Daily Disaster-Collection 1

Hier findest du die Desaster aus den Jahren 2014 und 2015.

 

 

Silver

 

 

 

 

Sonntag, 20.12.15             GEDANKENGEDÖNS, Part...IV

4.Advent

                           

Gedankengedöns zum baldigen Jahresende...einen klassischen Jahresrückblick kann ich mir sparen.

Warum?

Weil absolut nichts passiert ist, so einfach ist das.

Ich überlegte lange, was ich eigentlich 2015 tat und mir fiel einfach nichts ein. Ich weiß ja nichtmal mehr, was ich letzte Woche tat.

Wahrscheinlich das gleiche wie die Woche davor und das gleiche wie bereits im Januar, nur, das ich ab und an mal andere Klamotten an hatte und selbstverständlich auch andere Socken.

Mein Leben und ich dümpeln so dahin, sozusagen im Nirvana (definiere Nirvana: Memo an mich: Silver, Nirvana ist kein Ort, es ist letztendlich ein 'Zustand der Zustandslosigkeit, in dem alle Vorstellungen und Wunschgebilde gleichsam überwunden und gestillt sind'...da es so nicht ist..ist es eigentlich der falsche Begriff...einigen wir uns auf: im Nirgendwo), auf der Nulllinie einer jeden Skala, ich bin der graphisch und akustisch dargestellte Herztod auf einem Vitaldatenmonitor (besser bekannt unter dem Namen: 'das Biep-Ding')...wir haben alles versucht-vergeblich, Zeitpunkt des Todes: Sonntag, 20.12.15, 4Uhr10, Schwester, stellen Sie das Biep-Ding aus...tragisch, ja, aber es ist auch durchaus möglich, dass der Zeitpunkt meines Todes schon Monate zurück liegt und ich es gar nicht mitbekommen habe.

Vielleicht bin ich schon seit diesem grauenvollen Sommer tot, dahingerafft durch klassisches Herz-Kreislauf-Versagen. Ich bin sowas von nicht für Hitze erschaffen worden und stelle hier eine Prognose auf: Silver wird nicht besonders alt wenn hier noch weitere Höllensommer kommen, ich werde einfach umfallen.

Scheiß auf den Sommer, was ist so toll daran gewesen? Mücken, schweißgebadet im Bett herumgewälzt, Kreislauf, 30Grad in der Bude-auch nachts, kaum raus gegangen und schon fast erblindet weil Sonnenbrille vergessen, andere schwitzende Menschen in Bussen und Bahnen, die genau wie ich am Sitz entweder kleben blieben und beim Aufstehen ein ganz unangenehmes Geräusch erzeugten oder wegen dem Schweißfilm dauernd vom Sitz rutschten, liegengebliebene Züge, die fast zur Todesfalle wurden (oder gar nicht erst kamen) und was noch alles. Hör mir auf.

Also, Sommer-abgehakt.

 

Was hatten wir davor? Winter? Weiß ich nicht mehr.

Ich war auch nicht im Urlaub, glaube ich. Bestimmt nächstes Jahr.

Nächstes Jahr, dachte ich so, könnte ich vielleicht auf ein oder zwei Konzerte gehen.

Zum einen kommen Sunrise Avenue aber..ich weiß nicht. Ich mag die älteren Sachen irgendwie mehr. Samu, sing doch bitte für mich den ganzen Abend nur Forever yours und meinetwegen noch ein oder zwei andere Songs, zum Beispiel Fairytale gone bad...das reicht mir total.

Dann kommen The Cure und ich überlege, ob es sich lohnt, einen Haufen Kohle für einen Platz auf dem Rang hinzublättern. Aber nur wenn sie fünfmal hintereinander Never enough spielen. Da sind noch ein paar andere coole Songs, klar aber..bitte..für mich?

Interessant wäre auch Alligatoah, den muss man bestimmt mal live gehört haben. Oder auch nicht.

Musik ist keine Lösung...da denke ich immer noch drüber nach.

Tja, ansonsten habe ich keine Pläne. Ich lasse mich einfach treiben..sagen Menschen, weil es sich tiefgründiger anhört als: ich bin komplett planlos.

Lassen wir uns also treiben.

 

Zurück zu diesem Jahr.

Ich habe mich ausserdem irgendwo verloren, also, wer mich findet, bitte zurückbringen.

Manchmal (also ziemlich oft) wenn ich mal wieder nicht schlafen kann, wandere ich hier herum und schaue in den Spiegel. Dann denke ich mir so, wer ist die da, die mich so komisch anschaut? Kennen wir uns? Wer bist du überhaupt? Kennt ihr das? Das ist wirklich schräg.

Aber eigentlich bin ich total gesund.

Gestern war ich noch echt froh, ich hatte wirklich gedacht, meinen menschlichen Schlafrhythmus wiedergewonnen zu haben, habe ich doch nachts einfach mal tief und fest geschlafen.

Tja, nun schaue ich auf die Uhr und es ist..4:42, aua, noch kein Auge zugemacht, auch nicht zwei..maaaaan.

Aber was ich dieses Jahr wieder geschafft habe: ich habe regelmäßig Sport gemacht. Muss ich jetzt 'regelmäßig' mit doppel-s schreiben weil ich 'ausserdem' mit doppel-s geschrieben habe? Deutsch ist echt ganz schön kompliziert.

Ja, Sport..Wenigstens was.

Es wird nicht interessanter, ich weiß nicht, warum du noch weiter liest^^

Außerdem schreibe ich ja interessant auch nicht mit ß..ich sollte wirklich dringend schlafen.

 

Naja, also..bald 2016, hurra, es kann eigentlich nur besser werden. Oder alles bleibt einfach so, wäre auch ok.

Ich bin wie ein Kaktus, total anspruchslos, pflegeleicht und sogar für Idioten geeignet.

Ich stehe herum und selbst wenn man mich vergisst nehme ich es nicht gleich krumm und verwelke einfach, nö, ich stehe trotzdem da und warte höchst gedulgig auf ein kleines bisschen Wasser, weil, so ganz ohne Zuwendung sterbe ich dann doch mal irgendwann.

Nur auf die Stacheln muss man ein bisschen achten, die können pieken. Aber das weiß man ja, so bei Kakteen.

 

Leute, du, wer auch immer sich das hier antut:

habt schöne Feiertage und kommt mir heil und gesund und glücklich ins neue Jahr.

Bestimmt folgt hier vor Silvester noch ein Desaster. Aber, ich wollte es schon mal gesagt haben.

 

Bis bald,

Silver^°^

 

 

 

Mittwoch, 16.12.15

 

Tausend Schritte

 

Tausend Schritte zu weit gegangen

Tausend Grenzen überschritten

Tausend Worte geschenkt und

tausend Worte bekommen

Tausend Gedanken gedacht und tausend Gedanken gemacht

Tausendmal gemahnt, tu es nicht und tausendmal doch getan

Tausend Leben besucht und tausend Herzen berührt

Tausend Geschichten erzählt und nicht gelogen nur

tausendmal die Wahrheit verbogen

Keine tausend Masken getragen, nur die eine und das Herz dahinter blieb immer ein und dasselbe

Tausendmal gedreht und tausendmal gewendet

Tausendmal keine Lösung gefunden

Tausendmal bereut und doch immer aufs neue

Es gibt nicht tausend Ziele, es gibt nicht mal eines, es gibt kein Ziel, das ich erreichen könnte

Es gibt nur ein Ende, nicht tausend, nur eins

Nach dem einen Schritt, dem einen Wort, der einen Geschichte, dem einen Gedanken, dem einen Leben, dem einen Herzen, dem einen Gewissen zu viel

Es gibt kein Zurück und auch kein nach vorn, nur ein Verharren oder das Ende-

auf die einzige Art, die es erträglich machen wird

Es wird nicht eine Träne fliessen, es werden tausend Tränen fliessen

Es gibt nicht tausend Auswege, es gibt keinen

Der einzige Weg, der nach tausend Schritten bleibt,

ist der einzige Weg, den ich jemals kannte

Der einzige Weg über tausend Grenzen, hinaus aus tausend Worten, tausend Geschichten, tausend Gedanken, tausend Leben, tausendmal schämen und tausend und nur einem einzigen Herzen,

kann nur der eine sein:

Augen zu und durch

Kurz und tausendmal schmerzhaft

Aber es ist nun mal der einzige Weg, den ich gehen kann

Der einzige Weg, der mir bleibt

Und dafür

Ein tausendfaches 

Es tut mir leid

 

Silver

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 6.12.15            Ikarus/Kobayashi Maru

Nikolausi/2.Advent

 

 

 

Das hast du nun davon.

Du weißt was passiert wenn du zu übermütig wirst.

Wenn du der Sonne zu nahe kommst.

Ein Teil von dir ist bereits geschmolzen, siehst du?

Deine Flügel sind fast zerstört, sie schlagen fast nicht mehr, sie tragen dich fast nicht mehr...sie tropfen bereits ins Meer, silberne Tropfen, siehst du?

 

Ich habe doch versucht, umzudrehen, ich wollte wirklich nicht so hoch steigen, so weit fliegen..

 

Du hast die Kontrolle verloren, du hättest hören sollen.

Jetzt siehst du, was für einen Preis du für deinen Übermut bezahlst..du wirst ins Meer stürzen, du hast es so gewollt.

 

Ich habe es nicht anders verdient.. aber die Sonne, sie war so..anziehend, so warm und hell..

 

Du selbst hast dich in diese ausweglose Situation manövriert, Kobayashi Maru, nun gibt es kein Vor und kein Zurück mehr, du kannst nicht gewinnen.

 

Es ist so schwer, dieses Wissen nicht teilen zu können...zu wissen, dass man selbst der Grund für diese ausweglose Situation ist...die Worte nicht aussprechen zu können..nicht mal als letzte Worte..?

 

Nicht mal als letzte Worte, du wirst sie mitnehmen wenn du stürzt, du würdest nur verletzen.

 

Meine Flügel sind nur noch flüssiges Silber..sie nützen mir nicht mehr, sie tragen mich nicht mehr..

 

Sprich ein letztes Gebet, bevor das Meer dich verschlingt, bitte um Vergebung und vergebe dir selbst.

Übermut kommt vor dem Fall, du wusstest es.

Du hättest dir niemals deine silbernen Flügel basteln dürfen, du hättest sie niemals ausbreiten dürfen, du hättest der Sonne niemals so nahe kommen dürfen, du hättest umdrehen sollen.

 

Zu spät. Viel zu spät.

 

Silver

 

                         Es ist besser auszubrennen,

                          als langsam zu verblassen.

                                  -Neil Young-

 

 

 

 

Sonntag, 29.11.15                Verdammte Scheiße

 

Was für ein entzückender Titel.

Ich habe echt keine Lust mehr.

Ich habe sowas von keine Kraft mehr für diese endlose Melancholie-Attacke, die wohl bereits zur netten Depression ausgeartet ist.

Aber..Depression klingt nicht so hübsch..bleibe ich bei 'ausgewachsene Melancholie-Phase'.

Natürlich könnten entsprechende Medikamente helfen aber damit habe ich nunmal ein Problem.

Und ich habe es schon einmal geschafft, mich aus einer längeren Phase inklusive Panikattacken, zu befreien.

 

Aber das ist ein echt unfassbar anstrengender Kampf, jeden Tag, vor allem, da ich am liebsten den ganzen Tag schlafen würde.

Aber ich muss raus, das hilft zwar, fällt mir aber schwer.

Sich aufraffen und Sport treiben, laufen, irgendwo hingehen.

Am Freitag zwang ich daher den lieben M. (der, der das eine Desaster nicht verstanden und entsprechend kommentiert hat aber der auch meinte, ich sei ein Seelenmensch...ich weiß, dass ich sehr oft die Menschen überfordere.. :/)

mit mir ins Kino...ach, ich wäre auch so gern ein super Geheimagent, so einer wie Bond, der durch einen Zug geprügelt wird, mit dem Gesicht voran durch Türen fliegt, mit seinem Körper unfreiwillig Tische zertrümmert und nicht einen verdammten Kratzer davonträgt.

Der gefoltert wird und trotzdem ohne mit der Wimper zu zucken und vor allem, in einem Stück, dort herausspaziert und alle Bösewichte abknallt ohne auch nur einen Streifschuss zu kassieren..und dann einfach mit dem Helikopter davonfliegt..

Man, James Bond ist einfach zu cool für diese Welt.

Leider bin ich nicht so.

Leider treffen mich viel zu viele Dinge, leider kann ich oft nicht mitteilen, was ich eigentlich meine, als wäre ich der deutschen Sprache nicht mächtig, leider bin ich zu konfus und ständig traurig und strapaziere die Geduld und die Nerven unschuldiger Menschen.

Leider bin ich so und nicht anders, zumindest in dieser blöden Phase.

Ich will nicht mehr melancholisch sein.

 

Ich will wieder schreiben.

Ich will wieder Musik hören können und lesen und das machen, was ich immer gemacht habe.

Ich will nicht immer so traurig sein.

Ich will nicht immer das Gefühl haben zu fallen und zu fallen und mich nirgends festhalten zu können.

Ich will, dass dieser bleischwere Schleier aus meinem Kopf verschwindet, der Nebel sich verzieht und ich wieder klar sehen kann.

Ich will nicht mehr denken.

Ich versuche wirklich, das hinzubekommen.

Ich mag es immer noch nicht, immer Ich zu schreiben.

Aber dieses Mal geht es um mich.

Ich will endlich wieder ich sein. Ich vermisse mich so.

 

Silver

 

 

 

Silberstaub

Dienstag, 24.11.15


Man kann sich nicht daran erinnern, wann genau es angefangen hat.

Aber man weiß immer, wann etwas vorbei ist.

So oder so ähnlich geht ein Spruch, ich weiß nicht mehr, wo ich ihn gehört habe, das spielt auch keine Rolle.

Mir scheint, dieser Spruch stimmt.

Es war ein Gefühl, das plötzlich da war, eines, das man förmlich greifen kann.

Eines, das sich in weniger als einem Augenblick bewahrheitete, unerwartet brutal.

Dieses unsagbar flaue Gefühl verwandelt sich in Schmerzen, füllt das Loch im Herzen, im Magen, alles aus. Es füllt dich aus, bis du nur noch daraus bestehst.

Dieses Brennen. Dieses Feuer. Es ist so heftig, so verheerend, es bricht aus dir heraus und nimmt eine eigene Gestalt an, eine große, grelle, brennende Gestalt aus ungezügeltem Feuer, entstanden aus einem Funken Hoffnungslosigkeit.

Diese Gestalt packt dich und quält und quetscht deine Eingeweide, dein Herz und deine Seele mit seiner unbarmherzigen, glühend heißen Hand, so lange, bis du in dich zusammenfällst.

Du bist nicht fähig, dich zu wehren, du weißt, es ist aussichstlos. Ein aussichtsloser Kampf gegen etwas, das so viel stärker ist als du.

Am Ende bleibt nur ein kleines Häufchen Silberstaub übrig, nur ein einziger Atemhauch reicht aus, um es in alle Himmelsrichtungen zu verstreuen.

So, wie es wohl sein soll, so, wie es nur sein kann...feiner Nebel aus Silberstaub, überall und nirgends, vielleicht als Glanz in deinen Augen, als ein verschwommener Traum, als eine flüchtige Erinnerung.

Eine Erinnerung voller Wärme und Zuneigung aber nur eine Erinnerung...an nichts mehr und nichts weniger als Silberstaub.

Silver




Mittwoch, 2 Uhr 17...?!

Mittwoch, 18.11.15                  

 

Was ist das eigentlich hier?

Es regnet nicht einfach, nein, es ist einfach nur nass.

Wie aus einer gigantischen Sprühflasche wird der Regen verteilt, er kommt von überall, schwebt in der Luft, tropft mir auf den Kopf und ins Gesicht.

Ich ziehe mir die Kapuze meiner Sweatjacke über den Kopf und spüre die Feuchtigkeit schon in meinen Knochen.

Zum hundertsten Mal denke ich, ich sollte mir eine Regenjacke kaufen, zum Laufen, für so ein Wetter aber ich weiß zum hundert und ersten Mal auch, dass ich es nicht tue und weiterhin meine ausgebeulte Sweatjacke zum Joggen anziehe, egal, was für ein Wetter ist.

Ich jogge in gemäßigtem Tempo auf meine Brücke zu, werde dann schneller und freue mich, dass sie von mal zu mal leichter zu bezwingen ist.

Heute ist es nicht grau draußen, es ist einfach nur dunkel und trostlos.

In den Häusern brennt hier und da Licht und ich bekomme diese komische Stimmung.

Ich frage mich immer, was für Menschen hinter diesen Fenstern leben.

Was tun sie gerade? Sind sie einsam, glücklich, krank, gesund?

Was für ein Leben führen sie?

Einige Menschen gewähren mir einen flüchtigen Einblick in ihr Jalousie,- und Vorhangloses Wohnzimmer.

Eine ganze Wand besteht nur aus Bücherregal, eine teuer aussehende Lampe hängt an der Decke, ein großer Korbstuhl und eine Yuccapalme in der Ecke. Es wirkt zumindest harmonisch und glücklich.

Ich laufe weiter und ignoriere die Schmerzen, muss nur ruhig weiter atmen.

Im Park steht Hindernislauf über Pfützen an, meine Zehen sind schon nass, egal, einfach weiterlaufen.

Die Dunkelheit hilft mir beim Denken, nichts lenkt mich ab, meine Gedanken drängen an die Oberfläche, sie murmeln und flüstern und ich höre zu.

 

Bilanz von Freitag bis Sonntag:

Nettestes Kompliment: am Freitag, ich sei ein Seelenmensch. Danke.

Geheult? Ja, einmal  Erleichtert? Ja, auch einmal  Schlecht geträumt? Ja, von Samstag auf Sonntag  Gelacht? Ja, S..amstag oder Sonntag, äh, die Story kommt irgendwann mal

Nachdem ich vier Tage nichts essen konnte, wieder einigermaßen normal gegessen.

Seelisches Gleichgewicht wieder gefunden? Nicht ganz aber es wird.

 

Samstag Nacht träumte ich, wovon ich schon so unendlich oft träumte:

Von einem abstürzenden Flugzeug.

Ich sitze allerdings nie in dem Ding, ich beobachte es nur.

Es fängt damit an, dass es startet, steigt dann viel zu steil auf und kippt einfach nach hinten weg oder es sinkt einfach nach vorne ab und stürzt mit der Nase nach unten, im Sturzflug zu Boden.

In meinem Traum stürzte es also mit der Nase voran in Richtung Erde, nur um dann kopfüber in einem schmalen Flussarm, vor einer Brücke, liegen zu bleiben.

Ich stand auf einer anderen Brücke dahinter und beobachtete, wie es völlig unbeschadet geborgen wurde.

In der Realität undenkbar aber in Träumen ist alles möglich.

In meinen Träumen bin ich meistens auf dem Weg irgendwo hin und in keinem Traum kam ich jemals irgendwo an.

Ich hetze, ich renne, ich verpasse Bahnen, ich vergesse etwas, werde aufgehalten, bin zu langsam.

