebrannt hat, wie sie es heute tut.

Natürlich brennt sie so, nur wegen der mittlerweile nicht mehr vorhandenen Ozonschicht fühlt sie sich viel unangenehmer an.

Bisschen so, als würde uns die Natur ein Brandzeichen verpassen wollen.

 

Wenn mir noch einer erzählt, er liebe diesen Sommer, wie schön und 

toll er doch ist und dass es endlich mal warm ist...dem drehe ich echt den Hals um.

Was ist falsch mit euch, Kinder Satans?

Was ist an 30°C in der Bude bitte schön?

Nachts kühlt es immerhin auf unglaubliche 28°C runter, morgens wacht man in einer Schweißpfütze auf, sobald man nur blinzelt fängt man an zu schwitzen.

'Luft' existiert draußen nicht mehr.

Im See schwimmen, zusammen mit Blaualgen? Viel Spaß.

Fünf Trilliarden Menschen an der Ostsee, Laken an Laken. Ohne mich bitte.

Ich nörgle nicht, ich habe mich noch nie über den nicht vorhandenen Sommer beschwert.

Ja, okay, ich nörgle jetzt weil er da ist und einfach nicht mehr enden will.

Dafür fordere ich als Ausgleich aber auch mal wieder einen richtigen Winter.

Fünf Monate lang.

Fünf Monate Minusgrade und jeden Tag soll es schneien.

Wer darüber meckert wird mit Schneebällen zugeballert.

 

Übrigens..heute ist der Tag der Wassermelone..*zwinker.

 

Ich bin emotional etwas derangiert. Habe Bates Motel durchgeschaut und jetzt bin ich fertig mit der Welt.

 

Hab mir überlegt, ein One-way-Ticket nach Grönland zu besorgen.

Ob die Inuit Hitze-Flüchtlinge aufnehmen?

 

Tschüss.

Silver

 

 

 

 

Mittwoch, 1.08.18 Schlafen ist schöner

 

Ich wünschte, ich hätte nie damit angefangen.

Ich wünschte, ich hätte nie angefangen, darüber nachzudenken.

Ich hätte nie angefangen, darüber zu lesen.

Ich hätte nie angefangen, darüber zu schreiben.

Es zu hinterfragen. Alles zu hinterfragen.

Es von der leisen Ahnung zu einer ohrenbetäubenden Wahrheit werden zu lassen.

Ich wünschte, ich hätte einfach weiter geschlafen.

Taub und blind.

Aber so läuft das leider nicht.

Irgendwie findet dein Unterbewusstsein einen Weg, dir zu zeigen, was du nicht wahrhaben willst.

Selbst wenn du über Jahre hinweg gekonnt ignorierst.

Dein Unterbewusstsein arbeitet mit deinem Körper zusammen, da kannst du dich noch so querstellen.

 

Über kurz oder lang bündelt sich einfach alles und schiesst nur so in dein ganz reales Bewusstsein, in deinen Körper, mit einer Wucht, die mit nichts vergleichbar ist.

Ja. Dann stehst du da, wie in der dritten Runde k.o. geschlagen.

Kurz bevor du zu Boden gehst.

Noch auf den Beinen aber gar nicht im Klaren darüber, was gerade passiert ist.

 

Ich wünschte, ich hätte nie damit angefangen.

Wenn man einmal anfängt, setzt sich eine Lawine in Gang, die nicht mehr zu stoppen ist.

Wem das letztendlich was bringt, weiß ich nicht.

Es fühlt sich nicht gut an.

Gar nicht gut.

Aber einfach weiter schlafen geht jetzt nicht mehr.

 

Silver

 

 

 

 

Mittwoch, 11.07.18                        Reasons to live

 

 

Reasons to live #1: Smol bean .. Jumpsuit

 

..to be continued

 

 

 

 

Dienstag, 10.07.18                        Alles cool

 

Oh nein, natürlich nicht!

Natürlich würde ich das niemals tun. Denn es gibt doch immer den nächsten Morgen, immer diese nächsten Morgen, an denen die Welt schon wieder ganz anders aussieht.

Ja, schon. Die Welt sieht vielleicht anders aus, aber in dir drin sieht es doch noch genau so aus, wie gestern.