Ich bin mit Menschen unterwegs und konfrontiert, die so real sind, mit Aussehen, Stimme oder Charakter, dass sie wirklich existieren könnten aber keinen von denen kenne ich in Wirklichkeit. Wir sind in einem Flughafenterminal und irren dort umher. Oder auf einem Bahnsteig.

Ich träume auch von Menschen, die ich kenne aber nie in Zusammenhang mit Flugzeugen.

Als ich am Sonntag von diesem Traum aufwachte, war es 12Uhr Mittags. 12 Uhr!

Ich war durcheinander, schälte mich aus dem Bett, schaute raus und war so geplättet von dieser Trostlosigkeit und diesem nervigen Sprühregen -als hätte jemand gegen die Scheibe gesprüht, immer und immer wieder- dass ich direkt wieder ins Bett kroch.

 

Diese Träume, in denen ich mich immer beeilen muss und doch nie ankomme, sind sehr anstrengend.

Es ist wie im Leben.

Ich weiß, ich kann fast alles schaffen, was ich möchte.

Ich weiß, ich habe die Ausdauer, den Willen, den Charme, die Liebe und ein paar Fähigkeiten, um es zu erreichen.

Um zu erreichen, was ich will.

Ich habe doch schon viele Hürden genommen, habe Gebirgspässe, verschlungene Wege, Grenzen, Schwierigkeiten hinter mir gelassen, doch die letzte Hürde, die packe ich nicht.

Ich bin so nah dran, ich brauche doch nur zugreifen, nur ein Wort zu sagen, nur einen Schritt zu gehen.

Stehe direkt vorm Ziel, wie schon oft.

Doch die letzte Hürde, die ich nehmen muss, diese eine letzte Hürde, die ich niemals schaffe, egal wie sehr ich es auch versuche..die letzte Hürde, die bin ich selbst.

 

Endlich wieder zuhause. Genug gelaufen, genug gedacht.

Ich werfe meine Klamotten über die Heizung, springe unter die Dusche, drehe den Wasserhahn auf und lasse das Wasser laufen. Ich geniesse die Dusche, das heiße Wasser, wie es an mir herunter läuft, mich wärmt und umhüllt, wie eine innige Umarmung.

 

Silver

 

 

 

Stillstand

Sonntag, 8.11.15

 

There is trouble in my mind...

Ich frage mich, ob ich eigentlich noch zurechnungsfähig bin.

Ich denke nicht.

Ich sitze den ganzen Tag herum und vergiesse Tränen. Echte Tränen.

Den ganzen Tag schon schreibe ich an diesem Text, der mir unglaublich schwer fällt.

Ich hasse Abschiede.

Aber Abschiede müssen manchmal sein.

Ich habe schon oft mit dem Gedanken gespielt, war aber nie wirklich lange weg.

Nur, jetzt habe ich das starke Gefühl, ich brauche diesen cut.

 

Selbst wenn das keiner versteht, selbst wenn ich doch nächste Woche oder nächsten Monat weiter mache, mir ist das jetzt wichtig, das hier zu schreiben und für eine Weile zu gehen, wie lang die Weile auch immer dauern mag.

Wenn ihr wüsstet, wie wichtig ihr mir geworden seid, wie sehr mir der eine oder andere von euch ans Herz gewachsen ist.

Ihr, die handvoll Menschen, die mich und meine Gedanken auf dieser kleinen Seite begleitet haben.

Ihr, die mich fast besser kennt als die Menschen, die in Wirklichkeit um mich sind.

Mich, das sind meine Gedanken, das was mich wirklich ausmacht und bewegt.

Aber..vielleicht sollte ich den anderen Menschen auch diese Chance geben.

Mich auch so kennen zu lernen.

Ob ich das aber wirklich will..da bin ich mir gar nicht so sicher.

Es sind einfach zu viele Seiten in mir, als das ich sie jemals alle öffnen könnte.

 

Für Verwirrung stiften scheint mein oberstes Gebot aber so ist es nicht.

Ich habe mich bewusst bedeckt gehalten, da ich meine Gedanken teilen wollte, mehr nicht.

Ich habe nicht gelogen, ich habe nicht die Wahrheit gesagt, doch ich habe alles, was ich hier als Desaster geschrieben habe, jedes liebe Wort, welches ich an euch persönlich gerichtet habe, auch wirklich so gemeint.

Von Herzen.

Das war ich, das bin ich.

Ich möchte mich mit diesen Zeilen bei allen bedanken, die hier ab und zu vorbei geschaut haben, die gelesen, verstanden, nachgedacht und gelächelt haben.

Aber auch bei denen, die mit alledem hier, nichts anfangen konnten und stillschweigend wieder gegangen sind.

Danke für euren Besuch auf dieser kleinen Seite, die so viel mehr für mich ist.

Sie spiegelt mich wieder, das alles bin ich.

Von den Menschen, die um mich sind, hat keiner einen Schimmer hier von.

Von meiner Welt hier und wer ich eigentlich wirklich bin.

Und ich glaube, ich weiß es selber nicht.

Vielleicht sollte ich anfangen, es heraus zu finden.

Ich glaube..ich fürchte, dass ich nicht nur eine Person bin.

Und es gibt so viele Dinge, die mir das Herz zerreissen weil sie so sind, wie sie sind und ich es nicht ändern kann.

Das ist wohl das schlimmste für mich, zu akzeptieren, das ich Dinge nicht ändern kann.

Im Moment würde ich vieles lieber tun, als Ich zu sein, als mein Leben zu leben.

Aber ich kann es nicht ändern. Wie so vieles.

Ich entschuldige mich für diesen Text, der wieder so seltsam ist und viel sagt und doch eigentlich gar nichts.

Danke an euch alle.

 

 

Silver

 

Welch Ironie..'Irgendwas bleibt' von Silbermond..nein, nichts bleibt, die GEMA hat's gesperrt

 

 

 

 

 

Freitag, 6.11.15                       Zwischen Nacht und Tag

 

Hast du dich auch schon mal so allein gefühlt, dass du dachtest, du wärst der einzige Mensch auf dieser Welt, der so fühlt?

Als wärst du hinter Glas, unter ihnen aber gefangen in einem Kokon, gesponnen aus all deinen Ängsten?

Du gehst neben ihnen aber zwischen dir und denen liegt ein ein Abgrund, so unendlich tief, dass ihn niemand überwinden kann.

Du willst deine Hand reichen, um dich zu retten.

Du willst deine Hand reichen, um sie zu retten.

Doch du stehst zu nah am Abgrund, ihr würdet zusammen in die Tiefe stürzen.

Also bleibst du hinter Glas, eingesponnen in deinem Kokon.

Aber es gibt einen Augenblick, in dem sich der Abgrund schließt,

das Glas verschwindet und der Kokon dich frei gibt.

Zwischen der dunklen Nacht und dem hellen Tag.

Da gibt es noch etwas anderes.

Einen Moment, in dem alles still zu stehen scheint.

In dem alles möglich scheint.

In dem der Himmel dir Farben schenkt, die es sonst nicht gibt.

Es gibt nur diesen Augenblick der Magie.

Wenn du ihn nicht erkennst und danach greifst, ist er verloren.

Mit dem Verwischen von Nacht und Tag , bei Anbruch der Morgendämmerung, ist der Moment verflogen.

In der kurzen Zeit der magischen Farben kannst du alles haben.

Du kannst alles sagen.

Du kannst alles zeigen.

Du kannst in Gedanken eintauchen, sie zum Leben erwecken, sie auf ein Kissen aus Wolken betten, sie herauslocken, mit ihnen spielen, sie verwirren, klären und in einer warmen Brise schlummern lassen.

In dem Augenblick zwischen Nacht und Tag,

da glaube ich es.

Da glaube ich alles.

Da glaube ich, dass jemand über uns wacht.

Bei Anbruch des Tages dann, ist es Zeit. Die Farben verblassen, der Moment ist vorbei.

Es ist wieder dein Glas, mein Glas, der Kokon und dieser Abgrund.

Aber ich weiß, dass es diesen Moment gibt.

Zwischen Nacht und Tag und mit diesen unglaublichen Farben.

Silver

Gedankengedöns Part sowieso

Mittwoch, 4.11.15

 

Ein herzliches Hallo an jede Form der Existenz da draußen.

Silver ist im Moment total uninspiriert, müde und lost in space.

Das hält mich gerade aber nicht von meinem Mitteilungsbedürfnis ab, es heißt doch nicht umsonst Disaster hier.

Ich bin so leicht beeinflussbar, das gibt es ja nicht. Meine kleine Welt versank für zwei Tage im Nebel...hatte ich nicht geschrieben, dass ich Nebel mag? Ich meine..Silbernebel..Hallo?

Aber das hat mich wirklich ziemlich runtergezogen. Es war einfach nichts mehr da, wo es sein sollte. Es war natürlich noch da, nur nicht sichtbar. Aber das macht es in so unglaublich vielen Bereichen auch nicht besser, oder?

Das Haus gegenüber-weg.

Der Baum-weg, Lichter- auch weg.

Sogar der sonst mega hell erleuchtete und bis zur Sonne strahlende Hafen auf der anderen Seite- alles lag im Dunkeln.

Als ich in der Nacht mal wieder aufwachte und beschloss, ein wenig eiskalte Nachtluft herein zu lassen, da war ich echt begeistert, so dichter Nebel!

Beim Joggen im Park war ich auch noch begeistert, war etwas unheimlich aber ok.

Nur fühlte ich mich wirklich verloren so in diesem Grau. Als wäre ich eingeschlossen in diesem Nebelschleier und kein Mensch wäre mehr da.

Das nächste Problem lauert auch schon...Weihnachten.

Das Fest löst bei mir einfach immer den totalen Fluchtreflex aus.

Ich bin eigentlich nicht wirklich reisefreudig. Allein bei dem Gedanken daran, in einem Flugzeug mit 200 anderen Menschen zu sitzen..das macht mich panisch.

Es ist nicht so unbedingt die Furcht davor, mit 900Kmh gegen einen Berg zu prallen oder im Sturzflug ins Meer zu stürzen, wobei das natürlich auch eine Rolle spielt.

Ich habe keine Kontrolle in dieser Situation.

Ich muss dem Piloten vertrauen, den ich ja überhaupt nicht kenne.

Weiß ich denn, was das für einer ist?

Ob der kurz nach dem Start einfach einschläft? Ich weiß auch nie, welche Geräusche normal sind. Und ich möchte bitte alle Stewards und Stewardessen bitten, nicht immer so total heftig den Gang hinauf und hinunter zu trampeln.

Ich habe immer Angst, dass die wegen dem Getrampel unten im Laderaum landen oder einfach durch den Boden brechen und im freien Fall der Erdanziehungskraft zum Opfer fallen.

Und doch sehne ich mich gerade danach, einfach ein paar Sachen zu packen und mich irgendwohin aufzumachen.

Mein Traum war ja immer Norwegen aber das ist noch zu nah.

Das andere Ziel heißt Alaska. Seit ich mal Wolfsblut gelesen und geschaut habe, möchte ich dahin und einen Husky adoptieren. Ich denke, das muss reichen, einen Wolf kann ich nicht zähmen. Oder vielleicht doch..

Und ich fahre mit dem Hundeschlitten herum und bin einfach weit weg von allem.

Nur die Hunde und ich und ein paar Feuerzeuge um ein Feuer zu machen.

Irgendwann setze ich diesen Plan in die Tat um.

Vielleicht auch mitten im Sommer oder morgen, es gibt immer einen Grund um abzuhauen.

Solange müsst ihr mich noch ertragen.

Habt ihr auch manchmal den Wunsch einfach abzutauchen? Wenn ja, wohin?

Das 'Ich hau ab'- Lied schlechthin und dann auch noch mit Hundeschlitten.

Casper ist der Beste^^

Bis bald,

Silver^^

 

Casper~Auf und davon

 

 

 

 

Ohne Worte

Mittwoch, 28.10.15

 

Es gibt viele Möglichkeiten, Dinge zu beschreiben.

Wer in seiner Wortschatzkiste genügend Adjektive gesammelt hat, kann wunderbar einen Sonnenaufgang beschreiben.

Einen Regenbogen, Herbstlaub, ja sogar, wie sich Schnee anfühlt oder Seide.

Wie Chillischokolade schmeckt oder Ingwer.

Weil wir gelernt haben, diese Dinge zu beschreiben, weil wir sie sehen und anfassen, schmecken und riechen können.

Aber es ist unendlich schwer, jedenfalls für mich, ein Gefühl zu beschreiben.

Die Worte, die zu dem passen würden, was sich in diesem unförmigen, Blut pumpenden Klumpen Organ zusammenbraut und als Gefühl bis in die letzten Regionen meines Körpers spürbar ist...diese Worte könnten nicht mal annährend beschreiben, wie es sich für mich anfühlt.

Das würde niemand verstehen.

Außer vielleicht Menschen, die das Gefühl kennen. Du vielleicht?

Nein, ich meine nicht dieses Gefühl.

Seltsamerweise macht mich dieses Gefühl nicht glücklich.

Nicht froh, stark, euphorisch, beflügelt.

Dieses Gefühl macht mich traurig, schwach, verletzbar und starr.

Dieses Gefühl von Liebe.

Aber, das meine ich auch nicht.

Ich meine das Gefühl, von dem auch dieses Loch im Herzen stammt. Oder umgekehrt.

Ich rede vom dumpfen Hieb, den ich so oft fühle, diesem Loch, welches ich förmlich spüre, dieses Gefühl von verlassen worden sein, allein sein, absoluter Nichtigkeit und Leere.

Ich kann es nicht beschreiben.

Vielleicht fühlt sich ein Säugling so, der dringend den Schutz und die Wärme und Nähe der Mutter braucht, um zu überleben aber einfach achtlos, gleichgültig und ungewollt irgendwo zurückgelassen wurde.

Vielleicht fühlt sich sogar ein Hund so, der nach Jahren seinen Menschen bei der Urlaubsplanung im weg ist und einfach irgendwo an einem Autobahnrastplatz ausgesetzt wird.

Vielleicht fühlt er sich so wenn er seinen Menschen hinterher schaut. Und wartet.

Und seine Menschen nie wieder kommen, um ihn abzuholen.

Ob der Hund so etwas wie eine Erkenntnis erlangt?

An einem gewissen Punkt?

An dem es von der quälenden Sorge zur bitteren Gewissheit wird? Das er nun allein zurückgelassen wurde, dass all die schönen, liebevollen, spaßigen Jahre von einen auf dem anderen Moment ausradiert wurden?

Egal und wertlos geworden sind?

Fühlst du, wie sich der Hund oder der Säugling fühlen muss?

Weder der Säugling, noch der Hund denken ja wirklich aber sie fühlen.

Wir empfinden, noch bevor wir das Gefühl in Worte fassen können.

Selbst wenn der Hund oder irgendein anderes Tier nicht in Worten denkt, empfindet er etwas. Auch zum Beispiel Trauer oder Schmerz.

Der Säugling denkt nicht: Mama? Bist du da? Kannst du mich in den Arm nehmen und mich wärmen? Ich habe Hunger und mir ist kalt.

Aber er spürt das allein sein, den Hunger, die Angst, das Frieren.

Der Säugling und der Hund stehen stellvertretend für dieses Gefühl, das ich beinahe jeden Tag habe und nichts dagegen tun kann.

Da ist dieses Stechen, dieser heiße Schub, der durch mein Herz fährt und sich innerhalb von Sekunden ausbreitet, mir einen glühend heißen Schlag in den Magen versetzt und mich ausknockt.

Und nichts kann etwas an diesem Gefühl ändern.

Nichts kann es nehmen.

Nichts kann mir mein tief verwurzeltes Misstrauen gegenüber anderen nehmen.

Meine Skepsis, meine Vorsicht, meinen Argwohn, meine Angst.

Selbst wenn ich wüsste, was dieses Loch im Herzen verursacht hat..es würde mir auch nicht helfen.

Ist etwas erstmal beschädigt, wird es nie mehr unversehrt.

Man kann so lange nähen, tackern, kleben oder kitten, am Ende ist es trotzdem noch beschädigt.

Ich habe schon als Kind diesen Spruch gehört:

Man soll aufhören wenn es am schönsten ist.

Dieser Spruch hat mich verstört und mich nachdenklich gemacht.

Aber er passt vielleicht denn man geht wenn alles fein ist.

Man geht zufrieden, froh und mit einem guten Gefühl, bevor vielleicht alles in eine totale Katastrophe mündet.

Und..das nichts, rein gar nichts auf dieser Welt ewig hält, das weißt du genau so gut wie ich.

Also, warum nicht gehen wenn es am schönsten ist?

Kann es noch schöner werden?

Oder ist alles erreicht, geschrieben, getan?

Kann es von nun an nur noch schlecht werden?

Ich weiß es nicht.

Wer weiß denn schon, wann der schönste Zeitpunkt erreicht ist?

Vielleicht verpasse ich ihn gerade und werde es irgendwann bereuen aber noch kann ich nicht gehen.

Noch nicht.

Mein Loch im Herzen zwingt mich manchmal dazu, mich abwenden zu müssen, mein Loch im Herzen zwingt mich dazu, Nähe zu vermeiden obwohl ich mir nichts mehr wünsche.

Es zwingt mich dazu, immer diesen dunklen Raum in meinem Herzen und meinen Gedanken zu haben, der nur mir gehört, zu dem niemand Zutritt hat, der niemals geöffnet wird.

Nicht geöffnet werden kann...weil das Schloss so verbogen wurde, dass kein Schlüssel mehr passt.

Das Loch in meinem Herzen zwingt mich dazu, nichts zu glauben und alles anzuzweifeln und manchmal alle Brücken hinter mir zu zerstören, keine Brotkrumen zu streuen, keinen roten Faden zu spannen, keine Kreidezeichen zu hinterlassen.

Sei mir nicht böse wenn es soweit ist.

Sei nicht traurig.

Ich habe alles getan, was ich konnte und alles gegeben, was mir möglich ist.

Du weißt nicht, wie schwer es mir fällt.

Du weißt nicht, wie es mich quält.

Aber ich weiß, dass es sein muss und es wird sein.

Du wirst ja sehen.

Irgendwann.

Silver

 

 

 

 

 

Mittwoch, 21.10.15                              Das Meer in mir

 

 

Die Wellen türmen sich auf.

Riesengroß und bedrohlich.

Eine Welle direkt vor mir, so hoch, als berühre sie mit ihrer Gischt den tiefschwarzen Himmel, als greife sie nach den dicken, funkelnden Sternen.

Ich stample verzweifelt mit meinen Beinen und paddle mit meinen Armen gegen die Strömung an. Vergeblich. Ich lasse mich von der Strömung mitreißen, muss aufpassen, nicht unter zu gehen.

Doch die Welle saust auf mich herab und drückt mich ohne Gnade unter Wasser, die Luft wird augenblicklich aus meinen Lungen gepresst und ich wirble herum, komplett ohne Orientierung.

Der schwarze, unendliche Schlund öffnet sich direkt unter mir und lockt mich mit unendlicher Tiefe und Dunkelheit.

Ich stoße mich mit aller Kraft nach oben, weg vom Schlund und schnappe hastig nach Luft als mein Kopf endlich die Wasseroberfläche durchbricht.

Die nächste Welle rollt heran, doch sie trägt mich nur auf ihrem Rücken fort, Zeit, um durchzuatmen.

Das Salzwasser brennt in meinen Augen, es brennt in meiner Lunge und meine Kräfte lassen langsam nach.

In einiger Entfernung sehe ich Menschen am Strand stehen, sie schauen zu mir. Ich wedele mit den Armen, sehen sie mich denn nicht?

Ich rufe, ich schreie aus voller Kehle aber mein Rufen wird vom Sturm einfach verschluckt.

Die Menschen lachen und tanzen, ihre Schatten zucken über den Strand, sie drehen sich weg und feiern weiter seelenruhig ihre Feier.

Wie bin ich hierher geraten?

Habe ich nicht gerade geschlafen? Träume ich?

Es ist so real, ich fühle das Wasser, es ist kalt, ich habe eine Gänsehaut, schmecke das Salz und sehe die funkelnden Sterne, sie sind so riesig, strahlend hell und klar.

Keine Zeit mehr um nachzudenken.

Hinter mir vernehme ich lautes Getöse, die nächste Riesenwelle rollt heran, noch eine werde ich nicht schaffen.

Ich strample immer verzweifelter um mich über Wasser zu halten. Atmen, atmen, schwimmen, schwimmen.

Ein letzter Atemzug noch dann trifft mich die Welle mit voller Wucht und ich sinke in einer Abwärtsspirale dem schwarzen Schlund entgegen.

Wie verlockend diese Dunkelheit ist.

Es ist eine dumpfe Stille hier unten, von dem Getöse da oben ist nichts zu spüren.

Ich sinke nicht. Ich schwebe.

Sollte ich einen Moment bleiben?

Habe ich noch Luft in meinen Lungen? Habe ich noch Kraft, um wieder aufzutauchen?

Oder tauche in ein bisschen weiter hinab?

Es ist gar nicht so bedrohlich, was dort wohl ist?

Der Frieden ist trügerisch. Dort ist es eiskalt und ewige Nacht. Der Druck wird dich zerquetschen. Tauche auf. Jetzt.

Ich reiße meinen Blick vom Schlund los und schaue nach oben.

Über mir schimmert die Wasseroberfläche, ich kann den Nachthimmel sehen.

Mit allerletzter Kraft stoße ich mich durchs Wasser, rudere mit den Armen und gleite mit ungeahnter Geschwindigkeit nach oben.

Ich durchbreche ein weiteres mal die Wasseroberfläche und schnappe gierig nach Luft.

Der Sturm ist vorüber, das Wasser spiegelglatt.

Ich kann es nicht glauben, doch ich habe es geschafft.

Das Meer hat sich beruhigt. Das ewige Meer. Das Meer in mir.

Es nimmt mich mit und ich werde hineingespült in einen neuen Tag, neue Klippen, neue Untiefen, unbekanntes Gewässer.

Mein kleiner Kahn mag schwanken doch er hat schon einige Stürme mit mir gemeistert.

Er wird nicht untergehen.

Er wird die Klippen meiden und den Wellen trotzen.

Er wird mich zurück an Land bringen, das Meer in mir mag toben und wüten aber ich bin der Kapitän.

Und ich werde es überqueren und sicher nach Hause kommen. Ich bezwinge es.

Das Meer da draußen.

Und das Meer in mir.

Silver

 

 

 

 

Mittwoch, 14.10.15                   Labyrinth

 

Wie immer fing alles ganz harmlos an.

Ich weiß nicht, wie es passiert ist aber ich bin so tief in diesen Irrgarten, dieses Labyrinth geraten, bin so darin verloren, dass ich nicht mehr heraus finde.

Es zerreisst mich fast, macht mir Angst und trifft mich auf eine Weise mitten ins Herz, wie ich es nicht erwartet hätte und wovor ich mich immer gefürchtet habe.

Nun bricht die Dunkelheit herein und ich weiß nicht mehr weiter, ich habe die Orientierung verloren.

Mir ist so unsagbar heiß, es brennt in meinen Eingeweiden, in meinen Knochen, meinen Zähnen, auf meiner Haut.

Eine lodernde, höllisch heiße Flamme, die sich nur schwer kontrollieren lässt.

Ich bin hoffnungslos verirrt in diesem Labyrinth, in das ich mich hinein gewagt habe, mutig und neugierig, ich habe mich voran gekämpft, durch Geäst und Dornen und dichtes Gestrüpp, bin auf verschlungenen Pfaden gewandelt und um viele Ecken gegangen.

Doch nun bin ich so weit hinein geraten, dass ich den Weg nach Hause nicht mehr finde.

Ich finde nicht mehr hinaus.

Den Weg zurück in mein Leben, in dem ich zur Zeit so seltsam lethargisch verharre.

Doch ich werde niemals aufgeben.

Denn es ist mein Leben und ich habe nur dieses, nur eine Chance, kein Reboot, ich muss da durch, ob ich will oder nicht.

Ausgerechnet ich.

Ausgerechnet Silver.

So erschüttert, dass mir alles schmerzt, so am brennen, dass ich die Hitze tief in mir spüre, bis in die allerkleinste Zelle.

Ich weiß nicht, ob ich es schaffe, diese Höllenhitze einzudämmen, bevor sie alles um mich herum in Flammen setzt.

Ich muss meinen Verstand und mein Herz in die Hände nehmen und mich aus diesem Irrgarten befreien.

Das ich so tief in dieses Labyrinth gerate, war niemals meine Absicht, nie der Plan, nicht vorhersehbar.

Ich habe es nicht kommen sehen, habe nur nach vorn geschaut, den Weg hinter mir aus den Augen verloren.

Was soll ich nur tun?

Ich will heim.

Ich weiß nicht mehr, wo ich bin.

Ich habe mich verlaufen.

Silver

 

 

 

 

Montag, 12.10.15                        Montags-Song

 

Sollte sich irgend jemand hierhin verirrt haben: Hallo..

Ja, ich habe eine Schwäche für die AC-Soundtracks und Trailer^^

Viel Spaß damit, ein Desaster folgt Mittwoch oder Freitag, für alle, die es interessiert^^

Bis dann,

Silver

Freitag, 9.10.15

 

Warum nur sehne ich mir immer den Winter herbei?

Wo es da doch so bitterkalt ist.

Wo es doch an manchen dieser dunklen Tage so unendlich schwer fällt, morgens aufzustehen.

Im Bett schön kuschelig, draußen dunkel und frostig.

Mein Körper fühlt sich an wie in Blei gegossen, wie einer dieser verkrüppelten, undefinierbaren Figuren, wie sie beim Bleigiessen entstehen.

Man fragt sich, was zum Geier das sein soll, ein Kran, ein Dino, Albert Einstein?

An manchen Tagen bin ich so eine Bleifigur.

Vor allem an diesen grauen, nebligen Wintertagen, die ich doch eigentlich so schön finde.

Ich sehne ihn herbei, den echten, kalten, harten Winter.

Wo du schon zu Eis erstarrst wenn du nur mal kurz das Fenster öffnest um frische Luft herein zu lassen.

Wo dein Hirn Gefriebrand bekommt, da draußen zwischen den Häusern, wo man entlanggehen muss, im Eiswind des Todes.

Wo man in der Bahn oder im Bus von irgendwelchen Virenschleudern angeniest und angehustet wird und eine Woche später selbst total vergrippt auf der Couch liegt.

Kopf,-und Gliederschmerzen geplagt und wegen einer, durch Langeweile und Fieber verursachten, vorübergehenden Unzurechnungsfähigkeit, verfolgst du das Zombieland-Vormittagsprogramm in der Glotze und zweifelst wieder heftig am Sinn der Existenz der Menschheit.

Zwei Wochen später bist du die Person, die andere anniest um dich dem Rest der Viren zu entledigen.

Manchmal lacht auch die Sonne vom blauen Himmel und es ist wunderbar und bitterkalt aber ich mag das, ich friere lieber als zu schwitzen.

Aber dann wird es so schnell dunkel oder nicht mal wirklich hell und man wird wieder manisch-depressiv, durch dieses unberechenbare Winterwetter.

Und alles ist so einsam, grau und trist.

Und draußen ist es genauso.

An diesen schweren Tagen möchte ich mich nur müde und leer in mein Bett kuscheln, selbst wenn mir einfällt, dass da keiner wartet aber das ist egal denn ich freue mich trotzdem darauf, dazu noch einen Tee oder Kaffee, wonach mir gerade ist, schaue einen meiner Lieblingsfilme, den ich schon fast mitsprechen kann, auf Englisch übrigens auch...jedenfalls einige Passagen..

What are you doing here?

I just wanted to know if you're available for Barmitzwahs and Christening..as well as Ruby Weddings..excellent speech.

I tought you were in America?

Well yes, I was but, ahm, I realized I'd forgotten something back home..

Which was?

Well, I realized I`d forgotten to kiss you goodbye, do you mind?

Aaaawww...

Oder den anderen...I'm not the explosion-guy, o.k?, ja sicher^^ You have to work your hardest and stay positive. Then you've got a shot at the silver lining...

Und immer lacht man an der selben Stelle oder flennt an der selben Stelle..oder man nimmt sich ein Buch vor, was man schon immer lesen wollte..oder schon dreimal gelesen hat.

Man schlüpft in den Kapuzenpulli aus der Herrenabteilung im Sportladen, den man in einem Anfall von Verzweiflung gekauft hat, ab unter die Kuscheldecke, diese unfassbar weiche..eine dicke Kerze anzünden, die nach Zimt oder Keksen duftet und wenn man keine Lust auf Film oder Buch hat, hört man eben fünfzig mal hintereinander das selbe Lied und beobachtet fasziniert, wie das Kerzenlicht dazu tanzt.

Man schaltet die Lichterkette ein, die x-te weil die immer so schnell kaputt gehen, mindestens aber drei oder vier Lampen davon oder man holt einfach mal die mit den Sternen oder die mit kleinen Lampions.

Wenn es dann schneien würde...die Vorhänge bleiben geöffnet, damit man rausschauen kann, damit man zusehen kann, wie große, fette Schneeflocken in Zeitlupe vom Himmel

segeln...die ganze Nacht durch.

Und am Morgen ist alles unter einer weißen, kalten Glitzerdecke verschwunden, alles wirkt rein und zauberhaft.

In so einer weißen Glitzerwelt kann nichts Schlechtes existieren.

Es riecht nach Winter, Schnee und Kälte und es ist wunderschön.

Man kramt den Schlitten aus dem Keller, kann es kaum erwarten, geht zum nächsten Hügel und saust im Affentempo hinunter, gleich noch einmal, liefert sich ein halsbrecherisches Duell mit anderen Rodlern und rammt sie extra, fällt in den Schnee und lacht sich kaputt.

Abends dann, lauschst du einfach nur dem Wind, wie er die Schneeflocken durch die Nacht jagt, wie er um dein Haus heult, bis du einschlummerst, im flackernden Kerzenlicht.

Das wäre doch perfekt.

Vielleicht hänge ich daran weil ich im Winter geboren bin.

Dazu bestimmt, ein Winterherz zu sein, vom allerersten Herzschlag an, ein Winterherz, das für die Kälte, den Nebel und die Dunkelheit gemacht ist, dass so sehr damit kämpft aber weiß, dass es ohne das alles, nicht schlagen könnte.

Ich mag den Winter so sehr..wegen all dem Schönen und auch wegen seiner nicht so schönen Seite.

Vielleicht mag ich ihn genau deswegen.

 

Silver

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 30.09.15                Melancholie

 

Melancholie- bezeichnet eine durch Schwermut, Schmerz, Traurigkeit oder Nachdenklichkeit geprägte Gemütsstimmung, die in der Regel auf keinen bestimmten Auslöser oder Anlass zurückgeht....wirklich?

 

 

Melancholie klingt schöner als es sich anfühlt.

 

 

Man kann an einem warmen, schönen Sommertag, an dem alle um einen herum lachen, schwimmen, reden, Spaß haben, leben, melancholisch sein.

 

An einem so goldenen Tag wie heute zu beobachten, wie sehr sich die Natur gegen ihr unweigerliches Schicksal aufbäumt, die letzten wärmenden Sonnenstrahlen aufsaugt und noch einmal letzte Blüten treibt, bevor sie letztendlich der Dunkelheit und der Kälte zum Opfer fällt, das macht mich auch melancholisch.


Ich sehe und fühle, dass die langen, kalten Nächte näher rücken, die grauen, verregneten Tage, die ich eigentlich so sehr mag.


Doch, was soll ich tun wenn die Dunkelheit in mir ist?


 

Was soll ich tun wenn diese Traurigkeit niemals getröstet werden kann,

diese Sehnsucht niemals gestillt, der Schmerz nie geheilt und der Wunsch nach etwas zu groß ist, um jemals erfüllt zu werden?


Wenn das Loch im Herzen von Geburt an so riesig ist, das alles, womit man es zu flicken versucht,

einfach hindurch fällt?

 

Wenn die Kälte und die Gedanken kaum zu ertragen sind?

Hoffen, leben, weiter machen, lachen, aushalten?

Vielleicht alles davon, vielleicht auch nichts.

Melancholie ist wirklich ein schönes Wort.

Mehr auch nicht.

Silver

 

 

 

 

Freitag, 25.09.15                        Nachts.

 

 

Was man Nachts alles anstellen kann:)

Viel Vergnügen.

 

Nachts

hab ich Angst

nachts

hab ich Sehnsucht

nachts

hab ich Ideen

nachts

hab ich Lust

nachts

will ich raus

nachts

will ich rennen

nachts

will ich singen

nachts

will ich tanzen

nachts

will ich schreiben

nachts

will ich mich drehen

nachts

will ich Sterne sehen,

Schafe zählen,

von dir träumen,

den Mond anheulen

nachts

will ich den Mond malen,

mit ihm um die wette strahlen,

ein Bad im Mondlicht nehmen,

seine Krater zählen,

nebenbei ein paar Herzen stehlen

nachts

hör ich die Schiffe im Hafen

nachts

tu ich alles

nur nicht schlafen

 

Silver

 

 

 

Sonntag, 20.09.15

Mit freundlicher Unterstützung von: Janis Joplin-Kozmic Blues, Bruno Mars-Lost, Snow Patrol-Run&Chasing Cars, Lana Del Rey-Ride

Der Schluss fehlte irgendwie..mission completed^^

Silver <3

Ich will ein Laubgebläse

Mittwoch, 16.09.15                     

 

Zur Abwechslung mal wieder ein typisches Silver-Desaster. Muss ja auch mal sein.

 

Als ich kürzlich mit Celine schrieb, hat sie mich schmerzlich daran erinnert, dass ich bald wieder raus muss..in den Dschungel, um Winterklamotten und Schuhe zu kaufen.

Wem wie mir ganz Geschlechtsuntypisch das Shopping-Gen fehlt, wird verstehen, wie ganz ganz schwierig das wieder wird, dazu gleich mehr.

Zuvor dachte ich wieder über so (das ist mein neues Universalwort, neben ok, überall und variabel einsetzbar) gewisse Dinge nach...

Ich fragte mich als ich die Straße hinunter ging, ob ein Laubgebläse eigentlich wirklich eine Arbeitserleichterung darstellt.

Der Typ mit dem Laubgebläse blies eifrig die Blätter vor sich her, mit dicken Ohrenschützern und sowas wie einem Jetpack auf dem Rücken. Vielleicht kann er damit ja nach getaner Arbeit einfach abheben und ins Hauptquartier der Laubbläser zurück fliegen.

Zum einen ist dieses Gerät tierisch laut und es freut mich für diese Zunft, dass sie Ohrenschützer gegen den Lärm tragen...aber ich ja nicht.

Dann hat es sicher ein gewisses Gewicht, vielleicht nicht Tonnen aber bestimmt schwerer als der gute alte Besen.

Weil, es muss ja getragen werden und dann noch das Jetpack auf dem Rücken.

Und an Tagen wie heute, wo man aus dem Haus geht und beinahe vom Wind weggeweht wird, ja, da frage ich mich, was für einen Sinn macht es dann, Laub durch die Gegend zu blasen, das fliegt schon von allein überall hin. Und zwar dahin, wo der Wind es hinhaben will, und nicht der Mensch mit dem Gebläse.

Die einzige Sicherheit, im Gegensatz zum Besen, die dieses Gerät bietet, ist, dass mit dem Gebläse nicht die frische Hundekacke mit fortgefegt wird, schön im Besen verklebt.

Ausser die trockene, die fliegt dann eventuell auch durch die Gegend, viel besser als die Blätter.

Vielleicht hat man aber auch so viel Spaß mit dem Teil wie Spongebob.

Dann hätte ich bitte auch gern eins. Amazon?

Aber das war ja nicht alles. Die fleissigen Heckenschneider waren auch am Werk.

Natürlich mit elektrischen Heckenscheren, richtige Kettensägen, wie die von Jason in Freitag, der 13., die mit dem Laubgebläse um die Wette lärmten.

Wenn in Deutschland eine Hecke mal nicht korrekt gestutzt ist, kommen sicher auch gleich die Herren vom Ordnungsamt. Wie er hier schon feststellte, 'ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot'.

Wo sind die denn an der anderern Stelle, da beim Wildwuchs neben dem Weg. Da explodiert die Hecke ja schon fast und wenn man nicht aufpasst, hat man Teile davon im Auge oder sonst wo hängen.

Das gibt doch sicher eine EU-Verordnung, was die Form, Höhe und Tiefe von Hecken betrifft.

Wo sind sie die Bürokraten nur, wenn man sie mal wirklich braucht?

 

So, nun aber^^

Also wie gesagt, ich brauche Winterklamotten.

Wobei, so richtig Winter war das ja die letzten Male nicht wirklich. Winter, das ist klirrende Kälte, meterhoher Glitzerschnee und stahlblauer Himmel. Zumindest in meiner Phantasie.

Nicht dieses, nennen wir es mal, Wetter.

Der Winter ist eigentlich eine eigene, neue Jahreszeit geworden. Nämlich eine Mischung aus Frühling, Herbst und Winter.

Morgens so richtig arschkalt, Mittags 20 Grad und Nieselregen und abends Schnee und Hagelsturm.

Nennen wir es einfach Herwinling.

Hach, dieser Herwinling, jedes Jahr das gleiche mit dem.

Oder alternativ: Frübster oder Winlingst.

Und wegen diesem Herwinling muss ich mich an den Kriegsschauplatz wagen.

Am besten an einem Samstagnachmittag.

Normalerweise bin ich froh- einfach schnell bei H&M durchhuschen, weil das eine schöne Abkürzung ist. Aber dieses mal dann nicht.

Dann muss ich wieder suchen und tausend Klamotten mitnehmen. Weil, ich gehe lieber allein shoppen, wenn ich denn gehe und dann will ich nicht immer wieder raus rennen müssen, um mir doch noch den dunkelroten Pulli zu holen oder doch eine andere Größe oder oder. Purer Streß.

Genau wie bei Jeanshosen. Die muss ich immer in dreifacher Ausführung mitnehmen.

In allen möglichen Größe also, weil es scheint, als würden irgendwelche Heinzelmännchen diese über einen gewissen Zeitraum immer umnähen.

Die Jeans haben nie die gleiche Größe, also ich habe eine, in sagen wir 38 und die passt super, muss das nicht heißen, das die andere, neue, auch in Größe 38 passt. Obwohl es genau die gleiche ist.