Was soll denn in den paar Stunden passiert sein, das aus dir einen anderen Menschen gemacht hat?

Was soll geschehen sein, das aus allen anderen andere Menschen gemacht hat?

Aber ja, es geht doch immer weiter.

Oder nicht?

Natürlich würde ich nie..niemals, nein.

Wenn ihr wüsstet, wie knapp das eigentlich war.

Wenn ihr eine Ahnung hättet, wie nah am Abgrund ich stand.

Ich stand nicht nur an diesem berüchtigten Abgrund, von dem diese komischen Leute sprechen, diese Leute, die doch nur zu weich sind für diese Welt, die immer Drama machen und immer zu viel nachdenken.

Wie weh das tut, das zu hören und zu denken, wenn du wüsstest, das ich auch einer dieser komischen Leute bin.

Nein, ich stand nicht am Abgrund, ich hing bereits an der Klippe, mit dem kleinen Finger am Felsen.

Und es gab eine Zeit, da konnte ich mich nicht mehr halten.

Weil man sich allein irgendwann nicht mehr halten kann.

Schon gar nicht, wenn andere von oben auf deine Hand treten weil sie dich fallen sehen wollen. Und sie stehen einfach nur da und glotzen grinsend auf dich hinab.

Wenn ihr nur einmal fühlen könntet, wie es sich anfühlt, wenn du denkst, dass irgendwas mit dir nicht stimmt.

Wenn dir bewusst wird, dass tatsächlich etwas mit dir nicht stimmt. Wenn du weißt, dass du nicht gesund bist. Wenn du dich fühlst, als würdest du jeden Moment entweder zusammenklappen oder komplett explodieren.

Wenn nur dein Pflichtbewusstsein und die Angst, dir die Blöße zu geben, dich davon abhält, offen zu legen, wie ausgehöhlt und schwach und verzweifelt du in Wirklichkeit bist.

Wenn du aus reiner Höflichkeit nicht alles und jeden um dich herum zusammenschlägst und ihnen ins Gesicht brüllst, was eigentlich offensichtlich ist.

Wie lange kann man sich selbst eigentlich zurücknehmen und zusammenfalten, jede Seite von dir zusammenfalten, um zu verstecken, was ist, weil andere sie nicht sehen wollen und nicht verstehen wollen? Wenn sie dir so lange deine Stimme verbieten, bis du endlich schweigst und dir so lange eintrichtern, dass du gar nichts bist, damit sie ihre Ruhe haben.

Aber hey, alles gut.

Kein Stress. Ich würde doch nie.

Dafür ist doch alles viel zu lebenswert, oder nicht?

 

Silver

 

 

 

 Samstag, 23.06.18                      Echt jetzt?

 

"Immerhin lebst du noch, also kann es so schlimm ja nicht gewesen sein".

 

Wow. Einfach wow..

 

 

 

Mittwoch, 30.05.18                      Leicht gesagt

 

Es ist immer einfach, auf etwas Geschriebenes aufzubauen, etwas hinzuzufügen oder anzumerken oder zu bemängeln.

Vergiss aber bitte nie, dass diese Worte einen Ursprung haben; Gedanken, Gefühlen und Situationen entspringen, die du nicht kennst, nicht verstehst oder anders siehst.

Es ist immer leicht, eine Meinung zu haben, zu etwas, das dich nicht betrifft und nicht berührt.

Vergiss nicht, dass Worte eben nicht nur Worte sind.

Sie können eine Waffe sein, sie können ein Pflaster sein.

Sie können etwas bewegen oder gar nichts ändern.

Manchmal hat man aber nur Worte.

Manchmal sind Worte alles, was man braucht.

Manchmal muss das einfach reichen.   

 

Silver       

 

 

 

Mittwoch, 23.Mai.18                  Zu viele Gedanken 

 

Noch ein Ziel: Vergangenes vergangen sein lassen.

Es ist nicht vergessen aber vergangen.

Alles was war, wird immer ein Teil von mir sein.

Aber ich bin nicht mehr so, wie mit sieben Jahren, ich bin nicht mehr so, wie letztes Jahr um diese Zeit, ich bin nicht mal mehr, wie ich gestern war.

Und doch bin ich noch genau so .