Außerdem haben sie die Größen der Größentabelle von Erdmännchen angepasst. Größe Null war eigentlich 32, 32 war 36 und 38 war 40...dazwischen gibt es nichts. Vielleicht haben sie die Größen sogar um zwei Nummern verkleinert.

Eigentlich könnten sie in den Kabinen auch gleich einen Strick bereithängen, für alle, die an sowas verzweifeln und denken, wer Größe 36 trägt, sei fett. Weil die Hosen alle viel zu eng sind. Weil es ihnen vorgegaukelt wird. Dabei versucht man nur Hosen für Erdmännchen zu tragen..

 

Meistens sind die auch immer viel viel zu lang. Oberteile genauso.

Ich frage mich wirklich ganz ernsthaft, für wen diese Klamotten konzipiert sind...zum einen zu eng, zum anderen zu lang...vielleicht doch eher für ihn hier?

Dann schleppst du die Hosen und Pullis zur Schlange vor den Umkleidekabinen, wartest 20 Minuten, bist geduldig, während die ganzen Sachen dreimal durchgezählt werden und du endlich die richtige Nummer bekommst, gehst rein und kippst beinahe um weil es riecht, als hätte jemand eine Dachshöhle hochgenommen.

Außerdem fühle ich mich immer beobachtet, sicher sind in den Ganzkörperspiegeln und in der Sprinkleranlage Kameras versteckt. Die Leute dahinter lachen sich schief, während sie mich dabei beobachten, wie ich versuche in diese ellenlangen Hose hineinzukommen.

Nach dreimaligem zusammenraffen kommt endlich auch mein Fuß zum Vorschein.

Hallo Fuß, schön dich zu sehen.

Das wieder ausziehen sieht auch nicht eleganter aus.

Und selbst die Jackenärmel sind immer zu lang.

Es gibt Klamotten für Schwangere und für Übergrößen, vielleicht sollte man überlegen, mal eine für Hobbits anzulegen.

Dabei sind 1,68 doch echt nicht so wahnsinnig klein.

Bei Pullis stören mich zu lange Ärmel nicht aber bei Jacken sieht das echt seltsam aus wenn man die umkrempelt.

Und meistens ist das bei mir so, wenn ich plane, etwas zu kaufen, finde ich einfach nichts. Nichts.

Aus lauter Verzweiflung werden dann einfach ein paar schöne neue Socken eingetütet. Daher habe ich wenig Klamotten, dafür richtig viele Socken.

Immerhin.

 

Wenn ich gar nichts haben will oder gerade knapp bei Kasse bin, ja, dann sehe ich so viele schöne Sachen, die ich aber dann links liegen lassen muss und denke, nächste Woche sind die auch noch da. Nein, in der Zeit wird der ganze Laden umgestellt und dreimal das Sortiment ausgetauscht. Egal wo man schaut, in allen einschlägigen Läden ist mir das passiert.

Schuhe gehen eigentlich immer aber da gefallen mir auch immer sehr sehr wenige.

Ich sollte selbst designen, was die Designer auf die Laufstege schicken, das schaffe ich allemal.

Designed by Sølv. Oder Sølvjente. Punkt.

Viel Spaß beim Shoppen. Oder mit dem Laubgebläse inklusive Jetpack.

Silver

 

 

 

 

Donnerstag, 10.09.15                   DU.

 

Ich liege im weichen, duftenden Gras, meine Augen fest geschlossen.

Die Strahlen der Spätsommersonne hüllen mich in wohlige Wärme.

Ich strecke meine Arme aus und streiche leicht über das Gras, die Grashalme kitzeln meine Hände und ich bleibe mit ausgestreckten Armen liegen.

Es duftet herrlich nach Sommer und Sonne doch ich fühle das Ende kommen.

Spürst du die Kälte?

Der riesenhafte Baum antwortet mit einem Ächzen und neigt sich bedächtig zur Seite, vom Wind dirigiert.

Etwas huscht vorüber, ich blinzle angestrengt gegen die Sonne, eine verschwommene Gestalt schaut auf mich herab, bist du es? Ich kann meine Augen nicht öffnen.

Etwas lässt sich neben mir nieder und streicht sachte meinen Arm, sag, bist du es?

Ich inhaliere ein letztes Mal den Duft des Sommers und lausche deinem lauter werdenden Raunen.

Steh' auf, du musst gehen.

Ich fröstele und drehe mich zur Seite.

Ich weiß, du bist der Wind.

Ein tiefes Rufen dringt an meine Ohren, fern und dunkel.

Rufst du nach mir? Sag, rufst du meinen Namen?

Doch es drückt und zerrt nur an mir.

Es ist Zeit. Steh' auf.

Ich versuche es aber meine Glieder sind so schwer.

Ich möchte noch nicht gehen, kann ich bleiben?

Was willst du hier?

Du bist hier.

Du weißt wozu ich fähig bin, ich könnte dich zerstören.

Du könntest aber du wirst es nicht. Niemals.

Eine warme Brise streicht über die Wiese und schmiegt sich an mich.

Komm schon, ich will dich sehen, zeig dich mir, nur wir sind hier.

Du siehst mich in den Bäumen, in den Wolken, du spürst mich auf deiner Haut, in deinen Haaren. Ich lasse dich die Sonne schmecken und die Blumen riechen.

Aber ich will dich sehen.

Deine Antwort ist ein tiefes, unergründliches Lachen. Ich verstehe.

Doch ich will nicht fort und meine Augen öffnen.

Geh' nun, es ist Zeit.

Kann ich noch einen Moment bleiben? Hier ist es still und friedlich.

Nein. Du weißt doch.

Kann ich wiederkommen und bei dir sein? Kannst du um mich sein, wispern und toben und mir zeigen, dass du da bist?

Das ich da bin?

Natürlich, wann immer du willst. Ich werde hier sein und auf dich warten. Ich bin bei dir, in deinen Träumen.

Silver

 

 

 

 

Samstag, 5.09.15                                         One in a million

 

Ich habe mich ein wenig aufgerappelt und habe das seelische Tal fast hinter mir gelassen und kann mich momentan nicht entscheiden, ob ich Sharknado 2 schaue- wie der Name schon sagt, geht es um einen Tornado wo Haie drin sind (ja, ernsthaft) oder endlich meine Gedanken niederschreibe.

Und ich denke, da beides ein ziemliches Desaster ist, kann ich auch beides gleichzeitig machen.

Hätte mich jemand vor ein paar Tagen gefragt, ob ich glücklich bin, hätte ich spontan Nein gesagt.

Ganz weise Menschen würden dann dazu raten, etwas zu ändern, so nach dem Motto 'Mach kaputt, was dich kaputt macht' oder auch 'Jeder ist seines Glückes Schmied', irgend so ein Kalenderblattspruch.

Und weil ich es nicht mag wenn andere unglücklich oder unzufrieden sind, würde ich anderen sowas auch raten, habe ich auch schon, nicht genau das aber irgendeinen klugen Ratschlag hat ja jeder in der Tasche.

Manchmal bin ich ganz großartig darin, andere zu motivieren und ihnen Selbstbewusstsein einzuflössen.

Bei mir selbst funktioniert das nicht, unter anderem weil ich nicht Simslike vorm Spiegel stehen kann, um mich mit einer aufmunternden Rede zu motivieren oder Zuspruch zu geben oder mich selbst zu trösten.

Dann habe ich beim recherchieren im Netz auch noch einige Seiten über Körpersprache aufgestöbert und festgestellt, dass ich wohl so Körpersprachemäßig alles falsch mache und andere Leute gar nicht anders können, als mich unsympathisch zu finden.

Zum Beispiel die vorm Körper, also Bauch oder Brust, verschränkten Arme.

Das signalisiert deinem Gegenüber auf Abstand zu bleiben, weil du damit eine Abwehrhaltung einnimmst und obendrein noch egoistisch wirkst.

In Kombination mit meinem nach unten gerichteten Blick (ich kann anderen nicht permanent in die Augen schauen, auch nicht welchen, die ich schon lange kenne und schon gar nicht welchen, die ich gerade kennengelernt habe) wirke ich nun auch noch desinteressiert und gelangweilt.

Dabei bin ich nur zutiefst verunsichert und schüchtern und gehe innerlich tatsächlich auf Abstand, es ist nicht nur eine bequeme Haltung, die verschränkten Arme bieten mir auch einen gewissen Schutz.

Aber gerade wenn es um die Kontaktaufnahme zum anderen Geschlecht geht, gerade wenn mir jemand gefällt, schaue ich überall hin, nur nicht in die Augen.

Weil ich nicht weiß, was ich machen soll und es schon Gewohnheit ist, verschränke ich noch die Arme und schon ist die Mauer gebaut.

Dazu kommt noch der Gedankensalat aus meinem Mund- wenn denn was kommt, und das ist der endgültige Todesstoß.

Tja. Das alles passiert aber nur, wenn mir mein Gegenüber wirklich gut gefällt ansonsten ist es mir ziemlich Wurst und bin daher auch entspannt. Promt finden mich Leute gut, die ich aber nicht auf diese Art gut finde.

Vermaledeite Sache.

Und die andere Sache ist, dass wenn man von vornherein denkt, die werden mich eh scheiße finden, finden sie einen auch doof weil man eine innere Haltung annimmt, die die anderen als unsympathisch wahrnehmen.

Also einem unbekannte Menschen, die man aus welchem Anlass auch immer, irgendwo kennenlernt.

Soweit, so gut.

Nur, was ist wenn man diese Haltung nur angenommen hat, nachdem man unzählige negative Erfahrungen machen musste, obwohl man offen, freundlich, ehrlich und auf eine teddybärartige Weise schon naiv und putzig war und nichts böses ahnend auf andere reagiert hat?

Denn ich bin ja trotz meiner Schüchternheit genau so gewesen und habe mich anderen, zumindest nach Mensch aussehenden Individuen gegenüber, auch so verhalten.

Und trotzdem wurde ich so oft mies behandelt, auf die unterschiedlichsten Arten, von den unterschiedlichsten Menschen (ja, auch schon als Kind durfte ich die Erfahrung machen, wie es ist, gemobbt zu werden).

Ich habe es nie kapiert, wieso, weshalb, warum es so war.

Diese Haltung die ich jetzt habe, kommt also nur von unzähligen negativen Erlebnissen und nicht anders herum.

Was ist denn damit?

Habe ich noch nicht herausgefunden.

Vermutlich brauchen Menschen auch keinen Grund um scheiße zu sein. 

Aber ich bin auch nicht wirklich bereit, so eine Art Knigge-Katalog abzuarbeiten und mir Verhaltensweisen abzugewöhnen und angemessenere anzutrainieren, damit es funktioniert, auf freundschaftlicher Basis oder anderes.

Mittlerweile habe ich die Meinung angenommen, die richtigen Menschen werden es auch richtig deuten und sich nicht nur fünf Minuten Zeit nehmen, um sich ein Urteil über mich zu bilden.

Wir urteilen manchmal viel zu schnell über andere.

Vielleicht hat jemand gerade einfach einen schlechten Tag, hat irgendwelche Probleme, von denen man nichts ahnt und die man auch lieber nicht hinterfragen will, weil sonst ja die eigene kleine heile Welt kaputt gehen könnte. Möglicherweise verpasst man aber die Gelegenheit, einen wirklich wunderbaren Menschen kennen zu lernen, der aber nur unsicher, schüchtern oder gerade einfach nur traurig ist. Oder einfach ein stiller Mensch, der nicht jedem sofort seine innersten Gedanken auftischt und laut in die Welt hinausposaunt.

Meistens werden nur die lauten gehört und gesehen.

Es hilft auch nicht, mir zum Beispiel, immer und immer wieder zu sagen, du redest so leise, rede mal lauter.

Nö, halt einfach deine Klappe und sperr die Ohren auf, dann hörst du mich auch.

Ich bin ein eher blasser Mensch, als ob ich das nicht wüsste und es irgendwann auch jeder gesehen hat, muss man ja nicht dauernd sagen, du bist aber blass, bist du krank?

Nein aber von solchen Bemerkungen werde ich krank.

Und alles in allem bekomme ich von diesem ganzen Shit ein wirklich ernsthaftes Sinn-Problem, finde alles was ich tue, ja meine ganze Existenz, wirklich überflüssig und sinnfrei.

Dann muss ich Abstand haben, mehr noch als ohnehin schon und irgendwann geht es auch wieder.

Ich muss mir dann immer wieder sagen, dass ich gern ein Glasmensch bin, leicht zerbrechlich vielleicht, mit kleinen Kratzern, die man nicht sofort erkennt weil man sie auf dem Glas nicht wahrnimmt. Und auch wenn sie stärker und härter und robuster erscheinen, so will ich doch kein Steinmensch sein.

Ich bin richtig so, wie ich bin, weil ich es bin. Ich will mich nicht verändern, damit es anderen gefällt oder sie besser damit klarkommen. Den Grund für all den Mist werde ich wohl nie verstehen oder herausfinden. Und diese Phasen gehören zu mir wie meine Nase, damit muss ich leben.

Vielleicht versteht das alles nur einer von tausend Menschen aber dann versteht es der richtige Mensch.

Silver

 

 

 Nachtrag: Verdammt, ich war so sehr auf mein Desaster konzentriert, das ich nun nicht weiß, was es mit diesem Haitornado auf sich hatte..sicher nichts Gutes, wenn Haie vom Himmel fallen ist es entweder aus mit uns oder es war ein echt mieser Drehbuchautor am Werk.

 

 

 

 

Samstag, 15.08.15

 

Nichts.

Wenn dich ein Albtraum quält, schweb ich leise zu dir heran, umschlinge dich.

Du ahnst es nicht.

Im frühen Morgenlicht blinzelst du irritiert, was war das?

Du siehst mich nicht.

Ich erzähl dir flüsternd von mir, ganz nah an deinen Ohren.

Hörst du es nicht?

Mein Nebelmund lacht wenn du sprichst, du hörst mich nicht.

Ich folge dir auf Schritt und Tritt, bin der Schatten neben dir, merkst du es nicht?

Siehst du mich?

Meine Nebelhand streichelt deine, doch du ziehst sie fort, es kitzelt dich.

Du spürst mich nicht.

Kein Lachen, kein Weinen, keine Lüge bleibt mir verborgen,

meine Nebelaugen sehen dich, siehst du es nicht?

Siehst du mich?

Ich schweb um dich herum, doch du spürst nur Kälte, dreh dich um, fühlst du mich?

Deine Augen sind trübe, voll von frostiger Kühle, du siehst mich nicht.

Schau dich um, wo bin ich?

Siehst du mich?

Nein. Du siehst nur dich, in tiefschwarzer Leere.

Du siehst mich nicht.

Silver

 

 

 

 

Montag, 3.08.15                      Only you

 

Was Schlaftrunkenheit und ein simpler Song bei mir für Auswirkungen hat...

 

Only you (klick!)

can make this world seem right

Only you

can make the darkness bright

Only you and you alone

can thrill me like you do

and fill my heart with love for only you

 

Ich will die sein, für die du Gedichte schreibst, einen Song, einen Brief, nur eine einzige Zeile.

Für die du Täler durchwanderst, Berge erklimmst und Flüsse überquerst, wie in dem einen Song.

Ich will es sein, niemand sonst.

Kein vielleicht, mal sehen, irgendwann. Nein, jetzt oder nie, wir leben nicht bis in alle Ewigkeit.

Kein 'mal schauen ob noch was besseres kommt' denn ich bin das Beste, das Wundervollste, was du je gesehen hast.

Es geht um mich, deine Träume gelten mir, dein Herz schlägt schneller weil ich vor dir stehe, deine Augen leuchten weil sie mich sehen und dein Mund lächelt weil ich dich anlächle.

Nur ein einziges Mal.

Nur ein einziges Mal soll es so sein.

Das es um mich geht und nicht um sie oder die oder die andere.

Nur einmal bin ich die Einzige, nur einmal ist da keine, die passender ist weil ich die Eine bin, die passt.

Doch ich bin ich, das Nebelwesen, verschwommen und schemenhaft.

Bin da und doch nicht da, werde gesehen aber nicht wahrgenommen, gehe, ohne Fußspuren zu hinterlassen, rede, ohne gehört zu werden, atme, ohne zu leben und liebe, ohne geliebt zu werden.

Ich schwebe als Schatten umher, bin bei dir auch wenn du mich nicht siehst, streichle dich mit meiner Nebelhand, du spürst es nicht, doch ich bin hier.

Dreh dich um, siehst du mich?

Silver

 

 

Montag, 27.07.15

Gedankengedöns Part II: Was, wie bin ich oder auch Lakritzüberdosis und vielleicht ein wenig Romantik

 

Das erste Foto hier und was ist darauf? Lakritzschnecken..was sagt das über mich aus?

Das ich gerne Lakritzschnecken esse.

Da ich meinen Körper nicht mit Bewusstseinserweiternden Substanzen tracktiere, haben so harmlose Teile wie eben jene Lakritzschnecken oder auch ein frisch gepresster O-Saft die gleiche Wirkung bei mir. Nur ohne Halluzinationen und bunter Zerrbilder.

Gestern abend hatte ich wohl eine Überdosis der schwarzen Köstlichkeit und war so dermaßen aufgedreht, das ich nicht schlafen konnte.

Wie so ein Kind von Ökoeltern, deren Balg nach 17 Uhr keine Süßigkeiten mehr bekommt, weil es sonst im Kreis rennt. Es werden nur noch Dinkelbrot und Gurkenstreifen zugefüttert.

Zucker hat wohl eine krasse Wirkung, ähnlich die von Ecstasy, aber ich konnte nicht wiederstehen.

Dabei lagen hier noch drei ein wenig ranzig gewordenen Orangen, die ich eigentlich zu einem Saft verarbeiten wollte. Ich habe mich dann nicht mehr getraut.

Außerdem liege ich gegen drei Uhr nachts oft wach und frage mich Dinge wie, ob es wirklich einen einzigen Menschen auf diesem Planeten gibt, der Walgesänge ernsthaft entspannend findet.

Dann habe ich gedacht, ich könnte doch so eine Art Ghostwriter dieser furchtbaren Taschenbuchfrauenromane werden, die es in so Bahnhofskiosken zu kaufen gibt.

Denn ich glaube niemand schreibt dort unter seinem richtigen Namen. Vielleicht wäre das was für mich.

Ich habe auch schon eine kleine Übersicht geschrieben, wollt ihr sie mal lesen?

Okey, hier:

Um 1900, im Südwesten von Wales.

Die betagte Lady Canterburrie-Wesseley aus der Grafschaft Southplimpton-Afterbourough, seit nunmehr fünfzehn Jahren verwitwet, seit ihr Angetrauter, Sir Edmund Nordward Canterburrie-Wesseley bei einem tragischen Reitunfall unglücklich vom Pferd fiel und mit dem Gesicht auf einen hochgiftigen Pilz landete und augenblicklich aus dem Leben schied, führt seit Jugendtagen eine heimliche Affäre mit ihrem Butler Earl.

Der neue Stallbursche Jeremy Pivens, der sich um die edlen Vollblüter auf dem Gestüt der alten Lady und auch schon um das leibliche Wohl einiger gutsituierter Damen kümmerte, versucht, ein angesehen Mann zu werden und den lüsternen Ladys der High Society zu entrinnen.

Er träumt von einem eigenen Gestüt, einem eigenen Pferd oder wenigstens von einem eigenen Sattel.

Als die blutjunge Nichte Lady Canterburrie-Wesseley's, Lady Otilie Frighton-Bluebell, den Sommer auf dem riesigen Landgut ihrer Tante verbringt, bringt sie mit ihrer taufrischen Schönheit und dem Liebreiz eines Rehkitzes, Jeremys Herz in Wallung und der junge Stallbursche setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um das zarte Herz Otilies gegen jede Regel des Standesdünkel zu erobern.

Soweit so gut.

Manchmal merke ich, das ich lange Zeit von total falschen Tatsachen ausgegangen bin, bis ich eines besseren belehrt werde, was teilweise zu unangenehmen Zwischenfällen führte.

Wer versucht, sich selbst kennen zu lernen, landet oft früher oder später bei dem Sternzeichen, welches zum Zeitpunkt seiner Geburt in irgendeinem Haus stand, entgegen der Sonne oder dem Saturn, wer steigt da durch?

Hier ganz zauberhafte Beschreibungen, die ich als mehr oder weniger zutreffend empfinde:

-Sie hat immer wieder mit Phasen zu kämpfen, in denen sie zaudert, zögert oder sogar ihr ganzes Tun und Handeln in Frage stellt

-Sie lieben klare Prinzipien, Hierarchien und Regeln, an denen sie sich halten kann

(nicht so ganz)

- Wer etwas auf dem Herzen hat, könnte niemand Besseren als sie ins Vertrauen ziehen (ja, hat aber Grenzen)

- Hat sie diese (liebevolle Partnerschaft) tatsächlich einmal gefunden, ist sich nicht nur unglaublich treu, sondern kann endlich einmal auch ihre emotionale Seite zum Vorschein bringen

-Sie ist sehr sehr tolerant und flexibel in den meisten Situationen – es sei denn sie sieht ihre zentralen moralischen Werte missachtet

-Man sollte sie nie verletzen, betrügen oder belügen. Ihrem messerscharfen Verstand entgeht nichts und sie kann unheimlich nachtragend und sogar richtig rachsüchtig sein

(nur bedingt^^)

Manchmal muss ich sagen, stimmen gewisse Eigenschaften der Sternzeichen, auch mit den Leuten, die ich kenne überein aber ich denke auch, das ist kein Gesetz, das immer unbedingt so eingehalten wird. Darauf allein sollte man sich wirklich nicht verlassen, dafür sind wir alle viel zu Vielschichtig.

Interessant finde ich es aber trotzdem^^

Was habt ihr für besondere oder schlimme Eigenschaften?

Wie immer, kritzelt es in mein Gästebuch.

Silver^^

 

 

 

 

 

Dienstag, 14.07.15           Gedankengedöns Teil 1: Romantik

 

Auf der Suche nach einer Antwort zur sich immer wieder stellenden Frage 'Wer bin ich', sind mir allerlei Dinge zugeflogen, die ich versuche in irgendeine verständliche Form zu pressen.

Zunächst mal müsste die Frage nicht lauten 'wer', sondern eher 'was' oder 'wie'.

Das 'warum' steht wieder auf einem anderen Blatt.

Denn wer ich bin, weiß ich ja und sollte ich es mal vergessen- ein Blick auf meinen Personalausweis hilft weiter.

Und wenn ich in den Spiegel sehe, erkenne ich das Gesicht darin und kann mich mit einem vertrauten 'na du', begrüssen.

Soviel dazu.

Aber jetzt geht es um Romantik.

Ich denke ja, und mir gefällt die Vorstellung wirklich sehr, das es möglich ist, sich einzig und allein in den Charakter eines Menschen zu verlieben und zu verlieren.

Ich weiß nicht, ob es von Vor,- oder Nachteil ist, eine Person bereits visuell zu kennen.

Denn dadurch befindet man sich bereits in einer beurteilenden Position, bewusst und unbewusst.

Es gibt ja viele Menschen, die lernen sich kennen und können sich zunächst nicht ausstehen. Nach einer Weile oder sogar nach Jahren aber merken sie, wie toll sie einander finden und wie wunderbar sie zusammenpassen. Das passiert auch häufig bei Freundschaften. Sie beginnen als Todfeinde und enden als die besten Freunde der Welt.

Jemanden über einen Weg kennen zu lernen, ohne ihn zu sehen, sich nur über das geschriebene Wort zu finden, das finde ich einfach unglaublich interessant.

Wie bei 'E-mail für dich', hach...ich kleine Romantikerin.

Wenn man sich nur in das verliert, was einen Menschen letztendlich ausmacht, nämlich sein Geist, Verstand, Witz, Humor und sein Herz.

Und nicht die äußere Hülle. Man sieht nur noch das, was wirklich zählt und Bestand hat.

'Makel' wie die Narbe auf der Wange, die schiefen Augen, das Muttermal am Mund oder andere Äußerlichkeiten, verschwimmen einfach, werden unsichtbar.

Oder werden einfach gleich mitgeliebt, weil diese Dinge zu dem Menschen gehören, der so gut zu dir passt, wie kein anderer.

Der dich vollkommen macht und der ohne dich nicht vollkommen ist.

Der dein Herz besetzt und darin lebt, ohne dass du überhaupt geahnt hast, dass er dir fehlt, das du ihn suchst, bis du ihn getroffen hast.

Das finde ich, ist eine wirklich wunderbare Vorstellung.

Es sollte nicht heißen '83 Menschen gefällt dein Bild' sondern '83 Menschen gefallen deine Gedanken'

 

Frage im Charaktertest: Ich interessiere mich mehr für..

                                                                   -was möglich wäre

                                                                   -was tatsächlich ist

Was habe ich wohl genommen? Was würdest du nehmen?

 

Mehr zu Gedankengedöns Teil 2, Wer, wie, was bin ich und wer bist du, im nächsten Gedankenerguss.

Silver^^

 

 

Freitag, 3.07.15

 

Ich bin kein Kreis, kein Dreieck, kein Viereck, kein Mond, kein Stern.

Ich scheine einfach überhaupt keine passende Form zu sein, für den Steckkasten des Lebens.

Es kann sein, dass ich mich selbst ins Abseits befördert habe, zur Außenseiterin gemacht habe. 

Mir selbst eine Form verpasst habe, die einfach nirgendwo zu passen scheint.

Aber die Alternative wäre, passend machen, über meinen wirklich großen Schatten springen, verstellen.

Das wollte ich aber nie und will ich auch jetzt nicht.

Manchmal fühle ich mich, als wäre ich in einem Paralleluniversum gefangen.

Einer anderen Welt, die nur so aussieht wie meine.

Als würde ich nicht in diese Welt gehören.

Von lauter Menschen umgeben, die mir so andersartig, seltsam und undurchdringlich vorkommen.

Doch vielleicht bin ich es ja, die seltsam und undurchdringlich ist und deshalb keinen Zugang zu dieser Welt findet.

Einer Welt, die mir vorkommt, als würde jeder in seinem eigenen kleinen persönlichen Universum gefangen sein, verschanzt sein. In dem sich alles nur um sie dreht.

Um ihre Sorgen, ihre Sicht, ihre Sache.

Menschen in unpassenden Universen passen eben nicht dazu.

Sie vermengen sich nur mit anderen Universumbewohnern, die eine passende und bekannte Form für sie haben. Lauter kleine Seifenblasen-Universen, die gemütliche Ketten bilden.

Weil sie die richtige Form haben.

Aber das ist o.k., ich baue mir meinen eigenen Steckkasten, mein eigenes Universum, ein großes, mit viel Raum für Menschen, die keine passende Form brauchen.

 

Herzlich Willkommen.

Silver

 

 Anmerkung: Ich hasse das Ende. Es wird einfach nicht so, wie ich es mir vorstelle. Nicht so, wie es sich in meinem Kopf anhört. Ab "Weil sie die richtige Form haben" hört's bei mir echt auf.

Vergesst das Ende einfach.

 

 

Donnerstag, 18.06.15

 

Der Glasmensch wollte immer unsichtbar sein. Er hatte kein Problem damit, dass andere durch ihn hindurch sahen.

Es sollte ihn niemand sehen, niemand ihn kennen.

Er wollte nicht, dass jemand in ihn hineinsah. Dabei war er wie ein Buch aus Glas.

Offen und leicht zu lesen. Doch kratzten alle immer nur an der Oberfläche, sahen die Hülle und dachten, sie würden ihn wirklich durchschauen.

Was im Kern dieses Glasmenschen war, war sehr gut versteckt und die meisten entdeckten es nicht und würden es auch nie entdecken.

Sahen nicht die bunte Welt, tief verborgen, eingeschlossen in einer Luftblase, im Herzen des Glasmenschen.

Der Glasmensch hat seine Gründe, sein Herz zu verbergen, denn es ist wie er, leicht zerbrechlich.

Doch nun wünscht er sich, jemand würde ihn wirklich sehen, doch seine Furcht ist zu groß, dass man ihn zerbrechen könnten, so wie es immer wieder versucht wurde.

Seine Hülle hat bereits viele Kratzer aber die sind nicht tief. Sie haben ihn beschädigt aber nicht zerbrochen.

Sein Herz ist es, worum er sich sorgt, noch ein Sturz und es zerschellt vielleicht für immer.

Der Glasmensch kann auch ohne sein Glasherz existieren, doch was wäre das für ein Leben?

Ohne sein Glasherz wäre er doch nur die durchsichtige Hülle, die die anderen in ihm sahen. Die lebendige, bunte, weite Welt in der Blase wäre für immer zerstört.

Der Glasmensch wünschte oft, er wäre aus Stein, wie die anderen. Stark und unverwüstlich, doch er ist, wie er ist.

Ein Glasmensch mit einem Glasherz. 

Vielleicht trifft er eines Tages einen anderen Glasmenschen, der ebenso zerbrechlich ist wie er. Dem er sein Glasherz öffnen und ihm seine bunte Welt zeigen kann. 

Dann könnten sie ihre Glasherzen verschmelzen.

Und in einer heißen Glut würden sie so stark werden, dass niemand sie jemals zerbrechen kann.

 

Silver

 

 

 

Samstag, 18.04.15

 

Ich bin ein Meereskind.

Nichts, kein anderer Ort, gibt mir so viele verschiedene positive Gefühle wie das Meer.

Ein multiples Glücksgefühl, sozusagen.

Wasser war schon immer mein Element.

Im Schwimmbad war ich die meiste Zeit unter Wasser als darüber und konnte wunderbar sehen, da unten findet man Ruhe.

Im Meer war ich weniger gern, die kräftigen Wellen und das dunkle Nichts unter mir, haben mir Angst gemacht.

Aber am Meer zu sein, war schon immer das Größte für mich.

Ein Gefühl von Freiheit, mehr noch als beim Fliegen, ein Gefühl von Zuhause, mehr als daheim, ein Gefühl von Unendlichkeit, mehr noch als bei meinem geliebten Blick in den Sternenhimmel.

Das ich auch lieber am Meer bin als darauf, liegt an meinem gespaltenen Verhältnis zu Booten jeder Größe, dem aber kein besonderes Ereignis zugrunde liegt.

Nur eine ausgeprägte Seekrankheit auf kleinen, schaukelnden Booten und auf großen, dieses Gefühl des gefangen seins, sei der Kahn auch noch so riesig.

Kreuzfahrten haben wirklich ihren Reiz aber wenn ich mich schon in so eine Situation begebe, dann nur für ein paar Tage.

Nicht, das ich noch kopfüber von Bord hüpfe.

Da bleibe ich lieber an Land.

Die Strände von Nord,- und Ostsee gefallen mir am meisten außerhalb der Saison.

Wenn man Platz zum Atmen hat, wenn man nicht wie Perlen an einer Schnur aneinander gereiht auf Handtüchern in der Sonne schmort und man vor lauter Menschen den Sand nicht mehr sieht.

 

Der Himmel so nah, so weit, so offen.

Der Klang der Küste, der Wellen, der Boote, der Möwen, der immer unerreichbar bleibende Horizont, der Duft , die Farben, all das verzaubert mich, all das liebe ich.

Und selbst wenn ich nur ganz selten an meinem liebsten Ort am Meer stehe, ist es meins.

Und wird es immer sein.

 

Silver

 

 

 

Montag, 23.03.15

 

 

Menschen sind Blender.

Menschen sind Geblendete.

Menschen leben hinter Fassaden.

Sie schmücken ihre Fassade aus, so, wie es ihnen gefällt und stets in der Hoffnung, andere fallen auf ihre Fassade herein.

Sie möchten beeindrucken, präsentieren, beeinflussen, manipulieren oder einfach bewundert, verstanden und gesehen werden.

So wird ihre Fassade verändert, herausgeputzt, geschmückt und verziert.

Denn unsere Welt ist oberflächlich.

Der Schein zählt, jeder weiß das und die meisten leben danach.

Was sich aber hinter den schönen, bunten, aufregenden Fassaden abspielt, bleibt für die Augen des Betrachters zunächst verborgen.

Sie schauen auf solides, charmantes Mauerwerk, sicher aber schwer zu durchdringen.

Auf weißen Marmor, so edel und doch so kalt. 

Auf poliertes, strahlendes Glas, das ein Hineinsehen unmöglich macht, alles, was sie sehen ist eine Reflexion ihrer selbst.

Die Unvollkommenheit, die Verletzlichkeit, die wahre Schönheit einer Menschenseele wird versteckt und behütet, weil sie in der Welt draußen keinen Bestand hat.

Die zarte Seele würde zerbrechen und ihre Reinheit würde beschmutzt werden, während die wahre Boshaftigkeit sich immer ihren dunklen Weg bahnt und die sich an dem trügerischen Schein der glitzernden Fassade labenden Augen, verbrennen würde.

Ungläubiges Staunen, angewidert und fasziniert zugleich von den Abgründen, den tiefen Schluchten, dem unendlichen lichtlosen Schlot der Unmenschlichkeit.

Und doch ist es so menschlich zugleich.

Endlos lange, knochenlose Finger greifen nach den Schauenden und umschlingen und umwinden sie wie unzählige Schlangen.

Wispernd und zischend betäuben sie sie mit ihren gespaltenen Zungen.

Unfähig und tatenlos ergeben sie sich schlaff und betört ihrem Schicksal, was in Wahrheit keines ist.

Alle schauen weiter auf die schillernden Fassaden und wissen es.

Sie wissen es.

 

Silver

 

Passend oder nicht, ich liebe es:    * Das Problem will ich nicht, zeig mir das nächste... *

 

 

 

 

 

Joghurt

Dienstag, 10.02.15

 

Hurra, mal wieder ein Dienstags-Post!

Ich habe lange nichts geschrieben, obwohl ich viel zu schreiben hätte...aber...manchmal ist man einfach so.

Zudem bin ich krank geworden.. heute in den Nachrichten gehört, dass eine Grippewelle im Anmarsch ist und ich bin mal wieder ganz vorne mit dabei. Hust.

Also kommt jetzt ein kleiner Beitrag zum Thema: 'wie man seine Lebenszeit verschwendet', nichts Weltbewegendes, einfach ein kleines Berichtchen.

Mal eben schnäuzen, dann gehts auch schon los..

 

Folgendes geschah an einem Montag-Morgen, kurz nach Neujahr.

Ich dachte mir, ich gehe ganz früh Pfandflaschen wegbringen, dann ist es noch schön leer im Supermarkt und so ein bisschen Klimpergeld kann ja auch nicht schaden.

Also stehe ich vor dem Pfandautomaten und lege eine Flasche nach der anderen rein und nach der fünften Flasche gab der Automat seinen Geist auf.

Die Selterflasche hing da rum und wurde nicht reingezogen, also habe ich einen Mitarbeiter, der gerade mit Enthusiasmus dabei war, das Wurstregal aufzufüllen, um Hilfe gebeten.

Da hatte der Automat es sich aber schon anders überlegt und meine Flasche doch genommen, um dann bei der nächsten wieder zu streiken.

Der Typ musste also doch kommen und ging nach hinten, öffnete eine Klappe und ruckelte an dem Band herum, ich legte noch eine Flasche rein, die wieder hängen blieb.

Dann ruckelte er nochmal und reinigte das Band mit einem Tuch und ich sollte noch eine Flasche einwerfen(gut, das ich so viele Flaschen dabei hatte). Währenddessen kam ein älterer Herr mit Hut (ist euch auch schon aufgefallen, dass ältere Herren immer eine Kopfbedeckung tragen?)

Und ich dachte nur, na toll, der will auch Flaschen abgeben und prompt fragt er mich, ob schon Bescheid gesagt habe,  ...aaah, ich lehne mit einer riesen Tüte vor dem Automaten, das Display leuchtet rot und...ja, ich habe Bescheid gesagt.

Da kam schon der nette Mitarbeiter mit meinen Flaschen um die Ecke und meinte, er müsse die Software runterfahren- oh, sorry Bro, die Software?!

Er fummelte dann an einer Klappe herum und zum Vorschein kam tatsächlich eine Tastatur!

Der ältere Herr fing an dem Mitarbeiter irgendwas von Joghurt zu erzählen und das war der Zeitpunkt, an dem mein Hirn auf Standby-Modus geschaltet hat.

Das war genauso sinnlos wie zu fragen, ob ich Bescheid gesagt habe oder, als schon mal so ein Ding von Automat meine Flasche immer und immer wieder ausgespuckt hat und der Typ hinter mir meinte, ich müsse die auch da abgeben, wo ich sie gekauft habe...ach man, da ist ein Pfandzeichen drauf, also ab in den Automaten, egal wo!!!

Oder als einer mich darauf aufmersam gemacht hat, das tagsüber mein Licht am Fahrrad brennt- von wegen Strom sparen..also bitte, ausschalten...wtf??!

Das läuft über den Dynamo, nicht über einen Lichtschalter?

Also daher- Hirn-im-Standby-Modus.

Der Mitarbeiter hatte die Software wieder hochgefahren und verschwand wieder nach hinten und der ältere Herr und ich schauten uns an und ich wollte was nettes sagen, so etwas wie: 'wir schicken Leute auf die ISS und wir stehen hier unten vorm Pfandautomaten', dachte dann, der Herr könnte IS verstehen und das war mir echt zu heikel.

Also schwenkte ich um und meinte so etwas wie: 'wir fliegen zum Mond und wir stehen hier', und der Herr schaute mich an, als wäre ich bescheuert.

Mein Hirn war ja auch noch nicht wieder hochgefahren, hätte ich lieber nichts gesagt.

Die Flaschen wurden auch nach nochmaliger herunter und wieder hochgefahrener Software nicht angenommen und am Ende mussten wir die Flaschen an der Kasse abgeben.

Der ältere Herr vergewisserte sich bei dem netten Mitarbeiter noch, ob er denn auch an der Kasse Bescheid sagt, offenbar war es ihm sehr wichtig, das irgendjemand irgendwo Bescheid sagt.

Ich dachte, solange er nicht wieder von Joghurt anfängt, ist alles gut.

Der Kassierer sah aus, als wäre er noch am pennen und so verlangte er von mir das Pfandgeld..ach Leute, reicht auch irgendwann.

Bis er schnallte, das ich das Pfandgeld bekomme und nicht er, dauerte es auch noch ein paar Sekunden.