Genau so werde ich immer bleiben, nur jeden Tag ein wenig mehr.

Ein wenig mehr, wie ich sein möchte.

 

 

 

 

April '18                                   Gedankengedöns 

 

Ziel für Irgendwann: unbedingt gelassener werden und mir erlauben, nicht für jeden Mist Verständnis haben zu müssen. Und nicht für alles und jeden verantwortlich zu sein.

 

 

 

 

Mittwoch, 31.01.18                         Bleib 

 

Dabei möchte ich eigentlich nur, dass du mich aufhältst.

Dass du sagst, geh' nicht.

Du brauchst mich nicht.

Ich brauche dich nicht.

Aber ich möchte, dass du mich willst.

Und ich mag es, dich zu wollen.

Ich weiß, dass meine Gedanken unsinnig sind.

Dass das, was ich sage und tue und schreibe widersprüchlich, sinnlos, unverständlich, kindisch, verwirrend und absurd erscheint.

Nun, vielleicht ist es das wirklich. In deiner realen Welt.

Vielleicht bin ich komplett verrückt. In deiner realen Welt.

Vielleicht bin ich aber auch der einzig normale Mensch unter einer Horde Wahnsinniger.

Und du bist verrückt.

Ich möchte eigentlich nur, dass du mich aufhältst.

Selbst wenn ich es unmöglich erscheinen lasse, zu bleiben.

In dieser realen Welt.

 

Silver

 

 

 

Donnerstag, 22.02.18                              Detroit

 

Nun ist es also tatsächlich so gekommen, wie es zu erwarten war.

Es ist so traurig, und irgendwie auch seltsam, dass mittlerweile 98% der Kommentare hier, von nicht mehr existierenden Seiten stammen. Von Geistern, sozusagen.

Die Zeichen waren schon lange da, aber, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Nun ist die auch noch dahin.

Alle sind fort. Ausgelöscht, buchstäblich.

 

Ich finde diese Entwicklung einfach traurig aber auf ganzer Linie.

Dass einfach immer weniger geschrieben wird, worüber ist ja erstmal egal. 

Dass die Meinung vorherrscht, das reale Leben sei nicht (mehr) verknüpfbar mit dem Schreiben.

Dass FB oder Instagram irgendwie realer erscheinen. 

Vielleicht ist es tatsächlich nicht verknüpfbar, vielleicht passt ein geordnetes und glückliches Leben eben nicht in die Schreibwelt, vielleicht ist das Leben so schnelllebig geworden, dass die Zeit nur reicht, um schnell ein paar Bilder zu liken oder ein paar Schnappschüsse vom eigenen Wochenendtrip hochzuladen. Alles gut, alles fein.

Man muss immer und überall interessant bleiben, alles zeigen, alles teilen.

Da sind ein paar geschriebene Worte eben zu langweilig, es ist auch anstrengend, sich Gedanken zu machen. 

 

 

So fällt die Möglichkeit, überhaupt die Idee, sich kreativ auszudrücken, das Schreiben, mehr und mehr weg.

Keine Schreibwettis mehr, keine kleinen Kunstwerke im Grafik-Design, keine Versuche, die Welt und wie sie empfunden wird, sich selbst, in Gedichten oder Kurzgeschichten oder sonstigen Texten, zu verarbeiten.

 

Die einen scheinen dem entwachsen zu sein. Die anderen wachsen in eine andere Welt hinein, digital ja, nur anders.

Schlecht ist das alles nicht, jede Plattform hat ihre Berechtigung und jeder Bereich hat gute und schlechte Seiten.

 

Ich verstehe nur oft nicht, warum nicht alles zusammen funktioniert.

 

Manchmal fühlt sich das alles an, als könnten sie das Glöckchen nicht mehr hören.

Die Magie ist fort, sie sind taub geworden.

Die Erinnerungen sind verblasst, man ist in der 'richtigen' Welt angekommen.

Haha, ja. Nein.

 

Ach, es war schön.

Ich vermisse es.

Ich vermisse euch.

 

Silver

 

 

Montag, 29.01.17                            Vergangenheit

 

Vergangenheit ist, wenn es nicht mehr weh tut.

Mark Twain

 

 

Fuuuuuuck...es ist also nichts Vergangenheit?

 

 

Silver