Die ganze Aktion dauerte bestimmt gut eine halbe Stunde oder länger und kann es etwas sinnfreieres geben als im Jahr 2015 an einem Pfandautomaten zu stehen, der nicht funktioniert??

Ein paar Tage später kam in den Nachrichten, dass die Toilette auf der ISS kaputt ist (ja, ich glaube es war die Toilette) und das beruhigte mich ein wenig.

Das eigentlich tragische an der Geschichte ist, dass alles wirklich so passiert ist. Ja, ja, ich weiß, es gibt weitaus dramatischere Geschehnisse auf unserem Erdenrund aber das war mein persönliches Montag-Morgen-Desaster.

 

immer Ruhe bewahren,

bis bald, und nicht vergessen, kritzelt wie immer eure Meinung und euer bisheriges Desaster-Erlebnis (abgesehen von diesem Post hier:)) ins Gästebuch... Silver^^

 

 

 

 

Donnerstag, 8.01.15

 

Es ist so grau draußen. Den ganzen Tag schon. Und es regnet die ganze Zeit.

Normalerweise mag ich den Regen. Es hat was beruhigendes, etwas, das einem sein Heim sicher erscheinen lässt. Geborgen.

Er plätschert und tröpfelt und ab und zu klopft er an die Scheibe.

Es ist dunkel im Zimmer, die Vorhänge sind einen Spalt offen und obwohl es draußen so grau ist, dringt ein wenig Licht herein. Keine Ahnung woher.

Ich will niemanden sehen, niemanden sprechen.

In meinem Kopf ist es so schwer.

Ich war draußen und da war es so hektisch, Leute, die ich nicht kenne und nicht kennenlernen werde, hasteten herum, gestresst, fröhlich oder geistesabwesend.

Ich frage mich, wie ich wohl aussehe.

Mir kommen alle vor wie winzig kleine Marionetten, aus billigem Holz, spröde und rissig.

Tänzeln herum, gelenkt, geschubst, gejagt von den Fäden an denen wir hängen. Dirigiert von anderen Marionetten.

Wir hängen da, willenlos und willig, den Tanz zu tanzen.

Lassen uns gerne leiten und beeinflussen, bequem, an so einem Faden zu hängen, ein wenig Sicherheit gibt er schon.

Zu gefährlich, ihn zu durchtrennen und auf eigenen hölzernen, wackeligen Beinchen zu stehen.

Wie zerbrechlich wir sind. Lächerlich klein. Ein Schlag reicht und wir zerfallen einfach.

Ein paar trauen sich, ganz wenige, und tanzen ihren eigenen Tanz.

Ich möchte auch.

Ich möchte mir einen Mund schnitzen, einen ganz großen, mit dem ich so laut rufen kann, dass es alle anderen übertönt und an ihnen rütteln und alle Fäden abschneiden.

Kommt, wacht doch auf, geht selber, es ist schwierig aber wagt es doch!

Aber ich tue es nicht. Zu gefährlich.

Lieber bleibe ich hier, im Dunkeln und lausche dem Regen und dem Wind und warte noch ein wenig ab. Ziehe an meinem Faden, besonders fest ist er nicht. Bald reißt er von allein. Von ganz allein.

Bis bald,

Silver



Donnerstag, 4.12.14

 

Nicht umsonst heißt meine bescheidene Seite *Silbernebel*.

Ich liebe den Nebel. Finde ihn geheimnisvoll, unheimlich und wunderschön zugleich.

Alles um ihn herum bekommt eine völlig neue Aura, sieht plötzlich anders aus.

Wenn es nicht gerade wirklich dichter Nebel ist, bemerkt man gar nicht, dass man sich in ihm befindet. Man sieht ihn nur in der Ferne, nicht um einen herum, obwohl er da ist.

 

Alles verändert sich in einem anderen Licht.

Ist es am hellichten Tag und bei Sonnenschein draußen noch nett und freundlich, so ist es in einer tiefschwarzen, mondlosen Nacht bedrohlich und einsam.

An grauen Tagen erscheint alles auf der Welt fade und leer.

Nach einem kalten Winter riecht man den Frühling und erwacht selber mit jeder Blume und jedem neuen grünen Blatt zum Leben.

Im Herbst erfreut man sich noch an den immer bunter werdenen Blättern und dem Wind, der immer häufiger um dich herum saust.

Doch mit jedem Blatt, das fällt, spürt man die aufkommende Kälte und Trostlosigkeit, die sich im Winter breit macht.

Man hat das Gefühl, dass es nie mehr grün wird und versucht sich zu erinnern, wie es aussah, als alles in voller Blüte stand.

Im Winter riecht es anders als im Herbst. Im Herbst riecht es anders als im Sommer.

Und wie sich nach außen hin alles in der Natur verändert, so verändert sich auch der Mensch. Du. Ich.

Viele spüren es gar nicht aber es ist so. Man richtet sich noch immer nach den Jahreszeiten, dem Wetter, dem Mond, der Sonne, den Stürmen, dem Eis.

Wie es schon seit Jahrtausenden ist.

Ein ewiger Kreislauf, und wir laufen mit ihm.

Und wie ein Baum im warmen Sonnenschein anders aussieht als im fahlen Mondlicht, so erscheinen wir Menschen auch anders, in einem anderen Licht.

Kommt auf die Beleuchtung an.

Doch das Innere ist immer noch das selbe. Immer. Die Kunst ist, egal unter welchen Umständen, ob bei Tag oder Nacht, bei Regen oder Schnee, nie zu vergessen, wie es im Inneren aussieht.

Dann überstehst du auch die dunkelste und längste Nacht, weil du weißt, es bleibt doch immer gleich.

Auf die Nacht folgt der Tag. Darauf ist Verlass.

bis bald,

eure Silver^^

 

 *Die besten und edelsten Menschen gleichen zuweilen schönen Gegenden, die im Nebel und Regen das nicht sind, was im Sonnenschein. Erst unsere Liebe und der Glaube an sie gibt ihnen die rechte Beleuchtung.*

                                       K. F. Gutzkow




 

Sonntag, 30.11.14    1.Advent


Ich hoffe, ihr hattet einen schönen 1. Advent.

Im Grunde genommen ist es natürlich ein Sonntag wie jeder andere auch aber ich finde einfach, die Vorweihnachtszeit ist eine der schönsten Phasen im Jahr und das muss zelebriert werden.

Ich mag es wenn in den Fenstern feierlich die Lichterbögen scheinen, Straßenlaternen und Schaufenster weihnachtlich geschmückt sind, es nach Plätzchen duftet.

Ich mag kleine Weihnachtsmärkte-auch wenn ich da ewig nichts gekauft habe-aber egal, ich finde die Stimmung einfach extrem muggelich.

Kalt muss es sein, die Temperaturen draußen kommen der Sache langsam näher aber da geht noch was.

Duftkerzen gehören ins Wohnzimmer wie das Kekse backen (die nie und nimmer bis Weihnachten halten, die werden schon vorher vernichtet), und das damit verbundene Chaos in die Küche. In der Vorweihnachtszeit muss das einfach sein, genau wie alle möglichen Weihnachtssongs, von Feliz navidad bis Last Christmas (und ich bleibe dabei, im Grunde genommen ist das kein Weihnachtssong aber who cares?), die in den Geschäften rauf und runter dudeln.

Was ich nicht mag (ihr dachtet schon ich bin krank, was? kein Gemecker heute? weit gefehlt!) sind diese wahnsinnigen Turbo-Shopper, die rennen durch die Gegend als wäre gleich Bescherung und sie hätten noch nichts vorbereitet!

Hauen dich völlig hektisch mit ihren zig Einkaufstaschen aus dem Weg und ziehen ein Gesicht- garstig und unfreundlich! Man möchte ihnen das Schmalzgebäck hinterher werfen oder ans Kinderkarussell ketten, damit sie mal entspannen.

Man, das ist eine Zeit der Besinnung und nicht des Wahnsinns, und warum muss es denn immer nur um materielle Güter gehen?

Warum kann man nicht einfach froh sein, daß man mit seiner Familie eine schöne Zeit hat, man spachtelt und redet und spielt meinetwegen irgendwelche Spiele, die man ewig nicht gespielt hat und ist glücklich?

Nein, da wird ein Haufen Geld für irgendwas rausgehauen, was man sich meistens auch selber kaufen kann.

Für Kinder ist das natürlich was anderes aber selbst da muss es doch nicht die x-te Spielkonsole oder was sein, meistens kullern doch trotzdem wegen irgendwas die Tränen.

Ich habe irgendwann angefangen, Weihnachten wegen sowas nicht mehr zu mögen und habe das Trauma auch noch nicht vollständig überwunden.

Was in meiner Familie abging, Geschenketechnisch, das ist echt nicht zu glauben.

Ignorieren geht ja nicht aber boykottieren.

Trotzdem finde ich die Zeit davor einfach schön.

Umso trauriger finde ich, ist es, wenn man kurz nach Weihnachten und zwar unmittelbar danach (ich glaube die Budenbetreiber kommen tatsächlich in einer Nacht und Nebelaktion mit ihrem Lastwagen an und bauen klammheimlich und in Windeseile alles wieder ab), raus geht und vom Weihnachtsmarkt und allem was dazu gehört, einfach nichts mehr da ist. Einfach weg. Verschwunden.

Das finde ich total deprimierend. ICH FÜHLE MICH DANN ECHT ALLEIN GELASSEN, SCHNIEF!!

Ja, ja, die haben ihr Geschäft gemacht und gut, also bis zum nächsten Jahr dann.

Und deshalb versuche ich einfach so viel gute und friedliche Stimmung aufzusaugen wie möglich, bald ist der Zauber wieder vorbei.

Wie erlebt ihr die Vorweihnachtszeit? Was findet ihr schön daran, was nicht?

Eine stimmungsvolle Woche wünscht euch eine gerade wirklich friedliche

Silver^^




 

 

Donnerstag, 20.11.14

 

Heute ist Weltkindertag.

Kinder, sind das nicht diese nervtötenden Rotznasen, die immer krank sind, die im Flugzeug oder Kino grundsätzlich hinter dir sitzen und gegen deine Rückenlehne treten, die im Bus ohrenbetäubend herumplärren, im Schwimmbad hektisch spaddeln und dich dabei treten, ohne es zu merken, die ohne zu gucken auf die Straße rennen, dich auf dem Gehweg mit ihrem Fahrrad überfahren, in der Bahn allen mit ihrer viel zu lauten Unterhaltung, Musik oder Handyspielen auf den Sack gehen, die ignorant und besserwisserisch immun gegen jeden guten Rat sind und mit offenen Augen in ihr Verderben laufen?

Jeder, der eben mindestens einmal eifrig genickt hat, möge sich bitte an sein eigenes Rotznäschen fassen, schon mal Kind gewesen oder schon weise und umsichtig auf die Welt gekommen?

Jetzt mal ernsthaft, ich habe gelesen, das die Pubertät erst im Alter von ungefähr 24 Jahren abgeschlossen ist.

Also wenn der Gesetzgeber sagt, so, mit 18 Jahren bist du Volljährig und im Besitz deiner geistigen Kräfte, so muss dein Körper, genauer gesagt, dein Gehirn, noch genauer der präfrontale Kortex, dieses Stück Hirn vorn hinter deiner Stirn, das noch lange nicht sagen.

Er ist sozusagen im Stand-by-Modus.

Da herrscht bei den meisten -Gott sei Dank nicht bei allen- totale Finsternis. Dunkelheit, Nebel, Chaos, Leere.

Was wiederum bedeutet, dass diese Hormongeplagten Teenies nicht wirklich etwas für ihr respektloses und egoistisches Verhalten können.

Kleinkinder sowieso nicht.

Also, wenn ich persönlich mich wieder über 12,13,14jährige Mädels aufrege, die laut kichernd ihre Hand vor den Mund schlagen, weil es gerade eben Mode ist das zu tun...(he, es sieht aus als müssten die sich gleich übergeben oder als würde das eine fremde Hand sein, die versucht, ihnen von hinten die Klappe zu zu halten..), oder sie aussehen wie Klone weil alle modisch den selben Look haben, wenn sie große Worte wie Toleranz oder Individualität oder Freiheit in den Mund nehmen und rein gar nichts davon verstehen weil sie unter Individualität verstehen, so auszusehen wie alle anderen - mit ihren Uggs, DocMartens, Vagabonds, Leggings, grünen Parkas, fetten Monsterschals unten denen sie förmlich verschwinden, mit ihrer Longshort-Tasche spazieren gehen oder ihrem Fjällräven-Rucksack, dringend noch bei Brandy Melville shoppen müssen und es nötig haben, eineTiffanys-Kette zu tragen und ihre Haare mit einem TangleTeezer bürsten und Gras rauchend und Wodka-cola saufend im Park herumhängen und ja so 'frei' sind, wenn es darauf ankommt aber eben nicht für schwächere oder anders aussehende eintreten sondern sich der Meute anschliessen, dann muss ich mir ins Gedächtnis rufen, dass sie ja nichts dafür können.

Vor Strafe schützt es aber nicht.

Es sind nicht alle so, ich war jedenfalls eher ein umsichtiges und nachdenkliches Kind, vermutlich auch weil meine Schwester mir mit ihrem Verhalten gezeigt hat, wie man es eben nicht machen sollte. Manchmal wünschte ich mir, ich wäre nicht so still und nachdenklich gewesen, sondern laut und hätte einfach gemacht und nicht gedacht..

Weil jemand meint, seiner Individualität durch tragen schwarzer Kleidung und dunkel geschminkten Augen oder durch hören von HeavyMetall oder Punk, durch tragen von ausschliesslich im Zirkusfundus zu findenen, quietschbunten und möglichst nicht zusammenpassenden Klamotten oder weiß der Teufel was, Ausdruck zu verleihen, steht diese Person noch lange nicht auf der Guten oder richtigen Seite.

Diese Individuen, welche Form auch immer sie angenommen haben, stehen nicht über modeinteressierte, blondierte, normale Mainstream-Mädchen.

Dadurch, dass sie sich besser oder anders oder überlegen fühlen, nur weil sie eben anders sein wollen und auf die anderen herab sehen, sind sie auch wieder intolerant und nicht besser, als die, von denen sie sich ja so dringend unterscheiden wollen.

Wenn jemand Mode mag und sich so anzieht, bitte, wenn jemand das nicht mag, auch bitte. Ich stehe irgendwo dazwischen, ich muss nicht alles haben nur weil es alle anderen auch haben oder so aussehen, ich muss mich auch nicht zwanghaft von denen unterscheiden und mir die Haare lila färben und mir als Zeichen meiner Individualität einen Ring durch die Nase jagen oder meinen Lieblingsspruch auf den Arsch tätowieren. Ist zwar ein Statement aber es reicht doch, wenn ich es weiß und dananch lebe.

Wenn jemand das macht weil er es schön findet, auch o.k.

Und..geht doch auf eine Party oder bei Jim Block essen, guten Appetit aber wieso wird alle 5 Minuten ein Bild davon bei Snapchat, Instagram, Twitter oder was weiß ich wo gesendet? Heftiges Bedüfnis nach Aufmerksamkeit?

Auch so ein Teenie-Problem. Ah, nein, ein Präfrontaler-Kortex-Problem.

Ich bin stets dabei, selber tolerant und verständisvoller zu werden und zu bleiben aber leicht ist es nicht.

Ich stecke auch ich noch immer in der Pubertät, im Zusammenhang mit der Weigerung, erwachsen zu werden, weil das für mich nach Spaßbefreitheit und Stock im Hintern klingt.

Kinder sind unser aller Zukunft, vom kreischenden Baby, über das überdrehte Kleinkind, bis zu altklugen Grundschulkindern und, ja, zur leidigen Phase des Teenager-Daseins mit all seinen Facetten.

Man muss eben oft erst machen um zu lernen, du wirst nie verstehen, was 'höllisch heiß' bedeutet wenn du nicht selber auf die Herdplatte grapschst und dir ein paar Brandblasen abholst.

Die Erkenntnis, nicht jeden Scheiß ausprobieren zu müssen, kommt leider bei vielen ziemlich spät.

Rundumschlag abgeschlossen.

Und zu welcher Kategorie gehört ihr?

Wie immer: kritzelt eure Meinung, Erlebnisse und Gedanken in mein Gästebuch.

bis bald,

Silver^^ 

 

 

 

Dienstag, 14.10.14

 

Scheint als ob der Dienstag mein Tag ist, schon der 5. Post der an einem Dienstag geschrieben wird. Wobei der Sonntag auch nicht selten vorkommt, das aber nur am Rande.

 

Ohne langes Vorgequatsche gehts auch schon los.

 

Ohne das Gestern gäbe es kein Heute.

Die Vergangenheit gehört untrennbar zu unserer Gegenwart,

egal ob sie 15 Jahre, 15 Monate oder 15 Minuten her ist.

Sie zu vergessen oder gar zu verleugnen wäre fatal.

Wenn man nicht aufgearbeitete oder ungelöste Konflikte in der Vergangenheit zurück lässt, sie ausblendet, holen sie einen früher oder später mit voller Wucht ein und lassen dir keine Ruhe mehr.

Sie zerren und rütteln an deinem inneren Gleichgewicht bis du fällst oder dich heulend in der Ecke verkrümelst.

Dann packen sie dich erneut und zwingen dich auf die Beine und zwar so lange, bis du dich ihnen stellst oder du einen verdammten Blogartikel daraus machst und dir den Mist von der Seele schreibst.

Sich die Vergangenheit schön zu denken, hilft auch wenig.

Sich zu denken, wie man hätte reagieren, was man hätte sagen können und wie anders dann alles gekommen wäre, wie perfekter, cooler, anders man dann heute wäre, wäre die Situation damals anders gelaufen...das tut nur weh.

Denn es ist so gekommen, nicht nur weil man selber ist, wie man ist, sondern auch weil die anderen so sind, wie sie sind.

Sie haben diesen Schritt getan, die Entscheidung getroffen, diesen Weg gewählt- freiwillig.

 

Hättest du es kommen sehen?

Hättest du es ahnen können, wie viel Hinterhältigkeit in so vielen Person steckt? In so vielen, die dir noch begegnet sind?

Du hast dich doch so oft gefragt, warum es keine 'normalen' Leute in deiner Umgebung gibt, hast dir so sehr eine beste Freundin gewünscht, der du alles anvertrauen kannst.

Hast es aber nie getan, vielleicht hast du diese Ahnung gehabt.

Aber diese Ahnung saß eingeschlossen in einer Kiste, tief im Dunkeln, in einer Ecke verborgen hinter einer großen Portion geradezu lächerlich kindlicher Naivität, die niemandem etwas böses zutraute, niemandem etwas böses wünschen konnte, und diese Ahnung kam einfach nicht raus um dich zu warnen.

Du hast es in Kauf genommen, weil niemand sonst greifbar war.

Nichtmal in deiner eigenen Familie.

Wie oft fühltest du dich allein, wie oft war dir kalt, seltsam erdrückt von ihnen und immer diese Gefühl, dass etwas fehlt.

Keine Chance, sich zu entfalten und du selbst zu sein.

Spürtest du es vielleicht, dass du nicht wirklich erwünscht warst?

 

Entschuldigung, ich weiß, du hast ja nicht darum gebeten auf diese Welt gesetzt zu werden.

Ein Kind braucht mehr als pünktlich Essen auf dem Tisch und ein Dach über dem Kopf.

'Die kriegen wir auch noch groß' ist das falsche Motto.

Hättest du etwas ändern können, hättest du mal den Mund aufgemacht und dich gewehrt?

Wäre es anders gekommen, wäre Ich anders gewesen?

 

Hätte ich dann mehr vertrauen in andere Menschen?

Es hilft nicht weiter wenn einem nie Selbstvertrauen mitgegeben wird, nur Zweifel gehegt werden. Wenn du dir nichts zutraust, trauen es dir die anderen dann ebenso wenig zu?

 

Oder war einfach dieses schüchterne, stille Mädchen, das nie in den Kindergarten wollte, nicht mit anderen Kindern spielen wollte und verschlossen und nachdenklich und sehr anhänglich war, selbst Schuld daran dass alles so kam? Das andere sie so sahen und behandelten?

Und wenn es so war, kann es mir nicht Leid tun.

Denn ich bin ein Mensch, der fühlt und respektiert und hilfsbereit ist und denkt und liebt. Bedingungslos.

Wenn das ein Fehler ist und der Grund, weshalb auf mir herumgetrampelt wurde,

nehme ich es in kauf und bleibe mit Vergnügen mein Ich von heute.

Denn mein Ich von Gestern und sein Handeln und Sein hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Und das liebe ich mehr als je zuvor.

Mit jedem Schritt weg von der Vergangenheit und deren Menschen, bin ich einen Schritt näher zu mir selbst gekommen.

Das war schwer aber du hast es getan.

Danke also, altes Ich.

Silver

 

kleine Anmerkung: das habe ich hauptsächlich für mich geschrieben, als Zwiegespräch mit mir selbst.

Falls ihr euch darin wiederfindet, es euch hilft oder ihr was dazu schreiben wollt, ihr wisst ja, kritzelt es in mein Gästebuch^^

 

Dienstag, 9.09.14

 

Dieses Thema schafft micht wirklich.

Ich meine, diese Sterne, Planeten und 'wie entstand dieses gigantische Weltall'-Thema macht mich ja schon fertig aber jetzt hat Mara mich mit dieser Zeit-Geschichte auch noch zum Grübeln gebracht, wie dieses vielfältige Leben hier auf unserem wunderschönen Planeten entstanden sein könnte.
Und diese "Krabbelviecher"-aus-dem-Wasser-Theorie ist genauso gut wie jede andere auch (ich habe das mal irgendwo gelesen, aber ich glaube, es waren keine Amöben, na, was soll's, das hier ist ja auch keine wissenschaftlich fundierte Abhandlung).


Jedenfalls hat mich das so sehr beschäftigt, das ich einen wahnsinns Traum hatte, nein, kein Traum, eine Eingebung! Dazu komme ich später.


Ich meine dieser Urknall, da soll ja die Erde und überhaupt unser Sonnensystem entstanden sein, das All als solches war aber schon vorher da oder wie, naja, muss ja und weiß Gott wie lange schon (und schon da gab es ZEIT!!) -
denn es passiert ja nicht einfach so aus dem Nichts ein Knall, also was ist da bitte passiert, das es geknallt hat??
Ich gehe ja auch nicht so nichtsahnend auf der Straße spazieren und vor mir in der Luft ist plötzlich so ein Mini-Urknall, so pöff und dann schwebt da so eine Mini-Erde...ist ja Schwachsinn!
Es müssen ja mindestens zwei Komponenten-oder mehr-involviert gewesen sein um irgendetwas ins Rollen zu bringen.

Also sind zwei oder mehr Meteoriten zusammen gestoßen? Und dann entstand dieser riesige Klumpen Erdmasse? Und der Mond und die Sonne?

Da war aber mehr als nur ein Zufall am Werk.


Ich meine, wie perfekt, das die Erde in diese leichte Schieflage geraten ist, ohne die gebe es nämlich keine Jahreszeiten.
Und wie perfekt, das die Sonne im Zentrum genau die richtige Entfernung hat, um uns nicht mit ihren Strahlen in Schutt und Asche zu legen aber doch nah genug, um nicht noch immer unter einer kilometerdicken Eisschicht zu liegen. Und das der Mond unser Trabant ist, um uns des Nachts ein wenig Licht zu spenden, weil er perfekterweise von der Sonne angestrahlt wird.

 

Das die Erde eigentlich noch immer ein einziger Vulkan ist, sieht man z.B. immer wieder an Island, da ist letztens schon wieder ein Vulkan ausgebrochen-aber Leute, die wichtigste Nachricht kam promt: 'Der Flugverkehr wird nicht beeinträchtigt!'.

Puh, und ich dachte am wichtigsten ist, dass Island nicht explodiert und auf nimmer Wiedersehen im Meer versinkt.

Anderes Beispiel ist der Yellowstone Nationalpark.

Wenn es da mal nicht dabei bleibt, das kochend heißes Wasser als Geysire aus der Erde schiessen, sondern der ganze Park hochgeht, dann war's das mit uns.

Aber ich komme vom Thema ab.

Der Traum..genau, so und nicht anders muss es damals abgelaufen sein, also folgendes.

Es muss an einem Dienstag gewesen sein, als so eine Mini-im-Wasser-spaddel-Amöbe zu ihrem Chef schwamm und sagte:

"Oh, Chef, mir ist so langweilig! Ich hab's echt satt hier hirnlos im Wasser zu spaddeln, außerdem wachsen mir schon Schwimmhäute! Können wir nicht mal was unternehmen?".

Die Chef-Amöbe so, :"Boah, Kevin! Was redest du da?! Du hast ja nicht mal Zehen!! Aber gut, ich beobachte diese Landmasse hier neben uns schon seit einigen tausend Jahren und es scheint, als wäre sie so langsam abgekühlt. Sag den anderen Bescheid, Freitag um 10 gehen wir an Land! Aber nimmt Regensachen mit, wer weiß wie das Wetter wird."

Und so machten sich irgendwelche Mikroorganismen auf den Weg und unser Leben entstand.

Angeblich ist ja so ein Quastenflosser irgendwann mal auf die Idee gekommen an Land zu gehen und daraus entstanden dann Wirbeltiere, Reptilien, Vögel und so. Und wir dann später, irgendwie.

Also stammen wir vom Fisch ab...nur, warum kroch der an Land und wie hat er das überlebt? Und warum kroch er überhaupt an Land? Und war er allein oder mit seiner Gang unterwegs, die eine Gruppe wurde dann zu Vögeln, die andere zu Schildkröten.......und die ganz wichtigen zu Dinosauriern, oder was? Hmm, siehe 'Kevin'. Fall abgeschlossen.

Für bessere/andere Theorien einfach das Gästebuch vollkritzeln.

Bin gespannt.

eure

Silver

(ihr glaubt das mit dem Fisch nicht oder was?) O.k. bitte:

*klick*

 

 

 

Sonntag, 17.08.14                          Sternenhimmel

 

Schaut ihr eigentlich manchmal nach oben?

In den Himmel?

Tagsüber oder nachts?

Ich tue es. Ständig. Und bin immer wieder fasziniert von dem, was ich da sehe.

 

Während für andere ein iPhone, Tablet oder eine Spiegelreflexkamera die Erfüllung ihrer Träume bedeutet, wäre es für mich wohl ein Teleskop.

Während andere sich im Schaufenster betrachten, auf ihr Handy starren oder sonstwie beschäftigt sind, geht bei mir der Blick des Öfteren gen Himmel, solange, bis mir der Nacken weh tut.

Ich habe das mit den Sternen nie so ganz verstanden. Früher dachte ich, das sei wirklich etwas handfestes, es heißt ja auch: "Die Sterne vom Himmel holen".

Schwierig, da es sich ja eigentlich um eine Gaswolke handelt.

Eine Gaswolke also, (die genaue Zusammensetzung kenne ich nicht), die ihr Licht durchs All jagt, unvorstellbar weit entfernt ist und wenn man bedenkt, das zum Beispiel unsere Sternenbilder (Anfänge davon sind schon im 3. Jahrtausend vor Christus entstanden) vermutlich seit Anbeginn der Zeit so waren, ich kann das garnicht in Worte fassen.

Ich frage mich immer, wie das sein kann, das ist ja irgendwie Licht, welches seit Milliarden von Jahren (genau genommen schätzt man das Alter unseres Sonnensystems auf 4,6 Milliarden Jahre) durchs All reist und sich seitdem nie verändert hat...

Mit bloßem Auge könnte man 2000 bis 6000 Sterne  sehen, wenn die Luft klar ist aber in der Stadt nichtmal 1000.

 

Was mir auch in den letzten Wochen aufgefallen ist, es scheinen sehr viele Satelliten über unseren Köpfen zu kreisen.

Die sind als kleine, helle, sich sehr schnell bewegende Lichtpunkte zu sehen, ganz anders als ein Flugzeug, was langsamer ist und sich auch nicht in solcher Höhe bewegt.

Außerdem blinken die Lichter am Flugzeug.

Diese Punkte scheinen außerdem manchmal einfach zu verschwinden,wahrscheinlich befinden sich Wolken dazwischen, die einem gar nicht auffallen.

Ich weiß es nicht mit Sicherheit ob es Satelliten sind aber ich gehe mal davon aus.

Manchmal lohnt es sich doch, mal nach oben zu schauen.

 

Was man jetzt besonders häufig sieht sind Sternschnuppen. Ich weiß nicht genau warum aber im August soll man besonders viele sehen können.

Man muss etwas geduldig sein und darf den Nachthimmel nicht aus den Augen lassen, meist dauert es ja nur einen Wimpernschlag und die Sternschnuppe ist erloschen.

Mich wundert nicht, dass früher die Sterne, der Mond oder Phänomene wie eine Sonnen oder Mondfinsternis eine große Bedeutung für die Menschen hatten, ja sie regelrecht in Panik versetzt haben.

Ich fühle mich immer ganz ganz klein und im Grunde sind wir das ja auch.

Ein winzig kleiner Punkt in einem unendlichen Universum.

Ein unglaublich komplexes Thema, deren Erkärung mir auch zu schwierig ist.

Ich begnüge mich dann lieber wieder damit, unseren Nachthimmel zu betrachten, vielleicht konnte ich euch ja auch ein wenig dafür begeistern.

 

Bis bald,

eure Silver

 

 

Samstag, 9.08.14

 

Hallo meine herzallerliebsten Exzentriker!

Nun, ich habe festgestellt, das wir, die ernsthaft eine Jimdo-Seite betreiben und mit überwiegend wildfremden Menschen unsere Gedanken, Gefühle & Probleme, ja, unser halbes Leben teilen und anderen unsere höchstpersönliche Meinung über anderer Seiten, Leben, Ansichten und Fähigkeiten zutragen, schon sehr exzentrisch sind.

Ein paar Verrückte von euch lassen Schattenwesen wie mich auch an eurem ganz realen Leben teilhaben-in Form von- ernsthaft- wunderschönen Bildern und Texten.

Es könnte ja sein, dass ich in Wirklichkeit ein 54jähriger Bohrinselarbeiter mit Plauze und schwindenden Haaransatz bin....könnte doch sein aber keine Angst, das ist nicht so.

Aber es ist eine lustige wie gruselige Vorstellung, oder?

Aber ich bin ich, Volljährig, blaue Augen, dunkelblondes Haar und weiblich.

Ich bin so, wie ich versucht habe, mich zu beschreiben aber in echt noch viel negativer, was ich aber versuche zu bekämpfen.

In echt oft auf Krawall gebürstet, doch nur, wenn mich etwas richtig nervt.

Ich wäre gerne viel tiefenentspannter und wünschte oft, ich wäre einfältig und würde nicht über so vieles nachdenken.

Ich glaube, oberflächliche Menschen leben irgendwie entspannter, weil sie nur in ihrer Blase leben und sich über nichts Gedanken machen, außer um sich selbst.

Lange Vorrede, jetzt gehts aber los.

 

Während sich also halb Deutschland in den Sommerferien befindet und über den halben Erdball verstreut an irgendwelchen Stränden und all-inclusiven Pools herumliegt und die Deutschen ihren Liegestuhl verbissen mit einem Badelaken verteidigen (lasst das bitte sein, das ist so peinlich!) oder schon (oder immernoch) Mittags besoffen und kopfüber im Sangria-Eimer hängen (was noch viel peinlicher ist) oder in beigen Shorts, Hawaii-Hemden und Socken in Sandalen die einheimische Flora, Fauna und Architektur knipsen (oder im Bikini in den Ort gehen, Leute, ihr geht zuhause doch auch nicht im Bikini zu Aldi, oder?!) ist die Welt ja nicht stehen geblieben.

Meistens füllen Zeitungen und Fernsehsender das Sommerloch mit banalen Meldungen über Problemkühe, Kornkreise und der Sichtung vom Ungeheuer von Loch Ness aber in diesem Jahr empfinde ich die Geschehnisse des Sommers als extrem dramatisch.

Da wird ein vollbesetzes Passagierflugzeug vom Himmel geschossen und irgendwelche Volldeppen erheben Ansprüche auf das Absturzgebiet und geben die Leichen, und das was von ihnen übriggeblieben ist, nicht frei.

Wie furchtbar für die Angehörigen, ihre Lieben nicht nach Hause holen und anständig beerdigen zu können.

Wie pietätlos von Arschgeigen, die Krieg spielen .

 

Da ersaufen reihenweise ahnungslose Urlauber in Nord,- und Ostsee und als es offiziell verboten ist, sein Leben in den Wellen aufs Spiel zu setzen, gehen ein paar ganz ausgebuffte trotzdem rein und riskieren Kopf und Kragen.

Leider saufen solche Schwachköpfe selten ab.

Ganz nebenbei stehlen Hacker zig Millionen von Profildaten, auch von uns, keine Ahnung, was die damit anfangen wollen.

Das uns Datenklau ziemlich schnuppe ist, haben wir ja schon bewiesen.

Und selbst wenn nicht, was sollen wir jetzt machen?

Da sind krasse Überschwemmungen, dort ein furchtbares Erdbeben, Menschen sterben wieder an Ebola und im Gazastreifen wird es niemals Frieden geben.

Wenn ich weiter schreiben, bekomme ich womöglich Depressionen, mindestens aber schlechte Laune.

Wobei wir wieder bei der Einleitung wären.

Ich kann die Welt nicht ändern, ich kann nicht die Last der ganzen Welt auf meinen Schultern tragen, niemand kann das.

Aber deswegen wegschauen, weil das alles ganz weit weg ist?

Niemals!

Die Welt ist rund, nichts ist weit genug weg, es geht uns was an, auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen.

Man sollte eher dankbar sein, dafür, dass wir es uns leisten können, so zu leben, wie wir es tun.

Geniesst euer Leben, andere können es nicht.

Nein, ich möchte doch nicht einfältig sein.

 

Eure Silver

 

 

Freitag, 4.07.14

 

Ernüchterung Teil 2 wird verschoben.

Jetzt erstmal das hier, das kam zum einen, durch einen netten Eintrag im Gästebuch und zum anderen, dass ich gelesen habe, dass Singles im Sommer besonders leiden.

Ich würde es ja im Winter schlimmer finden, da sind die Tage dunkel und grau und wenn man da alleine ist, wäre das viel schlimmer als wenn draußen die Sonne scheint, man einfach gut drauf ist und viel unternehmen kann.

Aber so ganz im Allgemeinen, im Alltag braucht man doch eigentlich niemanden an seiner Seite.

Da ist man doch eh viel zu beschäftigt. Und kann froh darüber sein, sich nicht rechtfertigen zu müssen, warum man dieses Stück Pizza auch noch isst.

Man hat die Macht über die Fernbedienung und kann so wild zappen, wie man will.

Man kauft sich diese Schuhe, ohne darüber diskutieren zu müssen, ob das wirklich sein muss weil man doch  schon genug Sandalen hat.(DIESE passen aber nunmal viel besser zur Hose!).

Und man muss sich nicht diesen von-oben-nach-unten-und-wieder-nach-oben-Blick plus langgezogenem naaaaaa..?, gefallen lassen.

Nein, ich habe nicht zugenommen. Ich sehe völlig normal aus.

Aber in einer Welt voller Size double-zero-Wesen sehen normale Menschen aus wie ein Wal zwischen Sprotten.

Aber so im Uraub, da kann es schon vorkommen, dass man sich etwas einsam fühlt.

So beim abendlichen Spaziergang an der Uferpromenade oder am Pier, die Sonne taucht das Wasser in leuchtendes Rot, Romantik liegt in der Luft..

und du schaust zur Seite und siehst in das dämlich-verträumte Grinsen deiner Freundin, die sich in diesem Moment auch wünscht, Zac Efron neben sich zu haben, anstatt ihre scharchige Freundin.

Ach Zac.....

Aber- und jetzt folgt wieder eine von Silvers Lebensweisheiten(die esoterisch angehauchte Musik müsst ihr euch jetzt dazu denken):

Wenn du es nicht schaffst, alleine glücklich und zufrieden zu sein,

wirst du es auch nicht zu zweit.

Erwarte nicht von einem anderen Menschen, dich irgendwo "raus zu holen".

Das kannst du nur allein. Ich schaue ja auch oft in den Spiegel und denke nur, 'ich hasse dich, du blöde Nuss'.

Aber wenn man sich nicht selbst akzeptiert und abgöttisch liebt-wie soll es dann ein anderer tun?

Glaubt mir, das wird bloß zu einer italienischen Oper, mit Mord und Totschlag im letzten Akt.

Und es ist auch nicht fair, dem anderen Menschen gegenüber.

Es gibt aber auch Menschen, die das absolut nicht können, allein sein.

Ich habe eine Freundin, die sich nur darüber definiert, einen Freund zu haben.

Sie denkt, sie ist nur wer, wenn sie nicht Single ist.

Im Gegenzug bist du also in ihren Augen nichts Wert, weil du keinen Freund hast.

Ist das nicht traurig?

Da stimmt doch etwas mit dem Selbstbewusstsein nicht.

Das schlimme daran ist, sie ist fast unausstehlich arrogant und zickig, wenn sie gerade einen Typen am Haken hat.

In dem kurzen Zeitfenster, in dem sie mal keinen hat, ist sie total lustig, lieb und eine tolle Freundin. Richtig menschlich.

Aber kaum hat sie den Fisch an der Angel- ist sie wie ausgewechselt.

Sie liebt diese Typen auch nicht wirklich.

Es ist mehr ein 'verliebt sein ins Verliebtsein'.

Denn wie oft kann man sich so richtig verlieben?

So wirklich echt, so tief, so episch?

Wäre es wirklich jedes Mal so, würde sie ihren jeweiligen Freund auch nicht beim kleinsten Makel in die Wüste schicken. Oder ihn so lange verändern, bis sie einen totalen Waschlappen aus ihm gemacht hat und dann den Respekt vor ihm verliert- und abschießt.

Komplizierte Sache, diese Sache.

Ich möchte jedenfalls keinen, der zu allem Ja und Amen sagt. Ich möchte einen mit Charakter und ich kann mit kleinen Fehlern leben. Erwarte aber auch, das die Gegenseite meine Fehler akzeptiert und nicht anfängt, mich ändern zu wollen.

Wenn er aus mir etwas machen möchte, was ich nicht bin, was will er dann von mir?

Du kannst aus Äpfel keine Birnen machen.

Wisst ihr, was ich meine?

In diesem Sinne,

einen schönen Sommer- was ihr draus macht, liegt an euch :)

 

Eure Silver

 

 

 

Samstag, 21.06.14

 

Was die Überschrift zu bedeuten hat, ist mir selber nicht ganz klar.

Klar ist nur, das wird mal wieder so ein negativ-Post.

Ich weiß ja, ich denke zu viel nach.

Ich weiß auch, ich bin eher der introvertierte Typ, ich mag keine Menschenansammlungen, da bekomme ich Schweißausbrüche.

Menschenansammlungen heißt bei mir, so ab vier Personen wirds knifflig.

Ich kann mich nicht auf so viele Leute auf einmal konzentrieren.

Aber-muss man mich immer so angucken als wäre ich bescheuert??

So fragend, so verständnislos.

Nur weil man nichts SAGT, heißt es nicht, das man nichts DENKT.

Ich möchte diesen Personen dann wirklich so richtig gerne mitten in die..nein, das geht zu weit.

Ich verachte Gewalt, Gewalt ist nur ein Zeichen von Schwäche.

Und ich möchte nicht schwach sein.

Aber sowas schafft mich.

Ich kann nichts dafür, das ich so bin, wie ich bin, ich bin nun mal nicht der :Hallo hier bin ich-Mensch, was kostet die Welt, Laber Rhababer.

Arschkriecher kann ich auch nicht ab, oder so "Freundinnen", die dich vor anderen plötzlich runtermachen oder als dumm hinstellen wollen- um ihre eigene Hirnlosigkeit zu vertuschen.

Plötzlich laut werden und über eine Erbse kichern wenn ein JUNGE in der Nähe ist!

Meine Güte, wie alt sind wir denn? 12?!

Oh mein Gott, bitte lass mich nie nie Hirnlos werden!

Apropos Hirnlosigkeit: Ich komme nicht drum herum, ich liebe es einfach, das Fernsehprogramm schlecht zu machen.

In Wirklichkeit schaue ich nämlich sehr gerne, vor allem den lustigsten Sender aller Zeiten: nee, nicht ARTE, RTL 2...bitte, bitte schaut mal, wenn ihr es zeitllich einrichten könnt, nachmittags um weiß ich nicht wann, Next Please!

DAS ist Zombieland, jetzt weiß ich es wieder:)

Eine Tussi hat die Wahl zwischen drei überlebenden Hirnspendern, Muckis satt aber das Sprachzentrum..., ach lass einfach das Reden, lass deine Muckis spielen.

Oder Typ sucht "Traumfrau"(Blond gefärbt, braungebrannt, kaum noch Augenbrauen, gepierct, tätowiert und locker drauf)... und mir kann jetzt keiner erzählen, das die vom letzten Mal eine Studentin war aber die einfachsten grammatikalischen Regeln nicht beherrschte!!

Es ist mindesten ein Stripper dabei oder Stripperin oder eine, die so aussieht.

Oder so ganz Zuckersüße, die sich aber genau den Falschen aussuchen.Murat, der nicht will, dass seine Freundin alleine in die Disco geht ("was hat die da zu suchen, ohne misch??") Und natürlich sollte sie unangetastet sein, ich wette, das gilt für ihn selber aber nicht.

Fernsehen eben.

Wenn das die Auswahl ist, dann will ich lieber alleine sterben, mit zehn Katzen und meiner Porzellanpuppensammlung...

ODER, was ich aber niemals schauen würde, die Vorschau reicht schon: RTL´s  Bauer sucht Frau oder Schwiegertochter gesucht- Mutanten en masse, das ist doch kein Wunder, dass die keiner haben will.

Leben mit mitte vierzig noch bei Mutti oder reden den ganzen Tag mit ihren Kühen..das ist so traurig, davon bekomme ich Depressionen.

...ihr wartet nur drauf, was? Berlin Tag und Nacht und der andere scheiß da, Köln 0815..die einzige Voraussetzung um da mitmachen zu dürfen: mindestens ein Tattoo an einer gut sichtbaren Stelle deines Körpers.

Habe lange nicht reingeschaut aber gestern oder vorgestern mal wieder und ich war erstaunt, immer wieder die gleichen Geschichten, nur mit anderen Leuten.

Oder mit den gleichen Leuten, nur einer andere Geschichte:)

Diese durchgeknallte Italienerin, die sich über die klebrigen Ssspaghetti aufgeregt hat und irgendwas dunkles mit dem mal-wieder-bis-über-beide-Ohren-verliebten Fabrrrizio abzieht. Oder diese nervigen Teens/Twens mit immer den selben Problemen, Hausboot bla, Kind  bla, Michelle (ich hasse sie) versus dingens Kati, wie schrecklich das alles.

Ach ach, ich höre mal lieber auf zu lästern aber es macht so einen Spaß.

Die laden ein ja förmlich dazu ein.

Wenn ich euch wenigsten ein kleines Lächeln aufs Gesicht gezaubert habe, ist mein Tag auch wieder gerettet.

bis bald,

Silver^^

 

 

 

 

Mittwoch, 28.05.14

 

Hallo Leute, vorab schon mal einen schönen Feiertag.

Ist euch auch schon mal aufgefallen, wie die Menschen durchdrehen, weil EIN freier Tag in der Woche ansteht?

Da wird eingekauft als gäbe es kein Morgen, die Einkaufswagen bis zum Rand gefüllt.

O.k., wir sind auch nicht anders.

Ich will ja auch niemanden verurteilen, vielleicht haben diese Leute den Wocheneinkauf, der normalerweise Freitag oder Samstag ansteht, einfach mal heute erledigt.

Vielleicht fahren auch welche weg und benötigen dringend Reiseproviant, für den Fall, dass unterwegs der 3.Weltkrieg ausbricht.

Und wenn ich was hasse, dann in der Schlange zu stehen. Das ist die Lebenszeitraubendste Tätigkeit, die ich mir vorstellen kann.

Letztens packe ich meine paar Errungenschaften aufs Band und, ich nenne sie mal höflich Seniorin, kommt ganz locker angewackelt und legt ihre Sachen ganz frech vor meine.

Ich nur, ähm Muttchen, das ist aber weniger korrekt.

Und sie: aaaaach, sie stehen AN???

Nee, ich warte auf den Bus, natürlich stehe ich an und hinter mir noch 6 andere Leute.

So einen auf senile Oma zu tun, finde ich echt zum kotzen.Wie wäre es mit fragen?

Und was hat das Muttchen gemacht?

Klar, sie ist natürlich stehen geblieben und hat sich nicht mal entschuldigt.

Bäh, ne.

Ich frage mich in solchen Situationen oft, was passieren würde, wenn hier mal eine echte Krise eintreten würde.

Was weiß ich, weswegen... die Banken haben sich (mal wieder) verspekuliert und dein erspartes Geld wurde soeben im Klo runtergespült. Die Rentenkassen wurden geplündert um endlich den Berliner Flughafen fertig zu stellen oder Russland dreht kurzentschlossen den Gashahn zu und das am kalendarischen Winteranfang.

Oder der Kaffee ist alle.

Ich möchte mal wissen, was dann hier abgeht.

Dann ist es mit der guten Erziehung aber ganz schnell vorbei.

Ich meine, es ist ein Tag und alle drehen durch, was wäre wenn es wirklich brennt?

Da wirst du erschlagen weil der Soziologie-Student an das letzte Dinkelbrot will.

Und dann ist auch noch Vater-Tag. Ich behaupte hier mal, 89% der Männer, die morgen wieder grillend und besoffen in den Parks abhängen, sind nicht mal Väter.

Die haben sicherlich einfach einen Vater und haben den Tag nur falsch verstanden.

Vom Fernsehprogramm will ich jetzt mal garnicht anfangen.

Christi Himmelfahrt, da werden wieder so komische Filme laufen.

Ich habe gar keine Programmzeitschrift. Boykott. Ich danke Gott für den DVD-Player.

Und dann muss man auch noch notgedrungen Zeit mit seiner Familie verbringen.

Nicht, das ich was gegen sie hätte aber das ist wie mit 200 Km/h gegen eine Mauer zu knallen.

Plötzlich hängen alle aufeinander und haben Zeit. Das gibt erstmal regelmäßig Ärger, erst so nach 2 Tagen hat man sich daran gewöhnt und wenn es richtig Spaß macht, ist das Wochenende auch schon wieder vorbei und der Alltag klopft an die Tür.

Wisst ihr, was ich meine?

Uns gehts schon gut- wenn unsere einzige Sorge darin besteht, es möge morgen bitte nicht regnen, damit man in Ruhe grillen kann(vorausgesetzt, du hast überhaupt noch ein Stückchen Fleisch abbekommen).

Also, habt ein schönes Wochenende und denkt dran, warum morgen überhaupt frei ist. Ob ihr jetzt gläubig seid oder nicht.

Er ist am dritten Tag auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.

Eure Silver

 

 

 

 

Mittwoch, 16.04.14

 

"Was ist los?!"

 

Hallo Leute!

Jetzt verfasse ich aber einen gesellschaftskritischen Text der sich gewaschen hat!

Leider war ich die letzte Woche außer Gefecht gesetzt, das manisch-depressive Aprilwetter hat mich geschafft.Nach einer gefühlten Ewigkeit im Bett habe ich auch noch Rückenschmerzen bekommen und musste meinen geschwächten Leib auf die Couch verlagern.

Wer krank ist, sollte ja viel schlafen aber wie, mit verstopftem Näschen, geschwollenen, walnussgroßen Mandeln und Kopfschmerzen??

Zur Unterhaltung habe ich also die Glotze eingeschaltet und war fassungslos!

Hat irgendwer schon mal früh morgens das Kinderprogramm eingeschaltet?

So früh wie möglich?

Welche verantwortungslosen Eltern lassen ihre Kinder (schätzungsweise Kindergarten bis 1.Klasse) ab 6Uhr fernsehen?

Nicht nur, dass alle möglichen Tiere vermenschlicht werden, nein, auch Gegenstände, wie Traktoren, furchteinflössende Eisenbahnen oder sogar Werkzeuge fangen an zu sprechen. Ich meine, Tiere, ok, aber ein Schraubenzieher?

Die plappern irgendein "kindgerechten" Schwachsinn und ich war echt verängstigt.

Immer wieder forderten einige mich auf, irgendetwas nachzusprechen oder warteten darauf, das ich ihnen antworte.

Die Krönung war der seltsamer Mann, der mit einem imaginären blauen Hasen sprach und herumhüpfte.

Die Werbung dazwischen war auch nicht besser!

He, habt ihr es mitbekommen?

Bald ist Ohosterrn also los, schnell noch die Geschenke besorgen!

Geschenke?

Ich dachte immer, die gibts zu Weihnachten und zum Geburtstag.

Aber weit gefehlt!

Schokolade und bunte Eier (bitte vorher kochen und dann anmalen oder wenigstens auspusten) reichen nicht mehr.Wie war das schön, die rohen Eier auspusten, bis einem fast der Schädel platzt, dann auswaschen(sonst müffelt es irgendwann) und anmalen.So geschickt, dass die ganze Farbe an meinen Fingern war, aber nicht am Ei. Das schöne Osternest mit Kunstgras und bunten Schokoeiern darin, ganz früh morgens suchen und das Mega-Osterei, mit schönen altmodischen Bildchen drauf unterm Bett finden.Und drinnen waren noch mehr Leckereien....Manchmal hat man noch Monate später irgendwo in der Wohnung ein Schokoei gefunden, für gut befunden und gegessen.

Heute müssen die armen Eltern los und völlig überteuerte Spielsachen kaufen, sonst trägt das Kind einen bleibenden Schaden davon. Und der ist nicht weniger schlimm als der Schaden von diesem Kinderprogramm.

Vielleicht lag es auch an meinem Kopf, der sich seltsam, wie in Watte gehüllt anfühlte, das mir das in der Glotze alles so schräg vorkam.

Ich hoffe es, und kurz bevor ich wegnicke, denke ich daran, eine Wunschliste mit Sachen zu erstellen, die ich unbedingt zu Ostern haben möchte....eine CD,DVD, ein Buch, ein BeatsPill.....

 

eure Silver

 

 

 

Sonntag, 23.März 14 (schon viel zu spät, oder schon so früh?)

 

"Forever hobbylos "

 

Bitte, schreckt nicht vor dem extra langen Text zurück, es sprudelte so aus mir heraus....

 

Wenn ich nur wüsste auf welcher Seite ich gelesen habe, das diese Person auch hobbylos ist...es hat mich wirklich gefreut denn ich habe den starken Eindruck, dass alle wahnsinnig beschäftigt sind und so viele verschiedene Dinge tun, das ich mir wie ein faules Faultier vorkomme.

Obwohl, ich habe sehr, sehr exotische Hobbys, doch, mal sehen: ich sehe beim fernsehen immer nur die Hälfte des Bildes weil ich auf der anderen Hälfte den Videotext an habe und mir alles durchlese was dieser Videotext so hergibt.

Ich weiß das in Zahnpasta Fluorid gehört um gegen Karies vorzubeugen, man nicht entgegen der Fahrtrichtung parken darf, das tägliche Bewegung das Krebsrisiko senkt oder das John Bartram, ein amerikanischer Botaniker, heute Geburtstag feiern könnte,wäre er nicht 1777 gestorben...das hätte ich ja ohne diesen Service niemals erfahren..

Also ein Hobby, bei dem ich sogar noch etwas lerne-toll oder?

Ich hätte so auch nie vom Tag der Poesie erfahren oder überhaupt geahnt, dass es  so etwas gibt.

Erst wollte ich eine Kerze anzünden und meine gesammelten Werke von Tolstoi noch einmal lesen- ja auf russisch, aber dann habe ich nur diesen Artikel da unten verfasst, echt hobbylos.

Jeder erzählt auch immer wie wahnsinnig gerne er verreist, nach Kuala Lumpur, zum Uluru, an den Okavango oder nach Salzgitter.

Ich bin schon von der Fahrt zum Flughafen gestresst, dann soll ich am besten noch Tabletten gegen Reiseübelkeit, Flugangst und Durchfall nehmen und prophylaktisch eine Impfung gegen Malaria (wenn du Pech hast, bekommst du sie trotzdem, fiese Mücke) , Hepatitis A und FSME machen oder ein halbes Jahr vorher anfragen ob ich bitte einreisen darf...hauptsache man hat was tolles zu erzählen, von der schönen Landschaft (bei 42 Grad in der Mittagssonne), dem leckeren Essen (nach dessen Genuss du den Rest des Urlaubes an die Toilette gekettet warst) oder den exotischen Tieren (nachdem du auf den giftigen Fisch gelatscht bist, musste dir fast der Fuß amputiert werden)-ach lasst mich bitte zuhause!

Ich frage mich auch, wie lang der Tag dieser vielbeschäftigten ist- 36 Stunden??

Neben dem Beruf/Studium/Schule spielen sie Tennis/Squasch oder Fussball, haben Ballett und Klarinettenunterricht, machen den Segelschein und lernen in der VHS Japanisch und abstrakte Malerei und machen noch einen Yoga-Kurs- zwecks Stressbewältigung.

Ach, ich bin so hobbylos.

Wie war das noch?

"Da willst du raus weil die Sonne scheint und kriegst die Couch nicht durch die Tür"

 

Bleibt wie ihr seid, ich tue es auch,

bis bald eure Silver^^

 

 

 

 

 

Freitag, 21.März 14                                    Welttag der Poesie

 

Heute ist *Welttag der Poesie*.

Sich mit Worten bewaffnet zu allen erdenklichen Themen, wie z.B. Liebe, Kummer, dem Leben oder Hass ausdrücken zu können, das finde ich, ist echt große Kunst.

Wie ich schon auf vielen Seiten gesehen habe, gehören Zitate, Gedichte etc. ja fast schon automatisch dazu.

Und auch ich finde in Zitaten oder Gedichten liegt meistens eine so umwerfende Klarheit und Wahrhaftigkeit, das ich mich gar nicht an ihnen satt lesen kann.

Manchmal kann ich aber auch so gar keinen Bezug dazu herstellen oder gar eine Logik darin erkennen.

Vielleicht ist das aber auch in der Welt der Wörter so, Hauptsache der Verfasser weiß, was er sagen wollte.

Also an die Stifte und Zettel und drauf los gedichtet.

Ich werde es wagen.

Bis bald, eure Silver^^

 

"Der Sinn des Lebens besteht nicht darin ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller"

Albert Einstein

 

 

 

 

 

 

immernoch Sonntag, 16.März, später am Tag            ....

 

Mein Name auf meiner alten Seite gefällt mir nicht mehr und passt auch nicht mehr, ich finde den Namen jetzt irgendwie öde und auf der Suche nach einem tollen, aussergewöhnlichen, noch nie zuvor gehörten Namen stieß ich auf vorname.com auf die tolle Rubrik: kuriose&verbotene Vornamen.

Das heißt, dass irgendwelche Menschen diese Namen mal beantragt haben müssen, sonst wären sie ja nicht verboten...denkt mal drüber nach.

hier die Auswahl:

-Atomfried

-Bierstübl

-Grammophon

-McDonald

-die Zahl "Pi "

-Satan

-Sputnik

-Störenfried

Mir persönlich gefällt Atomfried am besten, das ist ein Statement, aussagekräftig, prägt sich ein, einfach ein einzigartiger Vorname.Wobei ich Satan auch ziemlich heiß finde..

Also ich brauche eure Hilfe, weil ich mich nie entscheiden kann und mache mal ein Ranking von Namen, die mir gefallen und wie ich mich in Zukunft nennen werde.

Ich könnte auch meinen eigenen Namen nehmen aber der gefällt mir nicht.

Also hier folgt eine Liste und ihr kommentiert eure Entscheidung bitte im Gästebuch.

Ihr könnt euch auch selber einen ausdenken, wir leben ja in einer Demokratie, also meistens und ich freue mich auf eure Vorschläge.

Vielen Dank schon mal.

-Lea

-Pia

-Pita

-Scilla

-Yuna

Die letzten drei Namen gibts wirklich, kann sein, dass ich die morgen schon wieder furchtbar finde aber egal, stimmt mit ab!!

 

 

 

Sonntag, 16.März 14

 

Auf in ein neues Abenteuer!!!

 

Ich habe meine alte Schnarch-Seite aufgegeben und habe voller Tatendrang eine neue aus dem Boden gestampft bzw. bei Jimdo gestartet.

Ich weiß auch gar nicht genau was ich hier tue, Blog-Artikel werden ja oft eh nicht gelesen aber falls doch-schreibt eure Meinung einfach ins Gästebuch.

Hier wird aber entgegen dem Titel nicht täglich etwas neues stehen, ich hab ja auch noch andere Dinge zu tun, nein, immer dann wenn mich etwas beschäftigt, nervt, mir auffällt, gefällt, gut geht, schlecht geht oder was auch immer...und ich hoffe drauf, dass es vielleicht ein paar von euch interessiert.

 

So, schon fertig, hat doch gar nicht weh getan!

 

 

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Du hast noch nicht genug? Hier ist Jane

 

Danke für dein Interesse:)